Das Mobauplus Baulexikon

Für Heimwerker und Bauherren werden hier online eine Reihe fachspezifischer Begriffe kurz und leicht verständlich erläutert. Wenn Sie den von Ihnen gesuchten Begriff nicht finden konnten, helfen wir Ihnen gerne.

Eine persönliche Beratung durch regelmäßig und intensiv geschulte Spezialisten das Herzstück unseres Kundenservice. Bei uns vor Ort. Mobauplus.

Bitte wählen Sie aus dem Menü oben

  • Abbund

    Das bearbeitete, auf dem Werkplatz zusammengestellte Bauholz z. B. eines Dachstuhles, Fachwerkes, bevor es an Ort und Stelle aufgerichtet wird.

  • Abdeckblech

    Abdeckung von Mauern, Brüstungen, Attiken, Simsen, Hölzern oder dgl. aus z. B. Kupfer-, Zink-, verzinktem Stahl-, Aluminiumblech.

  • Abdeckpapier

    Fetthaltiges oder bituminiertes Papier als Unterlagsbahn oder als Lage auf der Schalung unter einer Bedachung zur Verhinderung des Eindringens von Flugschnee.

  • Abdeckplatte

    Platte aus Naturstein, Beton, Betonwerkstein oder dgl. zur Abdeckung von Mauern, Brüstungen, Attiken, Simsen. Die Platten werden im allgemeinen als Schutz gegen Niederschlagswasser verlegt, mit einer Abschrägung und einem Überstand zum Ablaufen und Abtropfen des Wassers.

  • Abdichtung

    Schutz von Bauwerken, Bauteilen, Leitungen, Behältern und dgl. gegen das Eindringen bzw. Austreten von Flüssigkeiten oder gasförmigen Stoffen. Als Bauleistung nach VOB Abdichtung gegen drückendes Wasser und Abdichtung gegen nicht drückendes Wasser.

  • Abdichtungsbahn

    siehe Dichtungsbahn

  • Abdrücken

    Dichtigkeitsprobe verlegter Rohrleitungen (Wasser-, Gas-, Heizungsinstallation) durch Füllen des Leitungssystems mit Wasser und Ansetzen von Druck über eine bestimmte Zeitdauer. Das Abdrücken ist vor Schließen der mit Leitungen versehenen Schlitze und Durchbrüche in Wänden und Decken bzw. vor Inbetriebnahme der Anlage vorgeschrieben.

  • Abfangung

    siehe Absteifung

  • Abfasen

    Eine Kante abschrägen (brechen) – siehe Fase

  • Abflussrohr

    Abwasserleitung innerhalb eines Gebäudes (Zeichnung).

  • Abgang

    1. Eingeformter Ablauf eines Klosetts. Je nach Anordnung unterscheidet man: senkrechten, schrägen oder waagrechten Abgang.

    2. Abgänge an einem Verteiler (z. B. die einzelnen Wasserleitungen zu Küche, Bad, Keller, Garten usw. oder Stromkreiszuleitungen für verschiedene Räume oder Raumgruppen).

  • Abgehängte Decke

    Unter einer tragenden Decke oder Tragkonstruktion eines Daches aus optischen, wärmeschutz- oder schalltechnischen Gründen angebrachte zweite, nichttragende Decke, bestehend aus der abgehängten Unterkonstruktion (z. B. aus Holzlatten, Metallprofilen, Drahtnetz) und der Verkleidung mit Holzbrettern, Platten verschiedenster Materialien und Profilierung, Metall-, Kunststofflamellen, Putz usw.

  • Abkanten

    Abbiegen oder Abknicken von Blechen an deren Rändern mit Hilfe von Abkantwerkzeugen zur Herstellung von Wülsten, Tropfkanten, einfachen Profilierungen, Versteifungskanten, Anpassungen an zu verkleidende Bauteile usw.

  • Ablauf

    Entwässerungsgegenstand aus Gusseisen, Stahl, Beton oder Kunststoff zur Einführung von Oberflächenwasser (Dach, Hof, Bad, Keller, Industrie) in die Abwasserleitung. Der Ablauf wird in die zu entwässernden Flächen eingebaut und an die Abwasserleitung angeschlossen. Er besteht aus dem Ablaufkörper mit angeformtem Rohranschluß, dem Aufsatzrahmen mit Einlaufrost und ggf. Geruchverschluss, Schlammeimer oder Rückstauverschluss.

  • Ablaugen

    Einen vorhandenen Anstrich zur Entfernung von seinem Untergrund mit alkalischen oder neutralen Lösungsmitteln aufweichen.

  • Ableitung

    Verbindungsleitung der Auffangvorrichtung einer Blitzschutzanlage mit dem Banderder bzw. der Erdungsanlage.

  • Abluft

    Die einen Raum durch Luftzirkulation oder Lüftung verlassende Luft.

  • Abnahme

    1. Feststellung und Bestätigung des Erfolges einer Lieferung oder Fertigstellung einer Leistung (auch eines Teiles der Leistung) in Bezug auf die verlangten Eigenschaften und ihre Mangelfreiheit durch den Auftraggeber bzw. seinen Vertreter.

    2. Feststellung und Bestätigung der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften bei der Erstellung von Gebäuden oder genehmigungspflichtigen Anlagen durch die zuständige Behörde oder öffentlich bestellte Sachverständige.

  • Abrechnung

    Inrechnungstellen erbrachter Leistungen durch den Auftragnehmer. Zur Abrechnung gehören außer der Rechnung mit Angabe von Art und Umfang der Leistung auch das Aufmaß.

  • Absanden

    1. Sandstrahlen.

    2. Auflösungserscheinungen an Mörtel oder Beton durch mangelhafte Zusammensetzung (z. B. zu geringer Gehalt an Bindemittel) oder äußere Einflüsse (z. B. Frost).

    3. Abstreuen der Oberfläche mit feinem Sand als letzter Vorgang beim Verlegen von Gußasphalt.

  • Absäuern

    1. Kalkhaltige Verunreinigungen (z. B. Mörtelreste, Zementspritzer) auf Mauerwerk, Klinkerplatten usw. mit sauren Mitteln beseitigen.

    2. Einen kalkhaltigen Untergrund durch Behandlung mit sauren Mitteln für z. B. ölhaltige Anstriche chemisch neutral, d. h. tragfähig machen.

  • Abscheider

    Bauteil zum Einbau in Abwasserleitungen zur Trennung von Wasser und schädlichen Stoffen (z. B. Fett, Öl, Benzin), die nicht in das öffentliche Entwässerungsnetz ( Abwasserkanal) gelangen dürfen.

  • Absorber

    Bestandteil eines Sonnenkollektors bestehend aus einer geschwärzten, mit Durchströmungskanälen versehenen Metall- oder Kunststoffplatte. Der Absorber wandelt die Sonnenstrahlung in Wärme um, die an das in den Durchströmungskanälen fließende Wärmeträgermedium (z. B. Wasser mit Frostschutzzusatz) abgegeben wird.

  • Absperren

    1. Sperren eines Durchflusses durch eine Leitung (Absperrventil).

    2. Sperren unverträglicher Einwirkungen eines Untergrundes (z. B. Schimmel, Wasser-, Rauchflecken, Ausblühungen) auf einen Anstrich oder innerhalb eines Anstrichaufbaues der einzelnen Schichten untereinander.

    3. Beidseitiges Aufbringen von Furnier auf Holzwerkstoffe zur Verhinderung von Formveränderungen durch Verziehen oder Verwerfen.

  • Absperrfurnier

    Furnier zum Absperren eines Holzwerkstoffes.

  • Absperrklappe

    Vorrichtung zum Verschließen einer Rohrleitung durch eine schwenkbare Klappe innerhalb des Absperrgehäuses.

  • Absperrmittel

    Mittel (z. B. Fluate, tonerdehaltige Salze) zum Absperren oder zur Oberflächenhärtung und Dichtung von stark oder ungleichmäßig saugenden Anstrichuntergründen.

  • Absperrschieber

    siehe Schieber

  • Absperrventil

    siehe Ventil

  • Absprengung

    Zumeist trichterförmige Abplatzungen an natürlichen oder künstlichen Steinen und Beton durch sich bei Wasseraufnahme ausdehnende Fremdkörper (Einsprenglinge) im Baustoff oder durch Frosteinwirkung.

  • Abstandhalter

    Bügel, Spangen, Klötzchen oder dgl. aus Stahl, Beton oder Kunststoff als Auflagerelemente der unteren Lage einer Bewehrung zur Sicherung der notwendigen Betondeckung, der oberen Lage zur Wahrung des Abstandes der Bewehrung untereinander.

  • Absteckung

    Markierung von Ecken oder/und Achsen eines geplanten Bauwerkes auf dem Grundstück aufgrund erfolgter Einmessung.

  • Absteifung

    Sicherung von Baugruben, Gräben, Bauteilen oder Bauwerken durch Abstützungen gegen die Gefahr des Einstürzens oder Umfallens. Sie stellt eine vorübergehende Maßnahme bis zur Beseitigung der Gefahr dar (z, B. durch Schließung eines Grabens, Fertigstellung eines Bauwerkes).

  • Abtrag

    1. Entfernung von Bodenmassen (Erdreich) durch Abschieben oder Ausheben.

    2. Abbrechen eines Bauteiles Schicht um Schicht (z. B. gemauerte Wand).

  • Abtreppung

    Stufenförmige Ausbildung der Unter- oder Oberkanten von Fundamenten, Wänden, Stützmauern oder dgl. in Anpassung an einen schrägen Geländeverlauf, unterschiedliche Bodenarten des Baugrundes oder schräge Flächen angrenzender Bauteile (z. B. Dächer).

  • Abwasser

    Auf einem Grundstück anfallendes und abzuleitendes Niederschlags- und/ oder Schmutzwasser.

  • Abwasserkanal

    Sammel- oder Hauptleitung des öffentlichen Leitungs- oder Kanalnetzes, der die Abwässer der einzelnen Grundstücke zugeführt werden. Der Abwasserkanal liegt im allgemeinen vor den Grundstücken in der Erschließungsstraße.

  • Abwasserleitung

    Innerhalb und außerhalb der Gebäude verlegte Leitungen zur Abführung des Abwassers bis zum Anschluss an den Abwasserkanal.

  • Abwurfanlage

    Senkrechtes Schachtsystem aus Blech, Stahl, Beton oder dgl. mit Einwurfklappen in den Geschossen zum Abwurf von z. B. Müll in tieferliegende Sammelräume oder – behälter.

  • Achse

    1. Mittellinie eines Bauwerks, Bauteils oder einer Öffnung.

    2. Wirkliche oder gedachte Linie eines Bauwerks bezogen auf dessen Konstruktionsys-tem oder Grundrissanlage. Man unterscheidet waagrechte -, senkrechte -, Längs-, Quer-, Mittel-, Außenachsen etc.

  • Achsenabstand, Achsmaß

    Entfernung zwischen zwei Öffnungen oder zwei Bauteilen (z. B. Stütze, Träger, Wand) bezogen auf deren Achse.

  • Acrylglas

    Kunststoffglas (Handelsname u. a. Plexiglas). Es ist hart, bruchfest, elastisch und in der Hitze verformbar, die Kratzfestigkeit ist jedoch niedriger als bei anorganischem Glas. Verwendung u. a. für Abde-ckungen von Leuchten, Lichtkuppeln, Trenn-wände, Wellplatten, Badewannen.

  • Akustikdecke

    abgehängte Decke oder Deckenverkleidung in schallschluckender ( Schallschluckung) Ausführung.

  • Angebot

    Mündliche oder schriftliche Angabe der für die Ausführung von Bauleistungen oder Lieferungen geforderten Preise eines Anbieters. Die Angebotsabgabe erfolgt im allgemeinen durch Einsetzen der Preise durch den Bieter in ein ihm zur Verfügung gestelltes Leistungsverzeichnis. Mit der Abgabe eines Angebotes erklärt der Bieter seine Bereitschaft und Verpflichtung zur Ausführung der Leistung, sofern ihm innerhalb der vorgeschriebenen Zuschlagsfrist Auftrag erteilt wird.

  • Anhydritestrich

    Estrich mit Anhydritbinder (wasserfreier Gips) als Bindemittel. Das geringe Schwindmaß ( Schwinden) gestattet eine großflächige, fugenlose Verlegung, die Austrockenzeit beträgt ca. 25-30 Tage, für Feuchträume nicht geeignet.

  • Anker

    1. Gebogenes oder gespreiztes Rund- oder Flacheisen zum Befestigen o. Einspannen von Bauelementen oder Konstruktionsteilen (z. B. Fenster, Türen, Geländer, Fassadenverkleidungen Träger, Stützen) in Mauerwerk oder Beton.

    2. Bauelement aus Rundstahl zur Verankerung von Baugrubenverkleidungen im Erdreich.

  • Ankerplatte

    Als Befestigungsmittel mit ein oder mehreren Ankern versehene Metallplatte zum Einbetonieren, an die das zu befestigende Teil angeschraubt oder angeschweißt wird.

  • Ankerschiene

    U-förmiges Spezialprofil aus Stahl als Befestigungsmittel in verschiedenen Dimensionen je nach Beanspruchung. Die Ankerschiene wird eingemauert, einbetoniert oder angeschweißt, die Halterung des an der Schiene zu befestigenden Teiles erfolgt mittels Hammerkopfschrauben. (Handelsname u. a. Halfenschiene).

  • Anmachwasser

    Das für das Herstellen von Beton, Mörtel oder Estrich benötigte Wasser.

  • Anschlag

    Ausbildung einer Auflagerfläche für Fenster- und Türrahmen in den Wandöffnungen.

  • Anschlagen

    1. Anbringen der Beschläge an Türen, Fenstern, Möbeln und dgl.

    2. Befestigen von Türen und Fenstern in den Wandöffnungen.

  • Anschluss

    1. Verbinden mit öffentlichem Ver-, Entsorgungs- und Verkehrsnetz (Gas, Wasser, Abwasser, Strom, Telefon, Straße).

    2. Verbinden von fest installierten Verbrauchsgeräten (Maschinen, Herd, Heißwasserspeicher, Heizkörper) oder Einrichtungsgegenständen (Badewanne, Waschbecken, WC, Spüle) mit den Ver- und Entsorgungsleitungen.

    3. Verbinden einer fortführenden Bauleistung mit der unterbrochenen bzw. eines neuen, ergänzenden oder erweiternden Bau- oder Konstruktionsteiles mit dem bestehenden.

  • Anschlusswert

    Die zum Betrieb eines Gerätes oder einer Anlage durch deren Leistung bestimmte Energiemenge/h, die aus dem öffentlichen Netz beansprucht wird. Die Summe der Anschlusswerte einzelner Geräte und Installationen (Beleuchtung) bestimmen den Anschlusswert einer Wohnung bzw. eines Gebäudes.

  • Anschüttung

    siehe Aufschüttung

  • Anstrich

    Auftrag von Anstrichstoffen auf einen Untergrund bestehend aus Grundanstrich, dem Fertig-(Schluß-) anstrich und ggf. einem oder mehreren Zwischenanstrichen. Ein Anstrich dient dem Schutz gegen die Einwirkung von Feuchtigkeit, verschmutzter Luft, mechanische Beanspruchung und dgl., durch die Farbgebung dem Schmuck und der Unterscheidung. Anstrichstoffe setzen sich zusammen aus Bindemittel, Pigmenten und Verdünnungsmittel, das Aufbringen erfolgt durch Streichen, Rollen, Spritzen, Walzen oder Tauchen, die Farbgebung wird durch anorganische oder organische Buntpigmente erzielt. Für mineralische Untergründe verwendet man wasserverdünnbare Anstrichstoffe mit den Bindemitteln z. B. Kalk, Leim, Mineralien, Dispersion, Kunststoffdispersion. für metallische, mineralische oder Holzuntergründe lösungsmittelverdünnbare Anstrichstoffe mit den Bindemitteln z. B. Leinöl, Kunstharz, Chlorkautschuk.

  • Antritt

    Beginn einer Treppe (unterste Stufe)

  • Anwurf

    siehe Putz

  • Arbeitsfuge

    Nahtstelle zwischen zwei Betonierabschnitten als Folge der Erhärtung des zuerst eingebrachten Betons. Arbeitsfugen ergeben sich, wenn die zu betonierende Fläche oder Höhe des Bauteils ohne Dehnfugenteilung ( Dehnfuge) das Betonieren &quot.an einem Stück&quot. nicht zulässt. Da die Bewehrung an der Arbeitsfuge nicht unterbrochen wird, entsteht keine Beeinträchtigung der Standsicherheit der Konstruktion, jedoch sind bei der Ausführung von wasserdichtem Beton zusätzliche Dichtungsmaßnahmen im Bereich der Arbeitsfugen zu treffen.

  • Arbeitsraum

    Der unter Gelände notwendige Bewegungsraum zwischen Erdreich bzw. Baugrubenverkleidung und einem zu errichtenden Bauwerk oder Bauteil. Größe des Arbeitsraumes nach VOB.

  • Arkade

    Gedeckter Gang vor der Außenwand des Erdgeschosses eines Gebäudes mit Stützenstellungen auf der der Wand gegenüberliegenden Seite.

  • Armatur

    Regelungs-, Absperr-, Kontroll- oder Meßausrüstungen von Maschinen, Kesseln, Tanks, Rohrleitungen, sanitären Gegenständen und dgl., wie z. B. Ventile, Schieber, Batterien, Thermometer, Druckmesser, Ölstandsanzeiger.

  • Armierung

    Bewehrung

  • Asphaltbeton

    Gemisch aus Mineralstoffen (Sand, Splitt) und bituminösem Bindemittel. Verwendung als Nutz- und Deckschicht von Fahrbahnen und Flächenbefestigungen (z. B. Platz-, Hofbelag).

  • Asphaltestrich (Gussasphaltestrich)

    Mischung aus Mineralstoffen und Bitumen mit höherem Bindemittelgehalt und feineren Zuschlagstoffen als bei Asphaltbeton. Asphaltestriche erstarren sofort, sind gleich begehbar und fußwarm.

  • Asphaltplatte

    Unter Druck gepresste Platte aus Bitumen und mineralischen Zuschlagstoffen. Verwendung als fußwarmer, strapazierfähiger Bodenbelag, öl- oder säurefest als Industrieboden. Naturfarbig (schwarzbraun), ein- oder durchgefärbt durch Zusatzstoffe oder mit Vorsatz ( Vorsatzbeton) aus Terrazzo (Asphaltterrazzoplatte) erhältlich.

  • Atrium

    Allseitig umschlossener Innenhof, bei sog. Atriumsiedlungen ergibt sich durch das Aneinanderfügen von Winkel- oder Gartenhofhäusern eine verdichtete Bebauung mit Innenhöfen.

  • Attika

    Baugeschichtliche Bezeichnung für den sockelartigen Aufbau über dem Hauptgesims eines Gebäudes, heutige für den erhöhten Rand eines Flachdaches oder die Brüstung einer Dachterrasse.

  • Aufbeton

    Nichttragende Betonschicht zum Höhenausgleich oder Herstellen von Gefällen. Sie wird in einem Arbeitsgang mit dem tragenden Beton oder nachträglich aufgebracht.

  • Aufdoppelung

    Zusätzliche Holzverschalung oder Verkleidung mit Platten eines Türblattes oder Tores.

  • Auffüllung

    1. Herstellen eines neuen Geländeprofils oder der ursprünglichen Geländeoberfläche nach vorausgegangenem Abtrag (z. B. für Baugruben, Gräben, Arbeitsräume) mit vorhandenem oder anderem Auffüllmaterial (z. B. Sand, Kies).

    2. Bodenaustausch.

  • Auffütterung

    Ausgleichen von Maßdifferenzen oder Paßungenauigkeiten an Bauteilen aus Stahl oder Holz durch Anbringen von gleichem Material.

  • Auflager

    Stelle, an der ein getragenes Bauteil (z. B. Balken, Träger, Decke) auf dem tragenden (z. B. Wand, Stütze) aufliegt. Die Bezeichnung dieser Stelle gilt sowohl für das tragende als auch für das getragene Bauteil.

  • Aufmaß

    Ermittlung des Umfanges einer erbrachten Leistung durch Feststellung an Ort und Stelle oder an Hand der Ausführungszeichnungen.

  • Aufsattelung

    Vergrößerung eines Holzquerschnittes durch Aufbringen eines zusätzlichen Holzteils auf ein vorhandenes zur Erhöhung der Tragfähigkeit in Bereichen der höchsten Beanspruchung.

  • Aufschiebling

    Keilförmiges Aufsatzstück beim Sparrendach auf die unteren Sparrenenden zum Ausgleich des Knickes zwischen Sparren und Balkenkopf. Bei der heute im allgemeinen üblichen Ausbildung eines Sparrendaches mit Betonauflager ist die konstruktive Notwendigkeit für die Anordnung eines Aufschieblings nicht mehr gegeben.

  • Aufschüttung

    Veränderung der vorhandenen Geländehöhe durch Aufbringen von zusätzlichem Erdmaterial oder dgl. Um Setzungen einer Aufschüttung zu vermeiden, muss diese in Schichten, die jeweils zu verdichten ( Verdichtung) sind, eingebracht werden.

  • Aufsetzkranz

    Grund- und Befestigungsrahmen für eine Lichtkuppel oder einen Dachausstieg bei Flachdächern in verschiedenen Höhen je nach Dachaufbau. Er wird auf der Dachkonstruktion (z. B. Betondecke, Holzbalken mit Schalung) befestigt und in die Dachdichtung eingeklebt.

  • Aufsteigende Feuchtigkeit

    Durch Kapillarwirkung in den Bauteilen nach oben steigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich oder durch Spritzwasser im Sockelbereich. Das Aufsteigen muss durch die Anordnung von Sperrschichten verhindert werden.

  • Auftriebsicherung

    Sicherung von Bauwerken oder Bauteilen im Grundwasser gegen Anheben infolge Wasserdruck durch Anordnung hoher Auflasten (z. B. Erdüberdeckung), hohes Eigengewicht des Baukörpers oder Verankerung ( Anker) im Erdreich.

  • Auftrittbreite

    Bei Treppen das waagerechte Maß von Vorderkante einer Trittstufe bis Vorderkante der folgenden. Die Auftrittbreite muss nicht der Stufenbreite entsprechen, diese kann infolge Unterschneidung größer sein. Bei gewendelten Treppen wird die Auftrittbreite in der Lauflinie gemessen.

  • Auftrittfläche

    Die begehbare Oberfläche einer Treppenstufe.

  • Ausbauarbeiten

    Bauarbeiten, die nach den Rohbauarbeiten für die Fertigstellung eines Bauwerkes erforderlich sind, z. B. Putz-, Fliesen- und Platten-, Estrich-, Tischler-, Rolladen-, Metallbau-, Verglasungs-, Anstrich-, Bodenbelag-, Tapezier-, Gas-, Wasser- und Abwasser-Installations-, Warmedämmungsarbeiten, Zentralheizungs-, Lüftungs- und zentrale Warmwasserbereitungs-, Starkstrom-, Schwachstrom-Leitungsanlagen

  • Ausbaumaß

    Im Gegensatz zum Rohbaumaß das Fertigmaß nach Beendigung der Ausbauarbeiten (z. B. Maß zwischen zwei verputzten Wänden).

  • Ausbauverhältnis

    Verhältnis der Kosten der Ausbauarbeiten zur Summe der Kosten der Rohbau- und Ausbauarbeiten, z. B. 40/100.

  • Ausblühung

    Ausscheidung von Salzen auf der Oberfläche von Mauerwerk, Putz oder Beton als weißer Belag. Vor Aufbringen eines Anstriches müssen Ausblühungen abgesperrt werden.

  • Ausdehnungsgefäß

    Offener oder geschlossener Behälter aus Stahlblech innerhalb des Leitungssystems einer Warmwasserheizung zur Aufnahme der durch die Erhitzung bedingten Volumenvergrößerung des Heizwassers. Das Ausdehnungsgefäß verhindert beim offenen System ein Überlaufen, beim geschlossenen eine zu große Druckerhöhung in den Leitungen und Heizkörpern. Geschlossene Gefäße können an beliebiger Stelle im Heizkreislauf, offene müssen an der höchsten Stelle des Heizsystems installiert werden.

  • Ausfachung

    Schließen der Öffnungen zwischen Stützen (Holzpfosten) oder Trägern (Holzbalken) eines Fachwerkes bzw. eines Skelettes ( Skelettbauweise).

  • Ausgleichbeton

    Betonschicht zum Ausgleich von Unebenheiten oder Höhendifferenzen in der tragenden Unterlage zur Erzielung einer ebenen Oberfläche ( Aufbeton).

  • Aushub

    Abtrag von Erdreich

  • Auskragung

    Über das Auflager frei ohne Unterstützung vorstehende, hinausragende Bau- oder Konstruktionsteile z. B. Balkon, Erker, Balken, Träger ( Zeichnung).

  • Ausladung

    Freie Länge einer Auskragung

  • Auslass

    Austritt einer elektrischen , Wasserleitung oder dgl. aus einem Bauteil (z. B. Wand, Decke) an der vorgesehenen Anschlussstelle ( Anschluss).

  • Ausschalen

    Entfernen der Schalung nach Erhärten des Betons

  • Ausschreibung

    Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes für verlangte Leistungen.

  • Außenanlagen

    Die zu den Gesamtleistungen für ein Bauvorhaben gehörenden Einzelleistungen wie z. B. Ver- und Entsorgungsleitungen zwischen Bauwerk und Grundstücksgrenze, Einfriedigungen, Wege, Hofflächen, Gartenanlage.

  • Aussparung

    Öffnung in Bau- oder Konstruktionsteilen, die für die Durchführung von Leitungen und dgl. vorgesehen ist und ggf. nach Verlegen der Leitungen geschlossen wird.

  • Aussteifung

    Sicherung von Bauteilen, Konstruktionssystemen oder Bauwerken gegen Zusammenstürzen, Umfallen oder dgl. durch die Anordnung von z. B. Streben, Pfeilern, Wänden. Eine Aussteifung erfolgt nach innen oder innerhalb eines Konstruktionssystems, eine Absteifung nach außen. Bei einem Bauwerk sind Aussteifungen insbesondere für die Aufnahme von Wind- oder Erddruckkräften erforderlich.

  • Austrocknung

    Entzug der Baufeuchtigkeit durch natürliche oder mechanische Lüftung, ggf. durch zusätzlichen Einsatz von Heizung bzw. Erwärmung der die Feuchtigkeit aufnehmenden Luft.

  • Auswechselung

    Übertragung von Lasten aus wegen Öffnungen nicht von Auflager zu Auflager durchgehenden Balken, Trägern, Bewehrungen auf die durchgehenden Konstruktionsteile durch Anordnung von Querbalken, trägern, bewehrung

  • back-to-back

    Bezeichnung aus dem Englischen (Rücken an Rücken) für eine verdichtete Bauweise, bei der winkelförmige Wohnhäuser in einer Doppelreihe rückseitig aneinandergereiht werden. Der Zugang zu den Häusern erfolgt jeweils über den Gartenbereich.

  • Backstein

    Ältere Bezeichnung für Mauerziegel.

  • Balken

    Waagrechter Träger aus Massivholz oder aus verleimten Brettern, im übertragenen Sinne und im Sinne der Statik auch aus anderen Baustoffen (z. B. Stahlbetonbalken).

  • Balkendecke

    Decke aus in einer Richtung verlegten Balken, die als tragende Konstruktionsteile das Auflager für Deckenbauteile wie Plattenelemente aus Holz, Betonfertigteile, Gasbetonplatten, Hourdies, Hohlkörpersteine und dgl. bilden.

  • Balkenkopf

    Stirnseite eines Balkens.

  • Balkenlage

    Balkensystem einer Holzbalkendecke.

  • Balustrade

    Brüstungsgeländer kleinen Säulchen (Balustern).

  • Band

    Beschlag an Fenstern und Türen zur drehbaren Aufhängung der Flügel am Rahmen.

  • Bandage

    Umwicklung von Rohrleitungen mit Pappe, Filzbändern, Kunststofffolie oder dgl., um eine Bewegungs- und Dehnungsmöglichkeit bei Durchgängen durch Beton oder Mauerwerk zu erhalten bzw. zur Wärmedämmung durch Umhüllung mit Dämmstoffen und äußerer Umwicklung.

  • Banderder

    lm Erdreich oder im Fundament eines Bauwerkes verlegte Ringleitung aus Bandstahl für den Blitzschutz und/oder Potenzialausgleich.

  • Bandholz

    Bei Holzkonstruktionen (Dachstuhl) unter einer Neigung von 45 ° zwischen Stütze und Balken angeordnete Strebe zur Aussteifung der Konstruktion und Verringerung der Stützweite und Knicklänge.

  • Bandstahl

    Zu Bändern großer Länge warm- oder kaltgewalzter Stahl.

  • Bankeisen

    Ankerförmig aufgeschlitztes oder mit einer Spitze versehenes Flacheisen zur Befestigung von Türen und Fenstern im Mauerwerk.

  • Bankett

    Streifenfundament mit geringer Belastung.

  • Baskülverschluss

    An mehreren Stellen wirkender Verschluss bei Türen und Fenstern mit Bedienung von einer Stelle durch Übertragung über Stangen oder Riegel.

  • Batterie

    1. Armatur mit gemeinsamem Auslauf von Kalt- und Warmwasser.

    2. Aneinanderreihung und Verbinden von Einzeltanks zu einer Gesamtanlage (Batterietanks).

  • Baubeschlag

    siehe Beschlag

  • Bauelement

    1. Die für die Erstellung eines Bauteiles erforderlichen Einzelteile (z. B. Mauersteine, Dachziegel, Platten, Balken, Betonfertigteile).

    2. In der Industrie und im Handel gebräuchliche Bezeichnung für Bauteile mit festen Abmessungen zum Einbau auf der Baustelle (z. B. Fenster, Türen, Fensterbänke, Rolladenkästen, Verkleidungen, Gitterroste).

  • Baufeuchtigkeit

    Durch Anmachwasser oder Lösungsmittel der verwendeten Baustoffe (Mörtel, Beton, Anstrichmittel) hervorgerufene Feuchtigkeit in und auf der Oberfläche der Bauteile, die nur langsam an die sie umgebende Luft abgegeben wird ( Austrocknung).

  • Bauglas

    siehe Fensterglas

  • Baugrube

    Der ausgehobene Bereich des Erdreichs für den Raum des unter Gelände zu errichtenden Bauwerks oder Bauteils einschließlich erforderlichem Arbeitsraum.

  • Baugrubenverkleidung

    Die eine Baugrube gegen das Erdreich absteifende ( Absteifung) knick-, kipp- und beulsichere Verkleidung durch z. B. Berliner Verbau, Spundwand, Schlitzwand.

  • Baugrunduntersuchung

    Untersuchung von Bodenproben des für die Gründung eines Gebäudes oder dgl. vorgesehenen Untergrundes auf Tragfähigkeit und chemische Zusammensetzung (z. B. aggressive Substanzen). Baugrunduntersuchungen werden von hierfür ausgebildeten Fachleuten vorgenommen.

  • Bauholz

    Holz für die Verwendung bei den Zimmerarbeiten.

  • Baukörper

    Die Masse (Volumen) eines Bauwerks.

  • Bauleistung

    Bauarbeiten jeder Art mit oder ohne Lieferung von Stoffen (Baumaterial) oder Bauteilen. Lieferung und Montage maschineller Einrichtungen sind keine Bauleistungen im Sinne der VOB.

  • Baurichtmaß

    Das auf der Maßordnung im Hochbau (DIN 4172) beruhende Maß von Bauteilen, deren Öffnungen und dgl. Es ist als zunächst theoretisches Maß (z. B. Vermaßung des Entwurfes) bei Bauarten mit Fugen (z. B. Mauerwerk) nicht das &quot.Soll-Maß&quot.http://www.i-m.de/webtools_content/common/lexikon/ der Ausführung ( Nennmaß), da es als Ganzes oder Vielfaches vom Meter ein Rastermaß darstellt.

  • Bauseitig, bauseits

    Bezogen auf eine Bauleistung eine andere oder eine Teilleistung, die von dritter Seite erbracht wird.

  • Baustahl

    Stahlarten, die als Rundstahl für die Bewehrung von Beton und als Profilstahl für Baukonstruktionen verwendet werden.

  • Baustahlmatte

    Gewebematte aus punktgeschweißten Rundstählen für die Bewehrung mit quadratischen (Q-Matte) oder rechteckigen (R-Matte) Gittern.

  • Bausystem

    Konstruktion, Aufbau und Art des Zusammenfügens der tragenden und/oder nichttragenden Bauteile eines Bauwerkes.

  • Bauteil

    1. Teil der tragenden und nichttragenden Baukonstruktion (z.B. Stütze, Träger, Wand, Decke, Dach, Treppe, Fenster, Tür).

    2. Teil eines Gebäudekomplexes (Trakt).

  • Bautenschutzmittel

    Mittel gegen schädliche chemische und/oder physikalische Einflüsse auf Bauwerke. Sie werden zumeist durch Anstrich, Tauchen oder Einpressen (Imprägnierung von Holz) auf- und eingebracht.

  • Bautoleranz

    siehe Maßtoleranz

  • Bauwerksteil

    In sich mehr oder weniger abgeschlossener Teil eines Bauwerkes (z. B. Geschoss, Treppenhaus, Aufzugs-schacht, Balkon, Dachstuhl).

  • Bauzaun

    Die zur Sicherung zwischen einer Baustelle und dem öffentlichen Verkehr vorgenommene Abgrenzung.

  • Beanspruchung

    Die Krafteinwirkung auf ein Bauteil durch Lasten wie z. B. Eigengewicht, Verkehrslast, Wind, Schnee, Wasserdruck. Sie bestimmt die Bemessung eines Bau- oder Konstruktionsteiles.

  • Bedachung

    siehe Dachdeckung

  • Befahrbar

    Kennzeichnung der Belastungseigenschaft eines Bauteils oder -ele-mentes (z. B. Decke, Hofeinlauf, Schachtdeckel). Ohne weitere Gewichtsangabe ist bei dieser Kennzeichnung nur PKW-Verkehr zulässig.

  • Befestigt

    Durch bauliche Maßnahmen (z.B. Kiesschüttung, Pflasterung, Plattenbelag, Asphaltierung) in einen bestimmten Nutzungszustand (z.B. begehbar, befahrbar) versetzte Bodenfläche.

  • Begehbar

    1. Kennzeichnung der Belastungseigenschaft eines Bauteils oder elementes.

    2. Nutzungszustand eines Bauwerksteiles (z. B. Flachdach) durch vorhandene Belastungseigenschaft und den Vorschriften genügende Sicherungen (z. B. Geländer).

  • Beizen

    1. Färben von Holz mit Holzbeize (Farbholzextrakt) zur Farbgebung und der Betonung der Maserung (Struktur) des Holzes.

    2. Reinigen metallischer Oberflächen mit chemischen Lösungen z. B. von Oxydschichten.

  • Bekleidung

    Umrahmung einer Tür- oder Fensteröffnung zum Schmuck und zur Abdeckung der Anschlussfuge mit Holzprofilen, keramischen Platten oder dgl.

  • Belag

    Nutzschicht auf Fußböden, Treppen, Straßen und dgl., auch Oberfläche von Wänden (z. B. Fliesen).

  • Belastung

    Die auf eine Tragkonstruktion wirkende bzw. aufgrund der vorgesehenen Nutzung mögliche Last. Sie bestimmt als wesentlichster Faktor den Querschnitt eines tragenden Bau- oder Konstruktionsteils, durch die Bemessung ist die zulässige Belastung festgelegt.

  • Bemessung

    Festlegung des nach statischer Berechnung erforderlichen Querschnittes von tragenden Bau- oder Konstruktionsteilen (z. B. Decke, Stütze, Träger).

  • Beplankung

    Aufbringen von z. B. Holzschalung, Platten, Blechen auf Fachwerkwände, Rahmenelemente oder dgl.

  • Berliner Verbau

    Baugrubenverkleidung aus ins Erdreich gerammten oder gebohrten Stahlträgern und einer Ausfachung im Zuge der Aushubarbeiten mit Holzbohlen, Kanthölzern oder Betonplatten.

  • Berliner Welle

    Wellplatte mit 8 Wellen auf die Plattenbreite von 1 m.

  • Besäumen

    Entfernen von Baumrinde an den Kanten von Brettern, Bohlen, Balken.

  • Beschichtung

    Auftrag einer Schutzschicht auf eine Oberfläche mit besonderen Anforderungen an Dauerhaftigkeit oder Widerstandsfähigkeit.

  • Beschlag

    Teile und Vorrichtungen, die bei Fenstern, Türen, Möbeln die beweglichen Teile mit den festen verbinden, sie drehbar und verschließbar machen.

  • Beschleuniger

    Zusatzmittel für eine schnellere Erhärtung von Mörtel oder Beton.

  • Besenwurf

    Putztechnik, bei der der Putzmörtel mit einem Reisigbesen an die zu verputzende Fläche geworfen wird.

  • Bestandsaufnahme

    Feststellung eines baulichen Zustandes als Grundlage für eine Neu- oder Erweiterungsplanung bzw. des tatsächlichen Umfanges einer fertiggestellten Baumaßnahme (Bestandspläne).

  • Beton

    Gemisch aus Bindemittel, Zuschlagstoff und Wasser (Anmachwasser), das in mehr oder weniger feuchtem Zustand in die Schalung oder Formen eingebracht wird und zu einem künstlichen Gestein erhärtet ( Abbinden). Unbewehrter Beton kann aus Beanspruchungen vornehmlich nur Druckspannungen aufnehmen. Je nach Bindemittel, Zuschlagstoff, Raumgewicht, Zusatzmittel, Herstellung, Verarbeitung oder Beanspruchung unterscheidet man u. a.: Asphaltbeton, Bimsbeton, Blähbeton, Einkornbeton, Fertigbeton, Gasbeton, Hartbeton, Leichtbeton, Lieferbeton, Magerbeton, Ortbeton, Porenbeton, Pumpbeton, Schaumbeton, Schlackenbeton, Sichtbeton, Sickerbeton, Spannbeton, Sperrbeton, Stahlbeton, Stampfbeton, Transportbeton, Vorsatzbeton, Waschbeton, Ziegelsplittbeton.

  • Betondeckung

    Beim Stahlbeton Maß der Überdeckung der Bewehrung mit Beton. Mindestüberdeckungen sind für verschiedene Beanspruchungen nach DlN festgelegt.

  • Betonfertigteil

    Bauteil aus Beton oder Stahlbeton, das im fertigen Zustand (erhärtet) an der Verwendungsstelle eingebaut, montiert oder mit anderen Bauteilen verbunden wird. Die Herstellung erfolgt im allgemeinen in Betonfertigteilwerken, bei geringer Stückzahl auch auf der Baustelle.

  • Betonfestigkeit

    Güte eines Betons hinsichtlich seiner Tragfähigkeit bzw. Beanspruchung.

  • Betongüte

    Qualität eines Betons in bezug auf seine Festigkeit ( Betonfestigkeit). Die Güte wird bestimmt durch das Mischungsverhältnis, die Art des Bindemittels und der Zuschlagstoffe. Die einzelnen Güteklassen sind nach DlN festgelegt (z. B. B 25 = Beton mit Druckfestigkeit 250 kp/cm2).

  • Betonnest

    Hohlraum im Beton, der infolge ungenügenden Verdichtens beim Einbringen des Betons in die Schalung, durch schlecht gemischten Beton oder falsche Körnungen des Zuschlagstoffes entsteht.

  • Betonwerkstein

    Künstlicher Stein aus Beton, einschichtig bestehend aus einer Betonmischung, zweischichtig aus Kernbeton und Vorsatzbeton. Verwendung als Bodenplatten, Trittplatten, Treppenstufen, Gewände, Sohlbänke usw.

  • Bewegungsfuge

    Fuge zwischen zwei Bauteilen oder Bauwerken, die Bewegungen (z. B. durch Dehnungen, Setzungen) ermöglicht, so dass keine schädlichen Spannungen in den Bauteilen auftreten können.

  • Bewehrung

    Stahleinlage im Beton (Stahlbeton) oder Mauerwerk zur Aufnahme der Biegezugspannungen.

  • Biberschwanz

    Ebener, nicht profiIlierter Dachziegel mit bogenförmigem unteren Ende ( Zeichnung).

  • Bims

    Baustoff aus Lavagestein, als Hüttenbims künstlich aus Hochofenschlacke.

  • Bimsbeton

    Leichtbeton mit natürlichem oder künstlichem Bims als Zuschlagstoff.

  • Bimsbetondiele, Bimsdiele

    Vorgefertigte Platte aus Bimsbeton z. B. für die Errichtung von leichten Trennwänden.

  • Bindemittel

    Mittel oder Stoff, der in einem Gemisch die verschiedenen Stoffe (z. B. Zuschlagstoffe, Pigmente) bindet. Als Bindemittel werden bei Mörtel und Beton z. B. Kalk, Zement, bei Asphalt Bitumen, bei Anstrichstoffen z. B. Leim, Öl, Kunstharz verwendet.

  • Binder

    1. In einer Ebene liegendes Tragwerk

    z. B. Sparrenpaar/ Zangen / Pfosten bei einem Dachstuhl oder Fachwerkbinder.

    2. Innerhalb eines Verbandes bei Mauerwerk senkrecht zur Längsrichtung einer Wand gemauerter Stein ( Zeichnung Mauerverband).

    3. Bindemittel wie z. B. Anhydritbinder, Mischbinder.

    4. Anstrichstoff (Binderfarbe) mit Binder als Bindemittel (auf der Grundlage Bindemittel-Emulsion oder Kunststofflatex).

  • Binderschicht

    Mauerwerksschicht aus Bindern (Zeichnung Mauerverband).

  • Binderverband

    Mauerverband aus Bindern, bei dem die Stoßfugen der einzelnen Schichten um jeweils eine halbe Steinbreite gegeneinander versetzt sind (Zeichnung Mauerverband).

  • Bitumenanstrich

    Anstrich mit kaltflüssigem oder Heißbiturnen, z. B auf Bauteile im Erdreich gegen das Eindringen von seitlicher Feuchtigkeit oder als Voranstrich für eine Dachdichtung.

  • Bitumenkies, Bitukies

    Gemisch aus Bitumen und Kiessand als Trag- oder Nutzschicht für z. B. Straßen, Hofflächen.

  • Bitumenpappe

    Mit Bitumen getränkte Rohfilzpappe. Die Stärken der Pappen werden durch Gewichtsangabe / qm (z. B. 5OOer = 500 g/qm) gekennzeichnet und unterschieden. Bei Bitumendachpappen erhält die bitumengetränkte Rohfilzpappe zusätzlich eine beiderseitige Deckschicht aus Bitumen und eine Oberschicht aus Mineralstoffen (z. B. Sand, Splitt).

  • Bituminös

    Eigenschaft eines Stoffes, der zu einem gewissen Prozentsatz Bitumen oder Teer enthält.

  • Blähbeton

    Beton, dem Bläh- oder Treibmittel zugesetzt werden, durch die sich kleine Hohlräume (Luftporen) im Beton bilden, die ihm ein leichtes Raumgewicht und eine gute Wärmedämmfähigkeit geben (Gasbeton, Leichtbeton).

  • Blähton

    Industriell im Drehofen zu kleinen Kugeln aufgeblähter Ton, der als Zuschlagstoff oder für leichte und /oder wärmedämmende Aufschüttungen verwendet wird.

  • Blaufäule

    Blaugraue Holzverfärbung im allgemeinen bei Kiefern- und Tannenholz durch Pilzbefall mit Bläuepilzen. Blaufäule beeinträchtigt nicht oder nur wenig die Festigkeit des Holzes.

  • Bleidichtung

    Dichtung von Anschlüssen mit Walzblei, insbesondere bei profilierten oder gewellten Oberflächen wie z. B. Dachziegel, WeIlplatten und dgl.

  • Bleimennige

    Anstrichstoff für Rostschutzgrundanstriche.

  • Bleiverglasung

    Verglasung aus kleinen Glasscheiben gleicher (Butzenscheibe) oder unterschiedlicher Größe, die durch ein Netz von Bleiprofilen, in das sie eingeschoben werden, gehalten sind.

  • Blendbogen

    Bogen, der als Gliederungs- oder Schmuckelement zur Bildung einer bogenförmigen Nische in einer Fassade angeordnet wird.

  • Blende

    Platten- oder stabförmiges Bauteil, das einzeln oder in der Vielzahl angeordnet als Sicht- und Sonnenschutz dient oder zur optischen Schließung oder Verkleinerung einer Öffnung verwendet wird.

  • Blendfassade

    Vor die Außenhaut eines Bauwerkes gesetzte Fassade, die ohne Beziehung zu dem Bauwerk eine nur auf sich bezogene Wirkung erzielen, ggf. einen nicht vorhandenen Charakter des Bauwerks vortäuschen will.

  • Blendmauerwerk

    Nichttragendes Mauerwerk, das vor den tragenden Wänden eines Bauwerks angeordnet wird.

  • Blendrahmen

    Tür- oder Fensterrahmen zum Einbau in eine Wandöffnung mit Anschlag (–Blockrahmen).

  • Blindboden

    retterlage als Träger unter Riemen- oder Parkettfußboden oder über einer Deckenkonstruktion.

  • Blindflansch

    Verschluß einer nicht benötigten Rohröffnung.

  • Blindfurnier

    Furnier unter einem Deckfurnier.

  • Blockhaus

    Holzhaus aus Baumstämmen, Rundhölzern oder Holzbalken, die waagrecht zu Wänden aufeinander­gesetzt und an den Ecken verzahnt mit­einander verbunden werden.

  • Blockrahmen

    Tür- oder Fensterrahmen zum Einbau in eine Wandöffnung ohne Anschlag. (Blendrahmen).

  • Blockstufe

    Massivstufe mit rechteckigem Querschnitt, meist für Garten und Kellertreppen. (Keilstufe, Winkelstufe).

  • Blockverband

    Mauerverband mit abwechselnden Läufer- und Binderschichten (Zeichnung Mauerverband).

  • Bodenart

    Beschaffenheit des Erdbodens. Die Bodenart bestimmt die Tragfähigkeit eines Baugrundes. Für die Gewinnung, Verwendung und Bearbeitung des Bodens werden die Bodenarten in Bodenklassen eingestellt.

  • Bodenaustausch, Bodenersatz

    Austausch eines meist nicht tragfähigen Bodens (z. B. Schluff) durch tragfähiges Material (z. B. Kies).

  • Bodenfliese

    Fliese für Bodenbelag z. B. Steinzeugplatte, trittfeste Keramikplatte, Mosaik.

  • Bodenkanal

    Im Erdreich verlegter Kanal meist aus Beton und mit rechteckigem Querschnitt zur Aufnahme von Heizungs-, Wasser-, Elektroleitungen und dgl.

  • Bodenklasse

    Einteilung der Bodenarten hinsichtlich der Gewinnung, Verwendung und Bearbeitung in die verschiedenen Bodenklassen: 1. Mutterboden, 2. wasserhaltender Boden, 3. leichter Boden, 4. mittelschwerer Boden, 5. bindiger mittelschwerer Boden, 6. schwerer Boden, 7. leichter Fels, 8. schwerer Fels.

  • Bodenplatte

    1. Auf das Erdreich aufgelegter Beton oder Stahlbetonboden bestimmter Dicke und Güte (Zeichnung).

    2. Platte für einen Bodenbelag aus z. B. Naturstein, Keramik, Betonwerkstein, Asphalt

  • Bodenpressung

    Zulässige oder vorhandene Beanspruchung des Baugrundes.

  • Bodenprobe

    Entnahme von Boden durch z. B. Schürfen, Bohrungen zur Feststellung der Schichtenfolge und Bodenbeschaffenheit (Bodenarten, Baugrunduntersuchung)

  • Bodentürschließer

    Im Fußboden eingebauter selbsttätiger Türschließer.

  • Bodenuntersuchung

    Baugrunduntersuchung, Bodenprobe.

  • Bodenverdichtung

    Verdichten des Baugrundes mit Hilfe von Verdichtungsgeräten (Schlagen, Rütteln, Kneten) zur Erhöhung der Tragfähigkeit des Bodens und zur Verringerung der Setzungen.

  • Bodenverfestigung

    Maßnahme zur Verfestigung des Bodengefüges durch Injektionen von z. B. Zement, Wasserglas, Bitumen, durch elektrochemische Behandlung oder Gefrierverfahren. Eine Bodenverfestigung wird z. B. vorgenommen, wenn an eine Baugrube angrenzendes Erdreich und eine ggf. vorhandene Überbauung nicht durch Böschungen oder eine Baugrubenverkleidung vor dem Einstürzen gesichert werden können.

  • Bogen

    1. gebogene Tragkonstruktion zum Überspannen einer Öffnung. Man unterscheidet u. a. folgende Bogenformen und -arten: Rundbogen, Korbbogen, Segmentbogen, Spitzbogen, scheitrechter Bogen.

    2. gekrümmter Teil einer Rohrleitung als Formstück oder an Ort und Stelle gebogen.

  • Bohle

    Im Sprachgebrauch Bezeichnung für starkes Brett, nach DlN Schnittholz in Dicken von 40 – 100 mm und einer Breite von mindestens doppelter Dicke

  • Bohrprobe

    Bodenprobe

  • Boiler

    1. Warmwasserbereiter einer Zentralheizungsanlage mit direkter oder indirekter ( Wärmetauscher) Erwärmung des Brauchwassers durch den Heizkessel.

    2. Heiß-/Warmwasserbereiter durch Erwärmung des in einem Behälter befindlichen Brauchwassers durch elektrischen Strom oder Gas (Elektroboiler , Gasboiler). Das nicht wärmeisolierte Gerät wird einige Zeit vor Gebrauch eingeschaltet, heizt den Wasserinhalt bis auf die Höhe der eingestellten Temperatur auf und schaltet dann wieder ab.

  • Bommerband

    Beschlag für Pendeltüren, der mit Hilfe eingebauter Spiralfedern das automatische Rückschlagen der Türflügel in die geschlossene Ruhestellung bewirkt.

  • Bossenwerk

    Mauerwerk aus Steinquadern, bei dem die Ansichtsfläche der Quadern absichtlich unter Belassen einer groben Oberfläche nur roh bearbeitet ist.

  • Bossieren

    Das gebrochene Felsgestein mit dem Bossiereisen zu einem rohen Steinquader bearbeiten.

  • Brandabschluss

    Schließen einer Öffnung in einer Brand- oder Brandabschnittswand mit feuerbeständigen oder feuerhemmenden Türen oder Toren, ggf. rauchdicht.

  • Brandabschnitt

    Einteilung eines Gebäudes oder großen Raumes (z. B. Fabrik-, Lagerhalle, Großgarage) in Abschnitte, die in ihrer zulässigen Größenordnung in den entsprechenden Bauvorschriften festgelegt sind. Die Trennung der Brandabschnitte untereinander muss mit feuerbeständigen Wänden erfolgen, Öffnungen sind mit einem Brandabschluss zu versehen.

  • Brandklasse

    Einteilung der Brandgefahren nach Art der brennbaren Stoffe für die Festlegung des Löschmittels z. B. in Feuerlöschern:

    Brandklasse A = feste Stoffe, Brandklasse B = Flüssigkeiten, Brandklasse C = Gase, Brandklasse D = Metalle, Brandklasse E = elektrische Anlagen.

  • Brandmauer

    Brandwand

  • Brandmelder

    siehe Feuermelder

  • Brandschutztür

    Genormte bzw. durch Prüfversuche zugelassene Tür in feuerhemmender oder feuerbeständiger Bauart zur Verwendung als Brandabschluss.

  • Brandwand

    Wand, die die Verbreitung von Feuer auf benachbarte Gebäude oder andere Gebäudeteile verhindern soll. Sie muss in feuerbeständiger Ausführung erstellt werden und auch bei außermittiger Belastung und Stoßbeanspruchung standsicher sein, im Gegensatz zu u. U. nur feuerbeständig auszubildenden Wänden für Brandabschnittstrennungen in bestimmten Gebäuden. Gemauerte Brandwände müssen mindestens 24 cm, Betonwände mindestens 20 cm dick sein.

  • Brechgut

    Gebrochenes Steinmaterial unterschiedlicher Größe durch die maschinelle Zerkleinerung von Felsgestein oder Kies.

  • Brechsand

    Sand, der durch die maschinelle Zerkleinerung von Felsgestein oder Kies gewonnen wird.

  • Breitflanschträger

    I-Träger aus Profilstahl, dessen Flanschbreite bis 300 mm gleich der Trägerhöhe ist.

  • Brettbinder, Bretterbinder

    Holzträger, der als Fachwerkbinder oder Vollwandbinder aus durch Nagelung miteinander verbundenen Brettern hergestellt wird.

  • Brettgesims

    Verkleidung des Gesimses mit Brettern.

  • Brettlasche

    Aus Brettern hergestelltes Verbindungsstück bei Holzkonstruktionen.

  • Brettverleimt

    Durch Verleimung einzelner Bretter miteinander hergestellter Holzquerschnitt. Brettverleimte Holzbauteile (z. B. Balken, Träger, Pfosten) werden insbesondere bei großen Spannweiten und besonderen Anforderungen an die Tragfähigkeit und Verwerfungsfreiheit verwendet.

  • Bruchrauh

    Gebrochener, unbearbeiteter Naturstein.

  • Brustholz

    Horizontal angeordnetes Kantholz oder Bohle zur Aussteifung einer Absteifung.

  • Brüstung

    Umwehrung einer begehbaren Fläche (z. B. Balkon, Terrasse, Flachdach) mit einer vor dem Herabfallen schützenden niedrigen Wand aus Mauerwerk, Beton oder dgl.

  • Brüstungshöhe

    Vorhandene oder nach Bauvorschrift erforderliche Höhen einer Umwehrung.

  • Brustzapfen

    Zapfen

  • Bügel

    Rechteckig oder u-förmig gebogener Rundstahl als Konstruktionselement für die Umfassung der Tragstäbe einer Bewehrung

  • Bundbalken

    Oberer Abschlussbalken eines Fachwerkes oder unterer Balken eines Dachbinders innerhalb der Balkenlage (Zeichnung). Dachstuhl.

  • Bündig

    In gleicher Ebene liegend.

  • Bungalow

    Einstöckiges Haus mit geringer Dachneigung.

  • Buntbartschloss

    Tür- oder Möbelschloss mit einfacher Zuhaltung.

  • Butzenscheibe

    Runde, in der Mitte verdickte Glasscheibe von ca. 10 cm Durchmesser. Die Verglasung mit Butzenscheiben erfolgt durch Einfassung mit Bleistegen

    (Bleiverglasung).

  • Chlorkautschuklack

    Anstrichstoff mit Bindemittel Chlorkautschuk, sehr widerstandsfähig gegen Wasser, anorganische Säuren und Laugen und Benzin.

  • Chubbschloss

    Möbelschloss ohne Zuhaltung.

  • CO-Warnanlage

    Anlage zur Messung des Gehalts von Kohlenmonoxyd z. B in Großgaragen und zur Signalisierung der Überschreitung des zulässigen Gehalts durch optische und/oder akustische Warngebungen.

  • Corten-Stahl

    Stahlsorte, bei der sich aufgrund eines besonderen Herstellungsverfahrens auf der Oberfläche eine schützende Oxydationsschicht (Rost) bildet, die eine Verwendung im Freien ohne weitere Oberflächenschutzbehandlung (z. B. Anstrich) gestattet.

  • Curtain-wall

    siehe Vorhangfassade

  • Dachaufbau

    1. Ein über einem Flachdach angeordneter oder es durchdringender Bauwerksteil (z. B. Treppenhaus, Aufzugschacht, Maschinenraum).

    2. Bauphysikalischer und konstruktiver Aufbau einer Dachdichtung. Kaltdach, Warmdach.

  • Dachdeckung, Dacheindeckung

    Bedachung, d. h. Verkleidung einer Dachkonstruktion mit der Dachhaut. Weiche Bedachung z. B. aus Holzschindeln, Stroh, Rohr, Schilf, unbesandeter Pappe. harte Bedachung z. B. aus Dachziegeln, Betondachsteinen, Schiefer, Blechen, besandeter Pappe.

  • Dachdichtung

    Abdichtung von Flachdächern in der Ausführung z. B. mit Bitumenpappen, Teerpappen, Dichtungsbahnen, Metallbändern(-folien), Kunststoff-Folien, bituminösen Spachtelmassen (z. B. Asphaltmastix).

  • Dacheindeckung

    siehe Dachdeckung.

  • Dachfirst

    siehe First

  • Dachfläche

    Die durch die Dachhaut gebildete Oberfläche gleicher Neigung eines Daches. Sie stellt bei Flach- und Pultdächern die Gesamtfläche, bei Satteldächern und dgl. eine Einzelfläche des Daches dar.

  • Dachflächenfenster

    Fenster, das in einer Dachfläche eingebaut werden kann, lieferbar in unterschiedlichen Größen und passend für die verschiedenen Dacheinde-ckungen, meist als Schwingfenster.

  • Dachform

    Man unterscheidet zwischen Flach- und Steildächern, letztere in verschiedenen Ausbildungen (Zeichnung).

  • Dachfuß

    Unterster Punkt der Dachkonstruktion eines geneigten Daches.

  • Dachgaube

    siehe Gaube

  • Dachgesims

    siehe Gesims

  • Dachgully

    siehe Ablauf

  • Dachhaken

    Auf die Sparren geschraubte, meist verzinkte eiserne Haken als Halterung für Dachleitern bei Reparaturen oder dgl.

  • Dachhaut

    Äußerste Schicht des Daches (z. B. Dachziegel, Dichtungsbahnen, Blech), die allein oder vornehmlich den Schutz vor Regen, Schnee, Wind usw. darstellt.

  • Dachlatte

    Auf die Sparren genagelte Holzlatten zum Auflegen der Dachziegel. Querschnitt meist 24 x 48 mm oder 30 x 50 mm.

  • Dachneigung

    Schräglage einer Dachfläche, wird in Grad oder Prozent angegeben.

  • Dachpappe

    Dachdeckungsstoff, bestehend aus mit Bitumen oder Teer getränkter Rohfilzpappe, die beiderseitig mit Bitumen bzw. Teer überzogen und mit einer Oberschicht aus Mineralstoffen (z. B. Sand, Splitt) versehen ist.

  • Dachschalung

    Bretterverkleidung der Sparren. Obere Dachschalung als Unterlage für bestimmte Dachdeckungsarten (z. B. Schiefer-, Dachpappendeckung), untere als Träger für Dämmplatten und/oder als Raumabschluss.

  • Dachsparren

    Sparren

  • Dachständer

    1. Pfosten des Dachstuhles.

    2. Pfostenartiges Stahlgestell zur Befestigung elektrischer Stromleitungen (Freileitungen) auf dem Dach. Freileitungen sind im allgemeinen nicht mehr üblich.

  • Dachstuhl

    Tragendes Balkengerüst eines geneigten Daches (Steildach)

  • Dachtraufe

    siehe Traufe

  • Dachziegel

    Aus Ton oder tonigen Massen geformter und gebrannter Ziegel als schuppenartiger Dachdeckungsstoff für geneigte Dächer als Flachziegel (z. B. Biberschwanz), Hohlziegel (z. B. Mönch und Nonne, Hohlpfanne, Krempziegel), Falzziegel (z. B. Römerpfanne, Flachdachpfanne, Falzpfanne) (Zeichnung).

  • Dämmmatte, -platte

    Matten oder Platten unterschiedlicher Dicken und Abmessungen hergestellt aus natürlichen oder künstlichen Dämmstoffen.

  • Dämmstoff

    Natürlicher oder künstlicher Stoff zur Wärme- oder Schalldämmung,

    z. B. Bims, Blähglimmer (Vermiculite), Bläh-ton, Filz, Glasfaser, -wolle, Hartschaum, Holzfaser , – wolle, Kork, Kunststoffschaum, Mineralglas (Perlite), Mineralfaser, -wolle, Schaumglas (Foamglas).

  • Dämmung

    Maßnahmen für den Wärme- oder Schallschutz. Wärmedämmung, Schalldämmung.

  • Dampfdicht

    Eigenschaft eines Stoffes, der für Dampf (Wasserdampf) undurchlässig ist (z. B. Metallfolien, Glas, bestimmte Kunststoffe).

  • Dampfdruck

    Durch die Bildung von Wasserdampf auf dampfdichte Baustoffe (z. B. Anstriche, Abdichtungen) wirkender Druck mit der Folge von Blasenbildung oder Zerreißen, sofern nicht besondere Vorkehrungen zur Möglichkeit eines Druckausgleiches (z. B. punktförmig befestigte Lochpappen bei einem Flachdachaufbau) geschaffen wurden. Er entsteht bei Erwärmung (z. B. Sonneneinstrahlung) von Feuchtigkeit ( Baufeuchtigkeit, Kondenswasser) in den Baustoffen oder – teilen.

  • Dampfdruckausgleichsschicht

    Druckausgleichsschicht

  • Dampfdurchlässig

    Eigenschaft eines Stoffes, der im Gegensatz zu einem dampfdichten den Durchgang von Dampf erm6glicht. Diffusion.

  • Dampfsperre

    Anordnung einer dampfdichten Schicht (z. B. innerhalb eines Dachaufbaues) zur Verhinderung des Eindringens von Wasserdampf ( Kondenswasser) in einen gegen Feuchtigkeit nicht widerstandsfähigen oder bei Feuchtigkeitseinwirkung seine Eigenschaft verlierenden Baustoff (z. B. bestimmte Wärmedämmstoffe).

  • Dauerelastisch

    Elastische Eigenschaft eines Stoffes (z. B. Kautschuk, bestimmte Kunststoffe), die auch nach dauernder Beanspruchung nicht verlorengeht. Verwendung von dauerelastischen Materialien z. B. zum Schließen von Dehnungsfugen.

  • Dauerlüftung

    Anordnung nicht schließbarer Lüftungsöffnungen zur Gewährleistung einer ständigen Lüftung eines Raumes (z. B. innenliegendes Bad/WC, Treppenhaus, Maschinenraum.

  • Dauerplastisch

    Plastische Eigenschaft eines Stoffes, eine Verformung auf Dauer beizubehalten.

  • Deckanstrich

    1. Ein oder mehrere Anstrichschichten, die als oberster Teil eines Anstrichaufbaues die geforderten Oberflächeneigenschaften aufweisen. Die letzte Schicht eines mehrschichtigen Deckanstrichs ist der Fertig- oder Schlußanstrich. Anstrich.

    2. Anstrich mit Anstrichstoff auf Steinkohlenteerpechbasis auf die oberste Lage einer Dachdeckung aus Teerdachpappen.

  • Deckaufstrich

    Oberste, heiß aufgebrachte Schicht aus Bitumen oder Steinkohlenteerpech auf die darunterliegenden Schichten einer Abdichtung.

  • Deckenablauf

    Ablauf, geeignet zum Einbau in Decken.

  • Deckenhaken

    In der Decke befestigter Haken z. B. zum Aufhängen der Beleuchtungskörper.

  • Deckfurnier, Deck

    Oberstes, Sichtfläche bildendes Furnier.

  • Dehnfuge, Dehnungsfuge

    Bewegungsfuge, die Längenänderungen durch sie getrennter Bauteile infolge Temperaturschwankungen, Schwinden, Quellen oder dgl. ermöglicht.

  • Dehnungsbogen, Dehnungsschleife

    Innerhalb einer Rohrinstallation (z. B. Heizungsleitung) angeordneter Bogen, der eine Dehnung des Rohres infolge Erwärmung ermöglicht. Nur bei großen Leitungslängen erforderlich.

  • Detail

    Ausbildung der Einzelheit eines Bauteiles, ihre Festlegung erfolgt im allgemeinen durch zeichnerische Darstellung in größerem Maßstab.

  • Dichtungsbahn

    Wasserdichtes Bahnenmaterial für die Abdichtung von Bauwerken, bestehend aus einer Einlage aus getränkter Rohfilzpappe, Jutegewebe, Glasfasergewebe, Metallfolie oder Kunststoffolie mit beiderseitigen Deckschichten aus Bitumen oder Steinkohlenteersonderpech.

  • Dichtungsmittel

    Stoff als Zusatzmittel für Mörtel oder Beton mit einer dichtenden Wirkung gegenüber dem Eindringen von Wasser.

  • Dichtungsschlämme

    Mischung aus Zement, Quarzsand und chemischen Mitteln, die zähflüssig auf die Oberfläche von Beton oder Mörtel zur Sperrung gegen Eindringen von Wasser aufgebracht wird.

  • Dickformat

    Abmessung eines Mauersteins L x B x H = 240 x 115 x 113 mm, Dünnformat, Normalformat.

  • Dickglas

    Tafelglas mit einer Dicke von 4,5 – 6,5 mm, überdick von 7,5 – 13,0 mm.

  • Differenztreppe

    Treppe oder Treppenteil zur Überwindung geringer Höhenunterschiede.

  • Diffusion

    Durchgang von Dampf oder Gasen durch Stoffe. In der Bautechnik kann es notwendig sein, für bestimmte Bauteile diffusionsfähige Baustoffe einzusetzen, um den Durchgang von Wasserdampf zur Vermeidung von Schäden (Dampfdruck) zu ermöglichen.

  • DIN-Normen

    Die vom Deutschen Normenausschuss aufgestellten Festlegungen von Regeln für z. B. Baustoffe und die Ausführung von Bauleistungen.

  • Dispersion, Dispersionsfarbe

    Anstrichstoff für Putz, Beton oder Mauerwerk bestehend aus einer Mischung (Verteilung) von festen oder flüssigen Bindemitteln (z. B. Öl, Kunststoff) mit (in) einer Flüssigkeit (z. B. Wasser).

  • Dollen

    Bolzen oder starker Dübel zur Verankerung oder Verbindung von Bauteilen bzw. unverschiedlichen Sicherung von Holzverbindungen.

  • Doppel-T-Träger

    Stahlprofil oder Trägermit I-förmigem Querschnitt.

  • Doppeldeckung

    Art der Anordnung von ebenen Ziegeln (Biberschwanz, Schindel) oder Platten aus z. B. Stein, Schiefer, bei Dacheindeckungen oder Wandverkleidungen. Durch weite Überlappung des Deckungsmaterials (mindestens der halben Höhe) und Verlegung im Verband entsteht eine doppelte Deckungslage, die gegenüber der einfachen Deckung eine erhöhte Dichtung darstellt (Zeichnung).

  • Doppelfenster

    Zwei in einer Maueröffnung hintereinander zu einer Einheit angeordnete Einfachfenster.

  • Dorn

    Dünner Bolzen, Metallstift.

  • Dosiergerät

    Anlagenteil innerhalb einer Wasseraufbereitungsanlage (Enthärtungsanlage), durch das die Zugabe von Chemikalien zum Wasser erfolgt und geregelt wird.

  • Draht-Verbund-Sicherheitsglas, Stahlfaden-Verbund-Sicherheitsglas

    Verbund-Sicherheitsglas mit einer Einbettung von dünnen Stahldrähten bzw. Stahlfäden in die Verbund-Zwischenschicht in paralleler Anordnung oder rechtwinklig oder diagonal gekreuzt. Bei einbruchhemmendem Verbund-Sicherheitsglas mit Alarm-Drahteinlage erhalten feine Kupfer- oder Bronzedrähte einen Stromanschluss.

  • Drahtglas

    Gußglas mit einer Einlage aus Draht als punktgeschweißtes Netz, viereckiges Gewebe oder sechseckiges Geflecht. Die Drahteinlage bewirkt höhere Widerstandsfähigkeit des Glases gegen Feuer, sie ist splitterbindend und gewährt somit Schutz gegen Verletzungen bzw. Beschädigungen.

  • Drahtornamentglas

    Ornamentglas in der Ausführung als Drahtglas.

  • Drahtputzdecke, Rabitzdecke

    Leichte Trennwand mit beiderseitigem Putz auf einem verzinkten Drahtgewebe (Rabitzgewebe), das mit Rundstahl ausgesteift wird.

  • Drahtspiegelglas

    Beiderseitig geschliffenes und poliertes Drahtglas, als poliertes Chauvel-Drahtglas mit parallel im Abstand von 5 cm verlaufenden Drähten.

  • Drahtziegelgewebe, Ziegelrabitz

    Drahtgewebe mit eingebrannten Ziegeltonkörpern, wird als Putzträger auf Bauteilen aus Holz oder Stahl verwendet.

  • Drainage

    Drainierung Dränage

  • Dränage, Dränung

    Entwässerung nasser Bodenschichten durch Anordnung von Leitungen und/ oder Gräben im Erdreich, die das Wasser sammeln und in einen Abwasserkanal, eine Sickergrube, einen Vorfluter oder dgl. abführen. Der Zulauf des Wassers erfolgt über Sickerpackungen aus durchlässigem Material wie Kies, künstlichen Steinen mit großem Porengehalt oder dgl. Dränagen sind erforderlich, wenn z. B. bindige Böden Niederschlagswasser nicht in genügendem Maße aufnehmen können oder Wasser wasserführender Bodenschichten oder Hangwasser auf der Bergseite eines Gebäudes auf dieses einwirkt und es gefährdet (Zeichnung).

  • Dränrohr

    Rohr aus Ton, Beton oder Kunststoff für die Verwendung als Dränageleitung. Die Aufnahme des Wassers erfolgt über wasserdurchlässige, gelochte oder geschlitzte Wandungen oder die Stöße der einzelnen Rohrstücke (Zeichnung).

  • Drehfenster, -flügel

    Fensterflügel

  • Drehkippfenster, -flügel

    Fensterflügel

  • Dreikammerstein

    Hohlblockstein mit drei Hohlräumen (Kammern) parallel jeder Längsseite.

  • Dreikantleiste

    Dreiecksförmige Holzleiste. Wird im Betonbau zum Abschrägen (Brechen) von Kanten und zur Ausbildung von Wassernasen verwendet.

  • Dreilagig

    Dreifacher Schichtenaufbau z. B. einer Abdichtung oder eines Putzes, wobei die einzelnen Lagen getrennt nacheinander aufgebracht werden.

  • Dreipolig

    Anschlussmöglichkeit von drei Adern bei elektrischen Teilen, z. B. Steckdose.

  • Dreispänner

    Mehrfamilienwohnhaus mit drei Wohnungen je Geschoss an einem Treppenhaus.

  • Drempel

    Außenwand bzw. Höhe (Kniestock) eines Dachraumes zwischen oberster Geschoßdecke und dem zur Vergrößerung des Dachraumes angehobenen Dachfuß.

  • Drosselklappe

    Verstellbare oder selbsttätige Klappe in Rohrleitungen bzw. im Rauchrohr einer Feuerstätte zur Regulierung (Verminderung) des Durchganges von Dampf oder Gasen, bei Feuerstätten wird hierdurch der Auftrieb im Schornstein beeinflusst.

  • Druckausgleichsschicht

    Schicht unter der Dampfsperre einer Dachabdichtung, bestehend z. B. aus einer punktförmig aufgeklebten Lochpappe mit Anschluss an die Außenluft am Dachrand oder an Entlüfter, um ein Entweichen von Wasserdampf (Dampfdruck) zu ermöglichen.

  • Drückendes Wasser

    Wasser, das durch Bestreben des Anstiegs oder durch Stauung Druck auf ein Bauwerk oder Bauteil ausübt, z. B. Grundwasser, Schichtenwasser, drü-ckendes Hangwasser.

    siehe auch Abdichtung.

  • Druckerhöhungsanlage

    Einrichtung, die durch Anordnung von Druckpumpen innerhalb der Wasserinstallation bei niedrigem Wasserdruck oder Versorgung von Hochhäusern den erforderlichen Druck erzeugt.

  • Druckfestigkeit

    Größte Krafteinwirkung auf einen Körper, ohne dass er unter Druck zu Bruch geht. Die Druckfestigkeit wird als Belastung (z. B. kp, kN) pro cm² angegeben.

  • Druckgurt

    Teil eines Trägers oder tragenden Bauteils, der die Druckspannungen aus einer Belastung aufnimmt.

  • Druckregler

    Vorrichtung zur Aufrechterhaltung oder Begrenzung eines Druckes in einer Anlage (z. B. Heizungsanlage).

  • Druckspeicher

    siehe Heißwasserspeicher.

  • Dübel

    1. Verbindungs- oder Verankerungsmittel aus Holz, Metall oder Kunststoff, zumeist stabförmig ( Dollen), für den Holzbau auch teller- oder krallenförnig.

    2. Element aus Metall oder Kunststoff zur Befestigung von Schrauben oder Haken in Mauerwerk oder Beton. Er wird in ein Dübelloch eingelassen und erhält beim Eindringen des Befestigungsmittels durch Pressung oder Spreizung einen absolut festen Halt im Bauteil.

  • Dübelstein

    Aus Zement, Sägemehl und Wasser hergestellter nagelbarer Stein zum Einsetzen in Mauerwerk oder Beton. Verwendung für die Befestigung von Türfuttern, Sockelleisten etc.

  • Dünnbettverfahren

    Verlegungsart von Fliesen in Klebetechnik anstelle eines Mörtelbettes. Voraussetzung ist ein ebenflächiger Untergrund (z. B. Putz, glatter Beton).

  • Dünnformat

    (DF) Abmessung eines Mauersteins L x B x H = 240 x 115 x 52 mm. Dickformat, Normalformat

  • Dunstrohr

    Entlüftungsrohr von Entwässerungsleitungen, wird als Verlängerung der Falleitung über Dach geführt. Es hat neben der Entlüftung der Entwässerungsanlage die Aufgabe zu erfüllen, bei einem Sog schnell abfließenden Abwassers entstehenden Unterdruck durch nachströmende Luft auszugleichen und damit ein Leersaugen des Geruchverschlusses zu verhindern.

  • Dunstrohrziegel

    Speziell geformter Dachziegel zum Ein- bzw. Durchführen des Dunstrohres.

  • Durchbiegung

    Senkung eines tragenden Bauteiles (z. B. Balken, Träger , Deckel) zwischen den Auflagern infolge Belastung. Die zulässige Durchbiegung ist nach DIN festgelegt und bestimmt u. a. die Bemessung von tragenden Querschnitten.

  • Durchbruch

    Vorgesehene oder nachträglich hergestellte Aussparung. WD = Wand-, DD = Deckendurchbruch als übliche Abkürzung in Bauzeichnungen.

  • Durchgangshöhe, Kopfhöhe

    Lichtes senkrechtes Maß zwischen einem unteren und einem oberen Bauteil (z. B. Treppenläufen), das einen aufrechten Durchgang gestattet. In der Regel mindestens 2.00 m.

  • Durchlauferhitzer

    Heiß- oder Warmwasserbereiter für den unmittelbaren Gebrauch durch Erwärmen des Wassers während des Durchflusses durch elektrischen Strom oder Gas oder in einer Durchflussbatterie innerhalb eines Heizkessels. Durchlauferhitzer sind geschlossene, unter Druck stehende Geräte und können beliebig viele Entnahmestellen versorgen.

  • Durchlaufträger

    Träger mit mehr als zwei Auflagern im Gegensatz zum Träger auf zwei Stützen.

  • Duroplaste

    In der Regel harte, bis zur Zersetzungstemperatur starre Kunststoffe mit hoher mechanischer Festigkeit.

  • Eckabzweig

    Formstück für eine Entwässerungsleitung mit einer Abzweigung unter einem Winkel von ca. 90° für den Anschluss einer Stichleitung.

  • Eckschutzleiste, -schiene.

    Winkelförmiges Profil aus verzinktem Stahlblech oder Kunststoff zum Einbau in den Putz als Schutz einer Ecke. Anordnung auf die gesamte Raumhöhe oder bis zu einer Höhe von ca. 1,50-1,80m

  • Eckventil

    Ventil zum Sperren des Durchflusses in einer Leitung. Anordnung

    z. B. in der Wasserzuleitung an einzeInen Sanitärgegenständen (z. B. Waschbecken, WC), um bei Reparaturarbeiten oder dgl. nicht die gesamte Wasserinstallation an der Verteilung absperren zu müssen.

  • Edelputz

    Fabrikmäßig hergestellte Putzmörtel aus bestimmten BindemitteIn und Zuschlagstoffen, deren Zusammensetzung einheitliche Qualität und einheitliches Aussehen garantiert.

  • Einbauleuchte

    Beleuchtungskörper für den Einbau z. B. in abgehängte Decken. Je nach Ausführung für flächenbündigen Einbau oder mit Überstand der Leuchtenabdeckung.

  • Einbauschrank

    In einer Nische oder zwischen Wänden und Decken fest eingebauter Schrank, der entsprechend den vorhandenen oder geplanten Maßen hergestellt, oder bei Verwendung von Teilen oder Schränken fester Abmessungen mit Hilfe von Blenden oder dgl. in die Öffnung eingepasst wird.

  • Einfachfenster

    Fenster mit einer einfachen Verglasung (eine Glasscheibe) im Gegensatz zum Doppelfenster, Fenster mit Isolierverglasung Verbundfenster.

  • Einfriedung, Einfriedigung

    Umzäunung eines Grundstückes mit Mauern, Zäunen, Hecken oder dgl.

  • Einheitspreis

    Preis für eine Leistung bezogen auf eine bestimmte Einheit, z. B. pro Stück, qm, m oder dgl. Die Vergütung einer Bauleistung wird nach den Einheitspreisen des Angebotes und den tatsächlich ausgeführten Einzelleistungen berechnet, wenn nicht eine Pauschalvergütung oder ähnliches vereinbart wurde.

  • Einkornbeton

    Beton mit einem Zuschlagstoff möglichst gleicher Korngröße. Aufgrund seines hohen Anteiles an Hohlräumen wird er u. a. als Sickerpackung bei Dränagen oder dgl. verwendet. Manche Arten von Leichtbeton sind Einkornbeton.

  • Einlauf

    Bezeichnung für den Zutritt des Wassers an Sanitärgegenständen (Waschbecken, Badewanne, WC und dgl.).

  • Einlaufblech, Traufblech, Scharblech

    Ein als Übergangsstück zwischen Dachdeckung und Dachrinne angeordneter Blechstreifen, der auf der Traufbohle befestigt in die Dachrinne hineinragt. Es wird bei geringeren Dachüberständen zum Schutz der Fassade und des Dachfußes vorgesehen.

  • Einleimer

    Eine zwischen den Deckfurnieren eines Holzwerkstückes eingeleimte Holzleiste als Randverstärkung bzw. stirnseitige Abdeckung von Tischler-, Spanplatten oder dgl.

  • Einlochbatterie

    Standbatterie, bei der die Zuleitungen des kalten und warmen Wassers durch ein gemeinsames Loch im Waschbecken in die Armatur führen.

  • Einreiber

    Einfacher Verschluss bei Fenstern, Türen, Möbelstücken in Form einer im beweglichen Teil drehbar angeordneten Zunge, die beim Verschließen in eine Öffnung im Rahmenholz oder im feststehenden Teil eingreift.

  • Einrohrheizung

    Installationssystem einer Zentralheizung, bei der im Heizkreis keine Trennung von Vor- und Rücklauf erfolgt.

  • Einscheiben-Sicherheitsglas

    Kristallspiegelglas, das durch eine Spezialwärmebehandlung vorgespannt und dadurch elastisch, bruchfest, verwindungsfähig, temperaturunempfindlich und splitterfrei wird. Sicherheitsglas, Verbund-Sicherheits-glas.

  • Einschubtreppe

    Platzsparende Treppe in leiterartiger Konstruktion aus Holz oder Metall, die im unbenutzten Zustand in einen über ihr liegenden Raum (zumeist Dachraum) eingeschoben ist und zur Benutzung herausgezogen wird. Die ein- oder mehrteilige Treppe ist durch einen Rahmen mit unterseitiger Klappe in die Decke eingebaut und wird auf Führungsschienen oder Gleitlagern bewegt.

  • Einspänner

    Mehrfamilienwohnhaus mit einer Wohnung je Geschoss an einem Treppenhaus.

  • Einsteckschloss

    Türschloss, das in das Türblatt durch Einstecken in eine vorgerichtete Ausnehmung eingebaut wird.

  • Einstemmband

    Fischband

  • Elastisch

    Eigenschaft eines Stoffes, bei einer Krafteinwirkung seine Form zu verändern und nach Beendigung der Einwirkung seine ursprüngliche Form wieder einzunehmen. Wichtige Eigenschaft für Dichtstoffe zur Dichtung von Dehnungsfugen.

  • Elastomere

    Natürliche oder künstlich hergestellte polymere Werkstoffe (z. B. Naturkautschuk, Silikonkautschuk, Polysulfid) mit gummielastischen Eigenschaften, die als Rohstoffe zur Herstellung von Dichtstoffen für Fugendichtungen, Versiegelungen, Fugenbänder und dgl. dienen.

  • Elastoplastisch

    Elastische und plastische Eigenschaft eines Stoffes.

  • Elektroinstallation

    Bauleistung bestehend aus Verlegen, Montieren und Anschließen der Stark- und Schwachstromleitungen, Beleuchtungskörper und elektrischen Geräte und Anlagen.

  • Elektrostatische Aufladung

    Eigenschaft von Kunststoffen mit hohem elektrischen Isoliervermögen (z. B. Kunststoffbeschichtungen auf Möbeln, Bodenbeläge aus Kunststoff, Teppichböden aus Kunstfasern), die sich in einer Anziehungskraft (z. B. von Staub) oder nach Reibung (z. B. Begehen, Rutschen) und Berühren metallischer Gegenstände in einer Spannungsentladung äußert. Verhinderung durch Aufbringen antistatischer Mittel oder z. B. Metallfadeneinlagen in Kunstfaserteppichen.

  • Eloxal, Eloxierung

    Herstellen oder Verstärken einer Oxydationsschicht durch Elektrolyse, insbesondere bei Aluminium. Die Eloxierung dient dem Schutz der Oberfläche und durch Beigabe von Farbstoffen oder Metallsalzen ihrer Farbgebung.

  • Engobe, engobiert

    Eingebrannter Überzug aus eingefärbter Tonschlämme auf z. B. Dachziegeln zur Farbgebung und Erzielung einer gleichmäßigen und dichten Oberfläche.

  • Entflammbar

    Unterscheidung der Eigenschaft brennbarer Baustoffe im Hinblick auf die Widerstandsfähigkeit gegen Feuer als schwer, normal oder leicht entflammbar. Die Klassifizierung der Stoffe ist in DlN 4102 erfolgt.

  • Entgraten

    Das Entfernen von Bearbeitungsrauhigkeiten bei Metallen.

  • Enthärtungsanlage

    Anlage zur Verringung der Härte des Wassers (Gehalt an Kalzium).

  • Entleerungshahn, -ventil

    Vorrichtung zum Entleeren von z. B. Wasserleitungen oder Heizleitungen. Ihre Anordnung ist erforderlich, um zu Reparaturzwecken, bei Frostgefahr oder dgl. das in den Leitungen stehende Wasser nach dem Absperren des Zuflusses ablassen zu können.

  • Entlüfter

    1. Bauelemente zum Einbau in eine Dachabdichtung mit Anschluss an die Druckausgleichsschicht, zumeist in der Form von Rohrstutzen mit Kleberand und gelochter oder geschlitzter Abdeckkappe aus Blech oder Kunststoff.

    2. Rohrentlüfter.

    3. Verschraubung mit Schlüsselverschluss oder selbsttätigem Entlüftungsventil am Ende eines Heizkörpers zum Entweichen eingeschlossener Luft im Heizungssystem.

  • Entlüftungsziegel

    Speziell geformter Dachziegel mit Lüftungsöffnungen zur Entlüftung des Dachraumes oder zum Anschluss eines Dunstrohres Dunstrohrziegel.

  • Entwässerung

    Das Ableiten von Schmutzwasser, Niederschlagswasser und/oder Dränagewasser (siehe Dränage) in den Abwasserkanal, Klär – oder Sickergruben oder Vorfluter (Zeichnung).

  • Entwässerungsleitung

    Abwasserleitung

  • Epoxidharz

    Künstliche Harzverbindung mit außerordentlich hohem Haftungs- und Klebvermögen. Verwendung als Kleber, mit Lösungsmittel verdünnt zur Versiegelung von Flächen, als Bindemittelzusatz für Mörtel, Estrich, Beton, Lacke.

  • Erdarbeiten

    Abtrag, Aushub, Auffüllung, Aufschüttung von Erdreich. Die Erdarbeiten sind Teil der Rohbauarbeiten.

  • Erddruck

    Die Kraft, die das Erdreich auf Bauteile (z. B. Wände) unter Gelände oder bei Anschüttungen ausübt. Die Größe des Erddruckes ist abhängig von der Bodenart, der Höhe des anstehenden Erdreichs und der Neigung des beanspruchten Bauteils zur Lotrechten. Der Erddruck bestimmt u. a. die Bemessung eines durch ihn beanspruchten Bauteils.

  • Erdtank

    Im Erdreich verlegter Behälter zur Lagerung von z. B. HeizöI im Gegensatz zu Kellertanks. An Erdtanks werden besondere Anforderungen gegen Auslaufen gestellt, sie sind deshalb zumeist doppelwandig und an ein Leckanzeigegerät angeschlossen

  • Erdung

    rbindung leitfähiger Anlagenteile (z. B. Blitzschutz-, Antennen-, Fernmeldeanlage, Gas-, Wasser-, Heizungsinstallation) mit dem Erdreich zum Schutz gegen gefährliche Berührungsspannungen infolge z. B. schadhafter Isolierungen. Die Erdung erfolgt durch Anschluss an die Potenzialausgleichsschiene, die mit dem Banderder verbunden ist.

  • Estrich

    Fußbodenschicht als Nutzboden oder als Unterlage für einen Bodenbelag bestehend aus dem Gemisch von Bindemittel, Zuschlagstoffen und Wasser , nach der Art des Bindemittels als Zementestrich, Anhydritestrich, Gipsestrich.

  • Etagenbogen

    Doppelbogen bzw. s-förmige Verlegung einer senkrechten Rohrleitung mit Hilfe von Formstücken zur Herstellung eines Versprunges in der Lotrechten, meistens in Anpassung an bauliche Gegebenheiten.

  • Expandierter Kork

    Durch Erhitzen in seinem Volumen vergrößerter Kork mit guten Eigenschaften zur Wärmedämmung.

  • Expansionsgefäß

    Ausdehnungsgefäß

  • Extrudierter Hartschaum

    Hartschaum, der aufgrund einer geschlossenen Zellstruktur mit beidseitig glatten und geschlossenen Oberflächen unempfindlich gegen Wasser ist. Verwendung z. B. als Dämmstoff beim Umkehrdach.

  • Fachwerk

    1. ebenes oder räumliches Tragwerk aus einzelnen Stäben in Stahl, Holz, Leichtmetall oder Stahlbeton, die an Knotenpunkten miteinander verbunden sind.

    2. Bezeichnung für den traditionellen Holzskelettbau.

  • Fachwerkbinder, – träger

    Als Fachwerk ausgebildeter Träger für große Spannweiten.

  • Falle

    Verschlusskeil eines Schlosses, der in das Schließblech eingreift und durch den Drücker, beim Wechselschloss auch durch den Schlüssel bewegt wird.

  • Falleitung, -rohr

    Senkrechte Abwasserleitung mit Entlüftung (siehe Dunstrohr) über Dach (Zeichnung).

  • Faltwand

    Bewegliche Wand zur wahl- bzw. zeitweisen Unterteilung eines Raumes, bestehend aus schmalen durch Bänder oder Spezialbeschläge miteinander verbundenen Teilen, die in oberen und evtl. auch unteren Führungen zur Seite verschoben werden können.

  • Faltwerk

    Tragwerk aus einer gefalteten Stahlbetonplatte, die ohne weitere Tragglieder wie Balken, Träger oder dgl. große Flächen stützenfrei überspannt.

  • Falz

    1. ein- oder mehrfache Ausnehmung (Ausschnitt) an den Kanten eines Bauteiles oder Werkstückes als Anschlag, Überlappung oder dgl.

    2. ein- oder mehrfache Umbördelung der Blechränder einzelner Blechbahnen zum gegenseitigen Verbinden als liegender (waagrechte Stöße) oder stehender Falz (Anordnung parallel zur Ablaufrichtung des Wassers). Der Falz ermöglicht gleichzeitig die witterungsbedingten (Sonneneinstrahlung) Dehnungen der einzelnen Blechbahnen.

  • Falzziegel

    Ebene oder gekrümmte Dachziegel mit einfachen oder doppelten rillenartigen Fälzen an den Längs- oder Längs- und Kopfseiten zum Ineinandergreifen der einzelnen Dachziegel, so daß trotz geringer Überdeckung und ohne Mörtel eine hohe Dichtigkeit der Dachdeckung erzielt wird ( Zeichnung).

  • Fase

    Abgeschrägte Kante an einem Bauteil oder Werkstück, um scharfe Kanten und die Gefahr des Absplitterns oder Abbröckelns zu vermeiden.

  • Faserdämmstoff

    Dämmstoff aus durch Schmelze gewonnenen mineralischen Fasern (z. B. Glasfaser, Steinwolle) oder aus Pflanzenfasern (z. B. Holzfaser, Kokosfaser, Seegras).

  • Fäule

    Pilzkrankheit des Holzes, die sich in einer Verfärbung und je nach Art in einer Zerstörung des Holzes äußert. Ein Schutz gegen Fäule erfolgt durch Behandlung mit fungiziden Holzschutzmitteln.

  • Feder

    Schmale Leiste oder stegartige Wulst auf einer Seite zum fugenlosen Zusammenfügen von genuteten Bauteilen oder Werkstücken (z. B. Bretter, Platten). Nut.

  • Fehlboden

    Zwischenboden innerhalb einer Holzbalkendecke aus einfachen Brettern (Schwarten) als Trägerlage für das Füllmaterial (z. B. mineralische Schüttungen).

  • Feinputz

    Dünner, im Mittel 3 mm starker einlagiger Putzauftrag, bei mehrlagigem Putz der alle Rauhheiten ausgleichende Oberputz.

  • Fensteranschlag

    siehe Anschlag

  • Fensterbeschlag

    Beschlag zum Öffnen, Schließen und Bewegen eines Fensters.

  • Fensterbrüstung

    Wandteil in der Breite der Fensteröffnung zwischen Fußboden und Fensterunterkante oder unterer fester Teil eines bis zum Fußboden reichenden Fensterelementes.

  • Fensterflügel

    Der bewegliche Teil eines Fensters, je nach Öffnungsart als Drehflügel, Drehkippflügel, Klappflügel, Schwingflügel, Wendeflügel.

  • Fenstergewände

    siehe Gewände

  • Fensterglas

    Tafelglas der Dicke 1,8 bis 3,8 mm.

  • Fensterleibung, -laibung

    siehe Leibung

  • Fensterrahmen

    Tragender Teil des Fensters, der an den angrenzenden Bauteilen befestigt wird und an den die Fensterflügel angeschlagen werden. Blendrahmen, Blockrahmen.

  • Fenstersturz

    Sturz über einer Fensteröffnung.

  • Fenstertür

    Verglaste Tür (z. B. Balkon-, Terrassentür), bestehend aus Rahmen und Flügel als Dreh-, Drehkipp-, Schiebe- bzw. Hebetür.

  • Fertigbauteil, Fertigteil

    Bauteile aus einem oder mehreren Bau- oder Werkstoffen, die serienmäßig oder zumindest in größerer Stückzahl in entsprechenden Betrieben oder Werken für den Einbau auf der Baustelle gefertigt werden und als komplette Einheit verschiedene Bauleistungen enthalten können, wie z. B. Wandbauteile mit eingebauten Installationen, fertiger Oberflache und dgl.

  • Fertigbeton

    siehe Transportbeton.

  • Feststeller

    Vorrichtung an z. B. Fenstern, Türen, Toren oder eingebaut in Bodentürschließern zur Arretierung in einer bestimmten oder beliebigen geöffneten Stellung.

  • Festverglasung

    In eine Öffnung oder einen Rahmen eingesetzte nicht öffenbare Verglasung.

  • Fettabscheider

    Abscheider

  • Feuchtigkeit

    1. Feuchtigkeit in den Baustoffen ( Baufeuchtigkeit).

    2. Seitliche Feuchtigkeit, die auf Bauteile im Erdreich einwirkt.

    3. Aufsteigende Feuchtigkeit, die aus dem Erdreich oder durch Spritzwasser im So-ckelbereich infolge Kapillarwirkung in den Bauteilen aufsteigt.

  • Feuchtigkeitsabdichtung

    Abdichtung gegen seitliche Feuchtigkeit durch z. B. Bitumenanstrich auf Bauteile im Erdreich, gegen aufsteigende Feuchtigkeit durch Anordnung von Sperrschichten.

  • Feuchtigkeitsgehalt

    In Prozent angegebene Feuchtigkeitsmenge in einem Baustoff, z. B. darf Bauholz im Hochbau nur im tro-

    ckenen Zustand (mittlerer Feuchtigkeits-gehalt höchstens 20 %) eingebaut werden (Ausnahme: Kantholz, Latten, Baurundholz).

  • Feuerbeständig

    siehe Feuerwiderstandsklasse

  • Feuerhemmend

    Feuerwiderstandsklasse.

  • Feuerschutztür

    siehe Brandschutztür

  • Feuerungsanlage

    Anlage bestehend aus Feuerstätte (Heizkessel, Ofen), Verbindungsstück (Rauchrohr, Fuchs) und Schornstein.

  • Feuerverzinkung

    siehe Verzinkung

  • Feuerwiderstandsklasse

    Klassifizierung der Dauer der Widerstandsfähigkeit eines Bauteiles gegen die Einwirkung von Feuer in bezug auf seine Tragfähigkeit bzw. Standfestigkeit.

  • FIächengründung

    Gründung eines Bauwerkes mittels einer Fundamentplatte, die u. U. die Größe der Grundfläche des Bauwerks besitzt, bei z. B. niedriger Bodenpressung, hoher Flächenbelastung.

  • First

    Waagerechte Oberkante einer geneigten Dachfläche oder waagerechte Schnittlinie zweier zusammentreffender Dachflächen (Zeichnung).

  • Firsthöhe

    Höhe des Firstes über Gelände. Baurechtlich wird die Bezugshöhe (zumeist Straßenhöhe) in den Bebauungsplänen oder Bauvorschriften festgelegt (Zeichnung).

  • Firstpfette

    Mittig unter dem First liegende Pfette (Zeichnung).

  • Fischband, Fitschband

    Band als Bau- und Möbelbeschlag, dessen Lappen in eine eingestemmte oder ausgefräste Ausnehmung des Werkstückes versenkt und angeschraubt werden.

  • Fitting

    Verbindungs-, Paß- oder Anschlußstück für Stahlgewinderohre.

  • Flachdach

    ch mit einer Neigung der Dachfläche unter 25°. Im Sprachgebrauch wird unter einem Flachdach jedoch das Dach mit einer Neigung unter 3° verstanden, das wegen des geringen Gefälles nicht mehr z. B. mit WeIlplatten gedeckt werden kann, sondern eine Dachdichtung erhalten muss.

  • Flachdachaufbau

    Schichtenfolge der bautechnischen und bauphysikalischen Ausbildung eines Flachdaches, die sich von unten nach oben aufteilt in die Funktionen: Tragen, Dämmen und Dichten.

  • Flachdachpfanne

    Als Pfanne ausgebildeter Falzziegel für Dachneigungen über 18°.

  • Flachspülklosett

    Wasserklosett mit flachem Becken und getrenntem Geruchverschluß im Gegensatz zum Tiefspülklosett.

  • Flansch

    Bei Rohren, Profilen oder Einbauteilen aus Stahl, Gußeisen, Blech oder Kunststoff senkrecht zur Wandung oder Profilfläche angebrachter Kragen oder Steg

    – ggf. mit Bohrungen (Rohrflansch) – zum Verbinden untereinander mittels Schrauben oder Schweißung oder zum Anschließen einer Abdichtung.

  • Flaschensiphon

    Geruchsverschluß bestimmter Bauart, zumeist für Abflussleitungen von Waschbecken.

  • Fliese

    Wand- oder Bodenplatte kleinerer Abmessung aus Keramik, Glas oder Kunststoff.

  • Fluatierung

    Behandlung der Oberflächen von z. B. Beton, Natur- oder Kunststein, Putz, Anstrichen mit Fluaten zum Absperren oder zur Härtung.

  • Flußstahlrohr

    Stahlrohr (in der Regel in schwarzer Ausführung) für die Verwendung z. B. als Heizungsrohr.

  • Foamglas

    Fabrikatbezeichnung eines Dämmstoffes aus Schaumglas.

  • Folie

    Kunststoffbahn (PVC-Folie, PE-Folie), die in verschiedenen Stärken und Zusammensetzungen mit Füllstoffen nackt oder kaschiert als Dichtungsbahn, Trennlage, zur Abdeckung usw. verwendetwird.

  • Formfliese

    Für eine bestimmte Verwendung geformte Fliese, z. B. Innenecke, Außenecke, Rinne, Seifenschale.

  • Formstein

    Für bestimmte Verwendung geformte Mauerziegel, z. B. Lüftungsstein, Kaminformstein, First-/ Gratstein.

  • Formstück

    Werkstück für Rohrleitungen oder Kanäle wie z. B. Abzweig, Bogen, Anschlußstück, Übergangsstück.

  • Formziegel

    Für bestimmte Verwendung geformter Dachziegel, z. B. Firstziegel, Ortgangziegel, Lüftungsziegel.

  • Fortluft

    Die von einer Lüftungsanlage ins Freie beförderte Abluft eines Raumes.

  • Frankfurter Pfanne

    Betondachstein in der Form eines Pfannenziegels.

  • Freitreppe

    Außen an einem Gebäude angeordnete Treppe

  • Freiwange

    Wange an der freien (nicht der Wand zugewandten) Seite einer Treppe.

  • Fries

    1. Bemalter oder mit Reliefs versehener Wandstreifen, meist als Verzierung des Gesimses.

    2. Schmückender Streifen in Vorhängen, Tapeten, Fußböden usw.

    3. Aussteifende oder gestalterische Unterteilung eines Tür- oder Fensterrah­mens durch Anordnung von z. B. senkrechtem-, Mittel-, waagrechtem-, Querfries.

  • Frostgrenze, Frosttiefe

    Je nach Klimagebiet und örtlicher Höhenlage unterschiedliche Tiefe im Erdreich, bis zu der Frosteinwirkung besteht. Die Sohle von Fundamenten oder Leitungen im Erdreich außerhalb von Gebäuden müssen im frostfreien Bereich liegen.

  • Frostschutzmittel

    Zusatzmittel zur Verhinderung des Gefrierens von Beton beim Abbinden während Frost.

  • Frostschutzschicht

    Hohlraumreiche Unterlage (z. B. Kiesschüttungen, Steinpackungen) unter befestigten Flächen im Freien (Hofflächen, Wege, Terrassen) zur Verhinderung des Aufgefrierens.

  • Fuchs

    Rauchkanal einer Feuerungsanlage als Verbindungsstück zwischen Feuerstätte (Heizkessel) und Schornstein.

  • Fuge

    Sichtbarer Zwischenraum zwischen zwei zusammenstoßenden Bauteilen oder -elementen, der durch Fugenmaterial geschlossen wird oder offen bleibt. Man unterscheidet Lagerfuge, Stoßfuge, Dehnungsfuge, Bewegungsfuge, Pressfuge usw.

  • Fugenband

    Band aus Kunststoff oder Gummi zum Abdichten von Bewegungs- und Dehnungsfugen in Bauteilen aus Beton oder Stahlbeton. Es wird innen- oder außenliegend mit einbetoniert.

  • Fugendichtung

    Verschluss einer Fuge gegen das Eindringen oder Austreten von z. B. Wasser, Öl, Gas, Lärm mit bituminösen oder Fugenvergussmassen auf Kunststoffbasis, Fugenbändern, Dämmstoffen und dgl.

  • Fugenfüller

    Material zum Ausfugen.

  • Fühler

    Ein je nach Bestimmung im Freien oder im Raum angeordnetes Gerät als Bestandteil einer Regelanlage zur Erfassung von Temperatur und/oder Feuchte zur Steu-erung der Regel-bzw. Schaltgeräte.

  • Füllkörperdecke

    ckenbauart, bei der entsprechend geformte Hohlblock-, Lochziegelsteine oder dgl. als Schalungskörper einer Stahlbetonrippendecke dienen und als Putzträger in der Decke verbleiben oder als Ausfachung einer Stahlbetonfertigbalkendecke zwischen Fertigträgern verlegt werden.

  • Füllung

    Eingesetzte Tafeln, Platten oder Bretter als Ausfachung der Rahmenfelder bei Holzvertäfelungen oder Rahmentüren.

  • Fundament

    Bauteil eines Bauwerkes, das bis auf den tragfähigen Untergrund in frostfreier Tiefe geführt, die Lasten des Bauwerks in den Baugrund überträgt. Man unterscheidet u. a. Einzel-, Streifen-, Platten-, Köcherfundamente.

  • Fundamenterder

    siehe Banderder

  • Fundamentsohle

    Die unterste Fläche des Fundamentes

  • Fungizid

    Pilztötende Eigenschaft eines Holzschutzmittels.

  • Furnier

    Dünnes, durch Schälen, Messern oder Sägen vom Holzstamm abgetrenntes Blattholz. Verwendung als Deck-, Absperr- oder Blindfurnier.

  • Furnierplatte

    Sperrholz, Tischlerplatte.

  • Fußbodenheizung

    Unter dem Bodenbelag im Fußboden verlegte Elektro- oder Warmwasserheizung. Die Installation erfolgt durch Einbetten einzelner Heizkabel, gitterförmiger Heizmatten bzw. schlangenförmig verlegter Stahl-, Kupfer- oder Kunststoffrohre im Estrich, Unterbeton oder einer mineralischen Schüttung.

  • Fußleiste

    Holzleiste oder Kunststoffpofil zum Abdecken der Fuge zwischen Bodenbelag und Wand.

  • Fußpfette, Fußschwelle

    Am Dachfuß eines Pfettendachs zur Auflagerung der Sparren angeordnete Pfette

  • Fußplatte

    An eine Stahlstütze oder dgl. angeschweißte oder angeschraubte Stahlplatte als Aufstandsfläche und zur Befestigung auf dem Boden.

  • Fußschwelle

    siehe Fußpfette

  • Futter

    1. Verkleidung der Leibung einer Wandöffnung (siehe Türfutter).

    2. Holzstück zwischen zwei, ein Trag- oder Konstruktionsteil bildenden, im Abstand parallelen Holzstäben zu deren Aussteifung und Verbindung.

    3. Flachstahl- oder Blechstück zum Ausfüllen von Hohlräumen usw. in Stahlkonstruktionen.

  • Gabbro

    Körniger, schwarzgrüner Naturstein (Tiefengestein).

  • Galerie

    1. Hochliegender, langgestreckter Raum oder Gang mit Öffnungen auf einer Seite. außen angeordnet, dem Freiraum, im Innern von Gebäuden dem Innenraum zugewandt.
    2. Zwischenebene innerhalb eines hohen Raumes, deren Grundfläche kleiner als die des Raumes ist.

  • Ganzglastür

    Türkonstruktion, deren Türflügel in der Ausbildung als Dreh-, Pendel- oder Schiebetür aus einer Sicherheitsglasscheibe besteht. Der Einbau erfolgt in Zargen, Rahmen oder rahmenlos direkt in die Wandöffnung.

  • Garnitur

    Zu einer Funktionseinheit gehörende Teile, bei der Sanitärinstallation z. B. Einlauf-, Ablauf-, Anschluss-, Brausegarnitur.

  • Gasbeton

    In Betonwerken durch vergasende Treibmittel hergestellter und zu großformatigen Wandbausteinen, Wand- oder Deckenplatten geformter und gehärteter, porenreicher Leichtbeton mit tragenden und wärmedämmenden Eigenschaften.

  • Gaube, Gaupe

    Dachaufbau eines geneigten Daches für die Anordnung eines stehenden Fensters. Je nach Neigung, Form oder Dachdeckung des Daches als Schleppgaupe, stehende Gaupe (Giebelgaupe, Walmgaupe), Fledermausgaupe.

  • Gebälk

    Die Gesamtheit der verlegten Balken einer Holzbalkendecke.

  • Gebinde

    1. Die zum Binder eines Dachstuhls gehörenden Hölzer.

    2. Die einzelne Deckungsreihe bei einer Schiefer- oder Flachziegeldeckung.

  • Gefällebeton

    siehe Aufbeton

  • Gefälzt

    Mit einem Falz versehen

  • Gehrung

    Eckverbindung, bei der die zusammenstoßenden Hölzer, Profile oder dgl. einen schrägen, den Eckwinkel halbierenden Anschnitt erhalten.

  • Geländehöhe

    Höhenangabe bezogen auf NN (Normalnull) als mittlere Höhenlage eines Grundstückes oder bestimmter Punkte auf dem Grundstück.

  • Generalhauptschlüsselanlage

    Zylinder-Schließanlage, bei der ein übergeordneter Schlüssel die verschiedenen Zylinder verschiedener Gruppen ( Hauptschlüsselanlage) schließt. Einsatz: ab mittelgroßen Büro- und Betriebsgebäuden.

  • Geruchverschluss

    Anordnung von s-förmigen Rohrstücken oder sinngemäßen Vorrichtungen in Ablaufleitungen oder von entsprechend geformten Konstruktionen an Sanitär- oder Entwässerungsgegenständen zur Zuruckhaltung einer ständigen Restmenge von Wasser im Ablaufsystem, durch das ein Austreten der übelriechenden Kanalgase verhindert wird.

  • Gesims

    Vorsprung der Dach- oder De-ckenkonstruktion oder ihrer Verkleidung über die Fassade als Regenschutz oder zur Gliederung und Schmückung eines Gebäudes (Sparren-, Dach-, Balken-, Kasten-, Brett-, Steingesims).

  • Gewände

    In die Fenster- oder Türöffnung einer Wand eingesetzter Rahmen aus Natur-, Betonwerkstein oder als Betonfertigteil.

  • Gewölbe

    Gebogene Überdeckung eines Raumes aus Natur-, Ziegelsteinen oder dgl. als z. B. Tonnen-, Kreuz-, Klostergewölbe, Preußische Kappe.

  • Gipsestrich

    Estrich mit Gips als Bindemittel. Eigenschaften: Anhydritestrich.

  • Gipskartonplatte

    Beiderseitig mit Karton kaschierte Gipsplatte in den Stärken 9,5-25 mm. Verwendung als Trockenputzplatte, für abgehängte Decken, Wand- oder Deckenverkleidungen, Feuerschutzummantelungen usw.

  • Gitterrost

    Bauelement zur Abdeckung bzw. Ausfachung von begeh- oder befahrbaren Öffnungen bzw. Konstruktionen, bestehend aus Längs- und Querstäben in Metall oder Kunststoff, die ein Gitter mit quadratischen oder rechteckigen Maschen bilden.

  • Gitterziegel

    Hochlochziegel mit gitterartiger Lochung

  • Glasbaustein

    Hohl- oder Vollkörper aus Pressglas mit glatter oder profilierter Oberfläche in verschiedenen Formen und Abmessungen für Glasbausteinwände und die Verglasung von Wandöffnungen.

  • Glasfalz

    Falz, in den die Scheibe einer Verglasung eingelegt und mit Kitt oder einer Glasleiste gehalten wird.

  • Glasfaser

    Aus Glasschmelze gewonnenes Material für Dämmstoffe in Form von z. B. Glaswolle, Glasfaserplatten oder -matten.

  • Glasleiste

    Im Glasfalz angeordnete glatte oder profilierte Leiste zum Halten der eingesetzten Glasscheibe ( Zeichnung Blendrahmen).

  • Glaswatte, Glaswolle

    Loser oder auf einer Trägerbahn aufgesteppter Dämmstoff aus Glasfaser.

  • Glasziegel

    In den verschiedenen Dachziegelformen gepresster Glaskörper für lichtdurchlässige Deckungsbereiche innerhalb einer Dachfläche aus Dachziegeln oder Betondachsteinen.

  • Glattstrich

    Ca. 2 cm starke Zementmörtelschicht auf einem Betonboden zum Ausgleich von Unebenheiten oder zur Herstellung einer ebenen, glatten Oberfläche.

  • Gleitfuge

    Horizontalfuge zwischen zwei Bauteilen, die durch entsprechende Vorkehrungen (Gleitlager) eine voneinander unabhängige Bewegung der Bauteile ermöglicht

  • Gleitlager

    Gleitende Auflagerung eines Bauteils (z. B. Decke, Balken, Träger) auf Wänden, Stützen, Pfeilern, Fundamenten, um eine Bewegung des aufgelagerten Bauteils (z. B. infolge von Wärmeeinwirkung) ohne Beanspruchung (Rissegefahr) des tragenden Bauteils zu ermöglichen. Die Lagerung erfolgt auf nackten Pappen, Kunststoffplatten, speziellen Gleitlagerfolien oder mittels beweglicher Lagerkonstruktionen (z. B. Rollenlager bei Brücken).

  • Grat

    1. Geneigte Schnittlinie zweier zusammentreffender Dach- oder Gewölbeflächen.
    2. An den Rändern bearbeiteter Metallteile haftende Werkstoffspäne. entgraten.

  • Gratsparren

    Mittig unter dem Grat liegender Sparren, beim Walmdach von einer Gebäudeecke zum First verlaufend.

  • Grenzwertgeber

    Als Abfüllsicherung in Lagerbehälter (z. B. Heizöltank) eingebauter temperaturabhängiger Widerstand, durch den bei maximaler Füllmenge über eine Kabelverbindung eine Absperrvorrichtung am Tankfahrzeug geschlossen wird.

  • Grundanstrich Anstrich, Rostschutz

    Stahlprofil oder Trägermit I-förmigem Querschnitt.

  • Grundbruch

    Wegrutschen des Bodens unter Fundamenten bei zu starker Belastung im Gründungsbereich.

  • Grundleitung

    Unter oder außerhalb von Bauwerken verlegte Abwasserleitung.

  • Gründung

    Anordnung von Fundamenten oder anderen Bauteilen (z. B. Pfählen) zur Abtragung der Lasten eines Bauwerks in den Untergrund.

  • Grundwasserabsenkung

    Absenken der Grundwasseroberfläche im Bereich eines im Grundwasser zu erstellenden Bauwerks während der Bauzeit durch Anordnung von Brunnen, über die das Wasser bis zur notwendigen Absenktiefe durch Pumpen entnommen und in Abwasserkanäle, Vorfluter oder dgl. abgeleitet wird

  • Grundwasserhaltung

    Wasserhaltung

  • Grundwasserwanne

    Ausführung der im Grundwasser befindlichen Umschließungsbauteile eines Bauwerkes in wasserundurchlässigem Beton bzw. Anordnung einer äußeren Wanne aus Stahlbeton/Mauerwerk und einer Abdichtungsschicht zwischen ihr und dem zu schützenden Bauteil.

  • Gruppenschaltung

    Elektrische Schaltung als Zusammenfassung oder Aufteilung in einzelne Gruppen z.B. einer Beleuchtungsanlage

  • Gully

    Ablauf für Hof-, Straßen- oder Dachflächen.

  • Gurt

    1. Oberer oder unterer Längsstab eines Fachwerk-, Vollwandträgers oder Geländers.

    2. Obere oder untere Profilebene eines I-Trägers.

  • Gussasphalt

    siehe Asphaltestrich

  • Gussglas

    siehe Glasarten

  • Haarriss

    Feiner, u. U. kaum auffallender, oft netzartig auftretender Riss in Beton, Mörtel, Steinen oder dgl., hervorgerufen durch z.B. zu hohe Beanspruchung, Schwinden, zu schnelles Abbinden der Bauteile bzw. Baustoffe.

  • Haftbrücke

    Mit flüssigen Haftmitteln hergestellte, chemisch wirksame Schicht zwischen erhärtetem mineralischen Untergrund (z. B. Beton, Stein) und mineralischem Auftrag (z. B. Betonausbesserung, Estrich, Putz) zur Gewährleistung bzw. Erhöhung der Haftung des Auftrages.

  • Haftputz

    Fabrikmäßig hergestellte Gipsputzmörtelmischung für dünnen Putzauftrag auf glatte Oberflächen (z. B. Gipsdielen, glatten Beton).

  • Handlauf

    Seitlich von Treppenläufen an Brüstungen oder Wänden befestigter oder den oberen Abschluss eines Treppengeländers bildender Längsstab zum Umgreifen als Führungshilfe und Halt.

  • Handstrichziegel

    Handgeformter (Einstreichen des Tons in Formen) Mauerziegel mit besandeter oder unbesandeter Oberfläche für Sichtmauerwerk.

  • Hängerinne

    In Rinnenhaltern hängende Dachrinne aus Blech oder Kunststoff.

  • Hängewerk

    Pfettendachkonstruktion für große Stützweiten, bei der der Binderbalken an den Dachständern angehängt wird, die ihrerseits durch Streben auf die Außenwände abgestützt werden.

  • Harmonikatür

    Durch Faltung zusammenschiebbare, in oberer, evtl. auch unterer Führungsschiene gehaltene Tür, deren Traggerüst mit Leder, Textilien oder Kunststoff überspannt ist.

  • Hartbeton

    Beton mit hoher Verschleißfestigkeit der Oberfläche durch Zuschlagstoffe aus Hartgestein, ggf. auch Zusatz von Härtemitteln. Verwendung als Hartbetonestrich oder für Hartbetonplatten für Industrieböden, Garagen und dgl.

  • Hartbrandziegel

    Frühere Bezeichnung für den heutigen Vormauerziegel mit einer Druckfestigkeit von 250 kp/cm2 (VMz 250).

  • Härter

    Der die Verfestigung bewirkende Bestandteil von Klebstoffen, der bei Mehrkomponentenklebern erst kurz vor der Verwendung mit dem Klebstoff (Binder) vermischt wird.

  • Hartholz

    Holzarten mit großer Dichte und hohen Festigkeiten wie z. B. die meisten Laubhölzer (Ausnahme: Birke, Erle, Linde, Pappel, Weide) und die Eibe als Nadelholz.

  • Hartschaum

    Geschäumter Kunststoff für die Herstellung von Dämmplatten und Formstücken (z. B. Halbschalen für Rohrummantelungen) für Dämmungen.

  • Hauptschlüsselanlage

    Zylinder-Schließanlage, bei der ein übergeordneter Schlüssel verschiedene Zylinder einer Gruppe von Schlössern schließt. (siehe auch Generalhauptschlüsselanlage).

  • Hausanschluss

    Anschluss der lnstallationen (Elektrizität, Gas, Wasser , Abwasser, Fernheizung, Telefon) eines Gebäudes an die Ver- und Entsorgungsleitungen des öffentlichen Netzes.

  • Hausanschlusskasten

    Mit den Anschlussklemmen, Sicherungselementen und dem Zähler bestückter Wandschrank für den Hausanschluss des elektrischen Stromes.

  • Hausanschlussleitung

    Leitung zwischen Hauptversorgungsleitung und Hausanschluss (Hauptsicherung, Hauptabsperreinrichtung).

  • Hausanschlussraum

    Zumeist im Kellergeschoss an der Außenwand angeordneter Raum für den Anschluss der Hausanschlussleitung mit den Absperr- und Messeinrichtungen an die Installationsleitungen des Gebäudes.

  • Hausentwässerung

    Entwässerung eines bebauten Grundstücks.

  • Hebeanlage (Abwasser-, Fäkalienhebeanlage)

    Automatisch arbeitende, elektrische Pumpeneinrichtung mit Sammelbehälter, die als geschlossene Einheit in die Entwässerungsanlage eingebaut wird. Die Installation einer Hebeanlage ist erforderlich bei gegenüber der Entwässerungsleitung höher liegendem Abwasserkanal oder bei Ablaufstellen (WC, Waschbecken, Ablauf usw.) unter der Rückstauebene.

  • Hebetür

    Dicht schließende Balkon- oder Terrassentür, die mittels eines Hebedreh-, Hebedrehkipp- oder Hebeschiebetürbeschlages zum Öffnen aus einem eine Sattelschiene umgreifenden, versenkten Sitz herausgehoben wird.

  • Heißbitumen

    An der Verwendungsstelle in einem Kocher erhitztes Bitumen zur Verwendung u. a. als Voranstrich, Klebung und Deckabstrich einer Dachdichtung oder als Bitumenanstrich.

  • Heißwasserspeicher

    Elektrisches Gerät zur Heißwasserbereitung. Das sich ständig in einem wärmegedämmten Innenbehälter befindliche Wasser wird durch Elektroheizkörper direkt erwärmt und automatisch als ständige Bereitschaft auf Höhe der einstellbaren Temperatur gehalten. Druckspeicher können mehrere, drucklose Speicher nur eine Zapfstelle versorgen.

  • Heizfläche

    Die die Heizwärme an den Wärmeträger (Wasser, Dampf, Luft) abgebende Oberfläche einer Feuerstätte (Heizkessel, Ofen) oder eines Heizkörpers. Die zur Erwärmung eines Raumes bei bestimmter Außentemperatur und gewünschter Innentemperatur erforderliche Heizfläche ergibt sich in Abhängigkeit zum rechnerisch ermittelten Wärmebedarf.

  • Heizkreis

    Die Heizungsinstallation für den Kreislauf des Wärmeträgers vom Heizkessel über die Heizkörper zu ihm zurück. Einrohrheizung, Vorlauf, Rücklauf.

  • Hinterfüllung

    Auffüllen des Arbeitsraumes nach Fertigstellung der im Erdreich errichteten Bauteile.

  • Hinterlüftung

    Anordnung eines belüfteten Hohlraumes zwischen einer Fassadenverkleidung und einer wärmegedämmten Wandkonstruktion zur Vermeidung von Tauwasser.

  • Hintermauerung

    Mauerwerk hinter einer Verblendschale aus Klinkern, Vormauerziegeln, Naturstein oder dgl.

  • Hirnbolz

    Das sichtbare Holz an Schnittflächen senkrecht oder schräg zum Faserverlauf

  • Hochbordstein

    Randstein aus Naturstein oder Beton zur Abgrenzung und Stützung einer Fläche gegenüber einer tiefer liegenden (z. B. Gehweg/Straße).

  • Hochlochziegel (HLz)

    Senkrecht zur Lagerfläche gelochter Mauerziegel in verschiedenen genormten Abmessungen, Güteklassen und Lochungsarten. Er besitzt gegenüber dem Vollziegel ein geringeres Gewicht, höhere Wärmedämmeigenschaften, jedoch geringeres Schalldämmvermögen.

  • Hofablauf, Hofsinkkasten

    Ablauf zur Entwässerung von Hofflächen und dgl. aus Beton, Betonfertigteilen oder Gusseisen mit Schlammeimer und ggf Geruchverschluss in frostfreier Tiefe.

  • Höhenkote

    siehe Kote

  • Hohlblockstein

    Großer Mauerstein aus Leichtbeton (Zuschlagstoff z. B. Ziegelsplitt, Schlacke, Bims) mit fünfseitig geschlossenen Luftkammern in verschiedenen, genormten Abmessungen und Anordnungen der Stege und Luftkammern.

  • Hohldiele

    Deckentragplatte aus Stahlbeton mit in Tragrichtung angeordneten Hohlräumen, hergestellt in Leicht- (Bimsbetonhohldiele) oder Schwerbeton. Die Ränder der Hohldiele haben eine nut- bzw. federförmige Ausformung zur dichten Verlegung, die Stoßfugen werden oben mit Zementmörtel vergossen.

  • Hohlkehle

    1. Konkave Profilierung in Holz, Stein oder Beton.

    2. Konkave Ausbildung einer Innenecke z. B. des Bodenbelages am Sockel in Naßräumen.

  • Hohlkörperdecke

    siehe Füllkörperdecke

  • Hohlpfanne

    Gewölbter, unverfalzter Dachziegel.

  • Hohlprofil

    Profil aus Stahl, Leichtmetall oder Kunststoff, das im Querschnitt einen Hohlraum umschließt.

  • Hohlziegel

    Mönch und Nonne.

  • Holm

    Griffstab bzw. oberer Gurt eines Geländers.

  • Holzbalkendecke

    Balkendecke mit Holzbalken als tragenden Bauteilen, zwischen denen ein Einschub aus dem Fehlboden mit Auffüllung oder z. B. aus Gipsdielen angeordnet ist.

  • Holzfaserplatte

    Aus einer Mischung von Holzfasern (evtl. mit Füllstoffen) und Bindemittel hergestellte Platte, je nach Dichte als poröse Holzfaserplatte (Weichfaserplatte) für z. B. Dämmungen, als harte Holzfaserplatte (Hartfaserplatte) mit einer glatten und auf der Unterseite genarbten Oberfläche für z.B. Wand- und Deckenverkleidungen, Möbelbau.

  • Holzpflaster

    Mit einer Hirnholzseite nach oben verlegte runde oder eckige, mit Holzschutzmittel behandelte Holzklötze als begeh- oder befahrbare Flächenbefestigung oder als Bodenbelag vornehmlich in Werkstätten und dgl.

  • Holzschindel

    Kleines gespaltenes oder gesägtes Brettchen für schuppenartige Dachdeckungen oder Wandverkleidungen.

  • Holzschutzmittel

    Imprägnierungsmittel zum Schutz des Holzes gegen Fäule, Insektenfraß und Feuer. Die vorbeugende Behandlung von Bauholz mit Holzschutzmittel ist in DIN-Vorschriften festgelegt.

  • Holzskelettbau

    Bauweise, bei der das Tragwerk aus Stützen (Ständer, Pfosten, Stiel) und Trägern (Schwelle, Rähm, Zange) besteht und die Felder (Fächer) zwischen den einzelnen Tragelementen und ggf. angeordneten Riegeln nichttragend z. B. mit Mauerwerk, Platten, vorgefertigten Wandelementen, Fenstern, Türen ausgefacht werden.

  • Holzspanplatte

    Aus Holzspänen oder verholzten Rohstoffen mit Kunstharz als Bindemittel (ggf. wasserfest) verleimte, unter Druck hergestellte Platte, als Bau- und Möbelplatte ohne Absperrfurnier in den Dicken bis ca. 30 mm, als Möbelplatte mit Absperrfurnier oder Beschichtung bis ca. 25 mm, als Fußboden- und Deckenplatte von ca. 40-100 mm Dicke, als Ein-, Zwei-, Drei- oder Vielschichtplatte.

  • Holztafelbauweise

    Tafelbauweise.

  • Holzwolleplatte, Holzwolleleichtbau-platte

    Leichtbauplatte aus Holzwolle und mineralischem Bindemittel (z. B. Magnesit-Markenname Heraklith-, Zement). Verwendung z. B. für leichte Trennwände, als Dämmplatte, als Kaschierung von Hartschaumplatten zur Herstellung von Verbunddämmplatten.

  • Hourdi

    siehe Tonhohlplatte

  • Humus

    siehe Mutterboden

  • Imprägnierung

    Behandlung mit z. B. Holzschutzmittel.

  • Injektion

    Spezialverfahren einer Bodenverfestigung (z. B. für durch eine Baugrube gefährdeten Baugrund eines Nachbargrundstückes) oder Herstellung einer wasserundurchlässigen Schicht innerhalb des Erdreichs (z. B. zur Abdichtung einer Baugrube im Grundwasser) durch Einspritzen von Beton, Chemikalien oder Emulsionen aus ihnen in das Erdreich.

  • Installation

    Einbau und Anschluss von Rohren, Leitungen, Geräten, Gegenständen und Einrichtungen für Heizungs-, Lüftungs-, sanitäre und elektrische Anlagen.

  • Installationsblock

    Vorgefertigtes Wandbauteil mit eingebauter anschlussfertiger Rohr- und Leitungsinstallation.

  • Installationszelle, Nasszelle

    Ein die sanitären Installationen und Naßräume (z. B. Küche, Bad, WC) enthaltender Gebäudeteil, der einen in seiner Lage unveränderbaren Kern innerhalb eines variablen Grundrisses darstellt, als Raumzelle mit allen Rohrleitungen und Anschlussvorrichtungen.

  • Isolieranstrich

    Sperranstrich. absperren

  • Isolierglas

    Als Verbundglas ausgebildete Glasscheibeneinheit aus zwei oder mehreren Glastafeln, die an den Rändern durch Bleibänder, Metallstege oder Glaswülste luftdicht miteinander verbunden und durch einen Luftzwischenraum mit getrockneter Luft getrennt sind. Der Luftzwischenraum bewirkt je nach Scheibenabstand eine gute Wärmedämmung, unterschiedliche Glasdi-cken eine gute Schalldämmung.

  • Isolierung

    1. Sicherung gegen den Austritt elektrischer Energie aus dem leitenden Medium.

    2. Unrichtige Bezeichnung für Abdichtung oder Dämmung.

  • Kabelformstein

    Ein- oder mehrzügiger Formstein aus Beton für die Verlegung im Erdreich zum Durchziehen von Kabeln.

  • Kalksandstein

    Mauerstein aus Quarzsand und Kalk, die miteinander vermischt, in Formen gepresst, gerüttelt oder gestampft und unter Dampfdruck erhärtet sind.

  • Kaltanstrich

    Schutzanstrich (z. B. gegen seitliche Feuchtigkeit) aus kalt zu verarbeitenden Bitumenlösungen oder – emulsionen.

  • Kaltdach

    Zweischalige Steil- oder Flachdachkonstruktion mit belüftetem Zwischenraum zwischen der Dachhaut und der Wärmedämmschicht.

  • Kältebrücke

    Verstärkter Wärmeabfluss mit der Gefahr von Kondenswasserbildung an Bauteilen mit höherer Wärmeleitfähigkeit als der sie umgebenden Bauteile, z. B. Beton- oder Stahlbauteile innerhalb einer Mauerwerkswand oder über die Außenwand auskragende Betondecken, sofern sie mit keiner oder ungenügender Wärmedämmung versehen sind.

  • Kamineinfassung, Kaminverwahrung

    Dichtender Blechanschluss eines Kamins an die Dachhaut.

  • Kammputz

    Strukturputz mit mittels eines Putzkammes hergestellter rillenförmiger Putzoberfläche.

  • Kämpfer

    1. Widerlager eines Bogens oder Gewölbes.

    2. Als Zwischenteilung in einem Fensterrahmen angeordnetes Querholz.

  • Kanalisation

    Das öffentliche, unterirdische Leitungs- oder Kanalnetz zur Ableitung der Abwässer in Kläranlagen und/oder Vorfluter. Trennsystem, Mischsystem.

  • Kantenschutz

    Schutz von Putz- oder Treppenkanten durch Anordnung von zumeist speziellen Profilen aus Metall, Gummi oder Kunststoff. Eckschutzleiste.

  • Kantholz

    Nach DlN Bauholz mit quadratischem oder rechteckigem Querschnitt von 6/10 cm bis 18/18 cm, im Sprachgebrauch übliche Bezeichnung für Bauholz mit quadratischem Querschnitt 8/8 cm oder 10/10 cm.

  • Kappe

    Flachgewölbtes Deckenfeld zwischen 2 Trägem (Preußische Kappe) oder ein im Grundriss quadratischer oder rechteckiger Ausschnitt aus einer Kugelwölbung (Böhmische Kappe).

  • Kassettendecke

    Tragende oder nichttragende Decke aus kastenartigen, vertieften Feldern an der Unterseite.

  • Kastenprofil

    Hohlprofil mit quadratischem oder rechteckigem Querschnitt.

  • Kastenrinne

    Dachrinne mit quadratischem oder rechteckigem Querschnitt.

  • Kastenschloss

    Heute nicht mehr gebräuchliches Türschloss, das im Gegensatz zum Einsteckschloss auf dem Türblatt angebracht wird.

  • Kathedralglas

    Farbloses oder farbiges Gußglas mit gehämmerter Oberfläche.

  • Kehlbalken

    Waagrechter Querbalken zwischen den Sparren eines Sparrendaches oder seitlich an den Sparren befestigte Bohlen (Zange) zur Verhinderung zu großer Durchbiegungen der Sparren durch Dachlast, Schnee und Wind. Beim ausgebauten Kehlbalkendach bilden die Kehlbalken die Tragkonstruktion für den Fußboden des obersten Dachraumes.

  • Kehlbalkendach

    Sparrendach mit Kehlbalken.

  • Kehlblechrinne

    Auskleidung einer Dachkehle mit einer flachen Blechrinne.

  • Kehlsockel

    Formfliese mit konkav ausgebildeter Innenecke für Sockel.

  • Keilstufe

    Treppenstufe mit dreieckigem oder trapezförmigern Querschnitt.

  • Keilzinkung

    Längsverbindung durch keilförmige, ineinandergreifende und miteinander verleimte Verzahnung von zwei Holzteilen.

  • Kellenputz, -wurf

    Mit der Kelle angeworfener Putz ohne weitere Abgleichung der Oberfläche.

  • Kellerhals

    siehe Außenliegende Kellertreppe.

  • Kellertank

    Heizölbehälter zum Aufstellen im Gebäude, im Gegensatz zum Erdtank. Er wird bei großen Abmessungen an Ort und Stelle zusammengeschweißt.

  • Kerndämmung

    Wärmedämmung einer zweischaligen Wandkonstruktion mit Lage der Dämmung zwischen den Wandschalen mit oder ohne Anordnung einer Luftschicht zwischen Außenschale und Dämmstoff. Aus bauphysikalischlen Gründen dürfen bei der Kerndämmung ohne Hinterlüftung nur Dämmstoffe verwendet werden, die praktisch kein Wasseraufnehmen und einen hohen Wasserdampfdiffussionswiderstand aufweisen.

  • Kettenhaus

    Haustyp für eine kettenförmige Aneinanderreihung jeweils ein- und zweigeschossiger Hausteile

  • Kiesfang

    Geschlitzter oder gelochter Aufsatzkörper auf einem Dachgully zur Verhinderung des Fortschwemmens von Kies in das Entwässerungssystem. Er dient gleichzeitig als Laubfang.

  • Kiespressdach

    Flachdach mit einer Kiesschüttung als oberste, beschwerende Lage.

  • Kippflügel, -fenster

    Fensterflügel.

  • Kittfalz

    siehe Glasfalz

  • Kittlose Verglasung

    Verglasungsart bei Metallfenstern, bei denen Metall- oder Kunststoffprofilschienen durch eine Spezialbefestigung als Halterung und Dichtung an die Glasscheiben gepresst werden.

  • Klavierband

    Stangenförmiges Scharnier für den Möbelbau.

  • Kleinmosaik

    Keramischer Bodenbelag aus Steinzeugplättchen 15/15 mm bis 4O/40mm.

  • Klinker

    Besonders hart gebrannter Ziegel mit den Eigenschaften hoher Widerstandsfähigkeit gegen Wasser , Frost, mechanische und chemische Angriffe. Verwendung z. B. als Mauerstein, Pflaster.

  • Klinkerplatte

    Ca. 1,5-4 cm dicker Flachklinker für Bodenbeläge, Fensterbankabdeckungen usw.

  • Knagge

    Meist dreiecksförmiges kurzes Holzstück als aussteifendes oder kraftübertragendes, fest in Holzbaukonstruktionen eingebautes Bauteil

  • Kniestock

    Drempel.

  • Knoten

    Verbindungsstelle mehrerer in einem Punkt zusammentreffender Konstruktionsteile (z. B. Stäbe eines Fachwerkbinders oder räumlichen Tragwerks).

  • Köcherfundament

    Fundament mit einer oder mehreren Aussparungen zum späteren Einsetzen von z. B. vorgefertigten Beton- oder Stahlstützen.

  • Kollektor

    Sonnenkollektor

  • Kondenswasser

    Die sich beim Abkühlen an kalten Bauteilen oder in kalten Baustoffen zu Wasser verflüssigende (kondensierende) Luftfeuchtigkeit. Das Entstehen von Kondenswasser wird durch die Verwendung von z. B. Baustoffen mit hohem Wärmedurchlasswiderstand, Isolierglas, Anordnen von Wärmedämmschichten usw. verhindert. Da sich die Wärmedämmfähigkeit vieler Dämmstoffe bei Einwirkung von Feuchtigkeit reduziert bzw. verloren geht, müssen dampfundurchlässige Baustoffe oder Dampfsperren die Dämmstoffe vor Kondensation der Luftfeuchtigkeit innerhalb der Dämmschicht schützen.

  • Konterlattung

    Zu einer unteren Lattung senkrecht verlaufende zweite Lattung.

  • Kontrollschacht

    Revisionsschacht

  • Konvektor

    Heizkörper bestehend aus einer Vielzahl von Lamellen (dünne Metallscheiben), die auf ein Kernrohr aufgezogen sind. Konvektoren geben ihre Wärme vorwiegend durch Konvektion (Luftumwälzung) ab, deshalb erfolgt der Einbau in einem Luftschacht, der durch einen Bodenkanal mit Abdeckrost oder die Verkleidung einer Heizkörpernische unter der Fensterbank gebildet werden kann.

  • Kopfband

    Zur Längsaussteifung z. B. eines Dachstuhles und zur Verringerung der Biegelänge von Pfetten, Rähmen u. dgl. zwischen ihnen und dem Pfosten unter 45° angeordnete Strebe (Zeichnung).

  • Kopfhöhe

    Durchgangshöhe

  • Korbbogen

    Gedrückter, aus Kreissegmenten zusammengesetzter Bogen (Zeichnung Bogen).

  • Korngruppe

    Korngemenge mit festgelegter Körnung. Die Trennung der einzelnen Korngruppen erfolgt durch Siebe. Gemische von Zuschlagstoffen werden z. B. nach Korngruppen festgelegt.

  • Körnung

    Angabe in mm des kleinsten und größten Korndurchmessers einer Sand-, Kiesmischung oder zerkleinerter Stoffe (Korngruppe).

  • Körperschall

    Sich in festen Körpern ausbreitender Schall. Er entsteht durch direkte Übertragung des Schallerzeugers auf den festen Körper oder durch Umwandlung von auf den festen Körper (z. B. Wand, Decke) auftreffenden Luftschall. Schallschutz.

  • Korrosionsschutz

    Schutz einer Metalloberfläche gegen chemische oder elektrochemische Angriffe durch z. B. Schutzanstrich, Beschichtung, Verzinkung, Eloxierung.

  • Kote

    Höhenangabe eines Punktes bezogen auf NN oder die Bezugsebene eines Bauwerkes (z. B. Erdgeschossfußboden ± 0,00).

  • Kragplatte

    Z. B. Balkonplatte. Auskragung

  • Krallendübel

    Verbindungsmittel für Holzkonstruktionen als Scheibe oder Platte aus Stahl mit beiderseitigen Krallen.

  • Kratzputz

    Wandputz mit rauher Oberfläche durch Aufkratzen nach dem Abbinden.

  • Kreuzholz

    Durch kreuzweisen Längsschnitt eines Stammabschnittes erzeugtes Kantholz.

  • Kreuzschaltung

    Elektroinstallation, die das Ein- bzw. Ausschalten z. B. einer Lampe wahlweise von mehr als zwei Schaltstellen aus ermöglicht.

  • Kreuzverband

    Mauerverband mit abwechselnden Läufer- und Binderschichten, bei dem die Läufer jeweils um einen halben Stein versetzt sind.

  • Kriechen

    Bleibende Verformung des Betons durch die Einwirkung der Dauerspannung.

  • Kristallspiegelglas

    Auf beiden Seiten planparallel geschliffenes, poliertes Gussglas als Flachglas mit ebenen, hochglänzenden Oberflächen und klarer, optisch verzerrungsfreier Durchsicht und Reflexion. Gefärbt Verwendung als Sonnenschutz- oder Wärmeschutzglas.

  • Kronendach

    Dachdeckungsart mit Biberschwanzziegeln, bei der an jeder Latte ein Doppelgebinde (Gebinde) hängt.

  • Kröpfen

    Abbiegen eines Stahles oder Stahlbleches zur Verankerung oder Herstellung eines Versatzes.

  • Krümmling

    Gekrümmter Teil einer Treppenwange oder eines Treppengeländers im Bereich des Treppenauges

  • Krüppelwalm

    Eine nicht bis zur Traufhöhe der Längsseiten herabgeführte Abwalmung eines Walmdaches an den Gebäudeschmalseiten (Dachform).

  • Kunstharzlack

    Anstrichstoff mit Kunstharz als filmbildendem Bindemittel.

  • Kunstharzmörtel, – beton

    Mörtel oder Beton mit Kunstharz (z. B. Epoxidharz) als Bindemittel oder – zusatz.

  • Kunststein

    Betonwerkstein

  • Kunststoffe

    Durch Synthese entstandene im wesentlichen organische Materialien. Sie werden nach ihren physikalischen Eigenschaften eingeteilt in Thermoplaste, Duroplaste, Elastomere.

  • Kyklopenmauerwerk

    Natursteinmauerwerk aus unbearbeiteten Steinen, wie sie gefunden werden oder aus zersprengten bzw. gebrochenen Steinen mit unregeImäßiger, polygonaler Ansichtsfläche (Zeichnung Natursteinmauerwerk).

  • Lagerfuge

    Die waagrechte Fuge zwischen den einzelnen Schichten eines Mauerwerks ( Zeichnung Mauerverband).

  • Lagerholz

    Waagrechtes, auf einer Tragebene verlegtes Kantholz z. B. als Unterlage für einen Holzfußboden.

  • Laibung

    siehe Leibung

  • Lamellenheizkörper

    Konvektor

  • Langlochstein, – ziegel

    Mauerstein mit parallel zur Lagerfläche verlaufender Lochrichtung.

  • Längsverband

    Beim Dachstuhl die Anordnung der Windrispen.

  • Lasche

    Brett, Flacheisen, Blech o. dgl. als Verbindungselement zweier stumpf aneinander stoßender Bau- oder Konstruktionsteile.

  • Lasur

    Transparenter, farbloser oder mit Pigmenten eingefärbter Anstrichstoff als Lack vorwiegend für Anstriche auf Holz. Lasuren verdecken nicht die Maserung des Holzes und lassen sie stärker hervortreten.

  • Laterne

    Verglaster Dachaufbau zur Belichtung darunterliegender Räume.

  • Lattenrost

    Kreuzweise Anordnung von Holzlatten als Trägerebene z. B. für abgehängte Decken.

  • Lattung

    Parallele Anordnung von Holzlatten in regelmäßigem Abstand als Unterkonstruktion bzw. zur Befestigung von z. B. Dachziegeln, Fassadenplatten, Verkleidungen usw.

  • Laubengang

    Offener, gedeckter Außengang an einem Gebäude als Zugang vom Treppenhaus zu den einzelnen Wohnungen eines Geschosses.

  • Laubfang

    Gitterartiger Aufsatz auf Dachgullys, Dachrinnenabläufen und dgl. zur Verhinderung des Eindringens von Laub in das Entwässerungssystem.

  • Laufbohle, -brett

    Zum Überqueren schräger Dachflächen angeordneter Bohlensteg auf dem Dach.

  • Laufbreite

    Breite einer Treppe zwischen den seitlichen Begrenzungen, nach Baurecht das Maß bis Innenkante Handlauf.

  • Läufer

    Parallel zur Längsrichtung des Mauerwerks gemauerter Stein (Mauerverband).

  • Läuferschicht

    Mauerwerksschicht aus Läufern (Zeichnung Mauerverband).

  • Läuferverband

    Mauerverband aus Läufern, bei dem die Stoßfugen der einzelnen Schichten jeweils um eine halbe Steinlänge gegeneinander versetzt sind.

  • Lauflänge

    Länge eines Treppenlaufes von der Antritts- bis zur Austrittsstufe, gemessen in der Horizontalen.

  • Lauflinie

    Die in der Mitte eines geraden Treppenlaufes und bei einer gewendelten Treppe im Abstand von ca. 50 cm zum Treppenauge gedachte Linie.

  • Leckanzeigegerät

    Zumeist elektronische Anzeige von Flüssigkeitsverlust z. B. eines Heizöllagerbehälters durch Feststellung von Druckverlusten.

  • Leerrohr

    Flexibles oder starres Rohr aus Metall oder Kunststoff für die Verlegung innerhalb von Bauteilen (Unterputzinstallation) zum späteren Einziehen der Elektroleitungen.

  • Lehre

    Konstruktion aus Holz, Stahl, Blech usw. für das Anlegen z. B. maß- und formgerechter Öffnungen oder Kanten.

  • Lehrgerüst

    Gerüstartige Konstruktion auf der z. B. Gewölbe, Bögen und dgl. gemauert werden und sich bis zum Abbinden des Mörtels abtragen.

  • Leibung

    Innere, seitliche Wandfläche einer Tür-, Fensteröffnung oder Nische.

  • Leichtbauplatte

    siehe Holzwolleplatte

  • Leichtbeton

    Beton mit niedrigem Raumgewicht z. B. Blähbeton, Bimsbeton, Gasbeton, Porenbeton, Schaumbeton.

  • Leichtziegel

    Porenreicher Hochlochziegel mit hohem Wärmedämmvermögen (z. B. Fabrikat Poroton).

  • Leimfarbe

    Wasserlöslicher Anstrichstoff mit Leim als Bindemittel und Kreide oder Pigmenten als Farbgeber.

  • Lichtkuppel

    Rundes oder rechteckiges Belichtungselement in verschiedenen Abmessungen zum Einbau in Dächern, bestehend aus einer kuppelartigen, lichtdurchlässigen, ein- oder zweischaligen Abdeckung meist aus Kunststoffglas, die direkt oder in einem Rahmen gefaßt auf dem Aufsetzkranz montiert ist. In manuell, elektromotorisch oder pneumatisch offenbarer Ausrüstung dient sie neben der Belichtung der Lüftung und kann als Rauchabzugsklappe oder Dachausstieg verwendet werden.

  • Lichtmaß, lichtes Maß

    Maß zwischen zwei Begrenzungen eines Raumes oder einer Öffnung.

  • Lisene

    Erhabener, schmaler senkrechter Streifen auf einer Wandfläche oder einem Möbelstück zur Gliederung oder Verzierung.

  • LNA-Rohr

    Leichtes Normal-Abflussrohr aus Grauguss für Abwasserleitungen.

  • Lochpappe

    Verwendung als Dampfdruckausgleichsschicht einer Flachdachabdichtung.

  • Loggia

    1. Halboffene Bogenhalle auf Säulen oder Pfeilern.
    2. Nach einer Seite offener, überdeckter Raum an einem Gebäude.

  • Luftheizung

    Heizungsart, bei der an zentraler Stelle (Heizkessel, Kachelofen, Elektroheizgerät usw.) erwärmte Luft als Wärmeträger durch Auftrieb über Schächte oder mechanisch (Ventilatoren) über Kanäle den zu beheizenden Räumen zugeführt wird.

  • Luftschall

    Sich im Gegensatz zum Körperschall in Luft ausbreitender Schall. Beim Auftreffen auf feste Körper (z. B. Wände, Decken) wird er in Körperschall umgesetzt, als solcher weitergeleitet und in den der Schallerzeugung nachfolgenden Räumen als Luftschall wieder ausgestrahlt.

  • Lüftung

    Austausch verbrauchter Raumluft durch Frischluft als natürliche Lüftung (z. B. durch Öffnen von Fenstern) oder mechanische Lüftung (Lüftungsanlage).

  • Lüftungsanlage

    Anlage zur mechanischen Be- und Entlüftung eines Raumes oder Gebäudes. Die Zuluft und/oder Abluft wird durch Ventilatoren zu- bzw. abgeführt, ggf. erfolgt eine Erwärmung, Kühlung, Befeuchtung, Trocknung oder Reinigung der Luft.

  • Lüftungsflügel

    Der Teil eines mehrflügeligen Fensters, der für sich allein geöffnet werden kann.

  • Lüftungsstein

    Formstein aus Beton mit Lüftungsschlitzen oder dgl. zum Wandeinbau für die Belüftung untergeordneter Räume (z. B. Speisekammmern, Abstellräume).

  • Magererbeton

    Beton mit geringem Zementgehalt z. B. für druckfeste Auffüllungen unter Fundamenten, Gefällebeton usw.

  • Maisonette

    Innerhalb eines mehrgeschossigen Wohngebäudes eine sich über zwei oder mehrere Stockwerke erstreckende Wohnung, deren einzelne Geschosse über eigene innerhalb der Wohnung liegende Treppen miteinander verbunden sind.

  • Makadam

    Auf eine Packlage aufgewalzter Straßenbelag aus Schotter, Kies und Sand vermischt mit bituminösen oder zementhaltigen Bindemitteln.

  • Mansarddach

    Dachform mit zwei unterschiedlich geneigten Dachflächen (steil und flach) zwischen Traufe und First. In dem als Mansardgeschoss bezeichneten Dachgeschoss können Räume ohne schräge Decken angeordnet werden (Zeichnung Dachform).

  • Manschette

    Eine am Stoß zweier Rohre angebrachte äußere Umfassung als Ring aus Metall, Gummi oder Kunststoff als Verbindungs- und/oder Dichtungselement.

  • Mantelbauweise

    Zwei- oder mehrschalige Betonbauweise einer Wand mit innerem, tragendem Kern aus Beton und äußeren Schichten aus Dämmstoffen, die während der Herstellung der Wand als Schalung und später zum Wärmeschutz dienen.

  • Massivbauweise

    Bauweise aus Beton, Natur- oder künstlichen Steinen, bei der die senkrechte Tragkonstruktion vornehmlich aus Wänden besteht.

  • Massivdecke

    Sammelbegriff für Decken, deren tragenden Teile aus Stahl und Beton, Stahl und Stein oder Stahlbeton bestehen.

  • Maßtoleranz

    Die nach DIN zulässige Abweichung der fertigen von den vorgeschriebenen (geplanten) Maßen. Sie ist für die einzelnen Ausführungsarten (Mauerwerk, Beton-, Stahl-, Holzbau) unterschiedlich und bezieht sich auch auf die Einhaltung der Ebenflächigkeit z. B. einer Decke.

  • Mastix

    Gemisch aus Gesteinsmehl oder Naturasphaltmehl und Bitumen für Abdichtungen von Flächen, Fugen oder Anschlüssen.

  • Mattglas

    Tafel- oder Gußglas mit einer matten, seidenartigen Oberfläche durch chemische (ätzende) oder mechanische (Sandstrahlen) Behandlung einer Glasseite.

  • Maueranker

    Im Mauerwerk eingesetzter Anker zur Befestigung bzw. Verankerung von Bau- oder Konstruktionsteilen.

  • Mauerstein

    Natürlicher oder künstlich hergestellter Stein zur Herstellung von Mauerwerk z. B. Mauerziegel, Klinker, Kalksand-stein, Hohlblockstein.

  • Mauerverband

    Fachgerechtes Aufmauern einzelner Steine zu einem standfesten und tragfähigem Mauerkörper. Wichtigste Merkmale eines Verbandes sind möglichst durchgehende Lagerfugen und von Schicht zu Schicht versetzte Stoßfugen.

  • Mauerwerk

    Der aus natürlichen oder künstlichen Steinen mit oder ohne Mörtel zusammengefügte Mauerkörper (Wand, Stütze, Pfeiler usw.).

  • Mauerziegel

    Aus Lehm, Ton oder tonigen Massen mit oder ohne Zusatzstoffe geformte und gebrannte Mauersteine. Mauerziegel sind feuerfest, raumbeständig, tragfähig, wetterbeständig und werden als Voll- oder Lochsteine (Hochlochziegel, Langlochziegel, Gitterziegel) hergestellt.

  • Mehrscheibenisolierglas

    Isolierglas mit drei oder mehr Glasscheiben.

  • Mennige

    Anstrichstoff für Rostschutzanstriche.

  • Mergel

    Sedimentgestein aus Ton-Kalk-Gemisch.

  • Meterriß

    Markierung der jeweiligen Bezugshöhe (z. B. 1 Meter über Fertigfußboden) in den einzelnen Räumen eines Geschosses während der Bauzeit für die höhengerechte Ausführung der einzelnen Arbeiten.

  • Mezzanin

    Halb- oder Zwischengeschoss

  • Milchglas

    Weißes, undurchsichtiges Glas.

  • Mineralfaser

    Aus Schmelze von Mineral (z. B. Gestein, Glas) erzeugte Fasern als Material für Dämmstoffe in Form von z. B. Steinwolle, Glaswolle, Glasfasermatten, – platten.

  • Mineralwolle

    Loser oder auf einer Trägerbahn aufgesteppter Dämmstoff aus Mineralfaser.

  • Mischbatterie

    Einlaufarmatur für Kalt- und Warmwasser. Die Mischung des Wassers erfolgt durch Bedienung der beiden Regulierventile „Warm&quot. und „Kalt&quot., durch Einhebelbedienung (Einhebelbatterie) oder einen Thermostat (Thermostatbatterie).

  • Mischsystem

    Entwässerungssystem mit Abführung des Schmutz- und Regenwassers in gemeinsamer Leitung bzw. Kanal.

  • Mischungsverhältnis

    Das Verhältnis von Bindemittel zu Zuschlagstoff bei der Herstellung von Mörtel oder Beton.

  • Mittelmosaik

    Keramischer Bodenbelag aus Steinzeugplättchen 50/50 mm.

  • Mittelpfette

    Pfette zur Unterstützung des Sparrens zwischen Traufe und First bei großen Sparrenlängen.

  • Mönch und Nonne

    Dachziegel, als gerade oder konisch geformte Hohlziegel. Die Dachdeckung erfolgt abwechselnd mit Rinnsteinen (Nonne) und Decksteinen (Mönch)

  • Mörtelgruppe

    Mischungsverhältnis von Bindemittel (Kalk und/oder Zement) zu Zuschlagstoff (Sand) bei Mörtel. Man unterscheidet Mörtelgruppen I, II, III, wobei nach DIN die Zulässigkeit der einzelnen Mörtelgruppe für bestimmte Bauteile bzw. Belastungen festgelegt ist.

  • Muffe

    Manschettenartige Erweiterung des lichten Rohrdurchmessers am Ende eines Rohres als Verbindungsstück zum Einschieben oder Hineindrehen des nächsten Rohres.

  • Mutterboden

    Oberste, humushaltige Bodenschicht, die vor Beginn der Bauarbeiten abgetragen und für die spätere Wiederverwendung getrennt vom übrigen Aushubmaterial gelagert wird.

  • Nachtstromspeicherheizung

    1. Elektrische Raumheizung mit Einzelgeräten, deren von Wärmedämmung umgebener keramischer Speicherkern mit verbilligtem Nachtstrom aufgeheizt wird und die Wärme für die Abgabe am folgenden Tag speichert. Die Wärmeabgabe erfolgt je nach Ge­räteart über die Geräteoberfläche und/oder mittels Thermostat gesteuerter Ventilatoren.

    2. Elektrische Raumheizung mittels großer Speicherheizgeräte als Blockspeicher innerhalb einer zentralen Heizungsanlage. Die Aufheizung und Wärmespeicherung erfolgt wie unter 1., die Wärmeabgabe im Wärmeaustausch an den Wärmeträger z. B. Wasser oder Luft (Luftheizung).

  • Nackte Pappe

    Bitumenpappe, Teerpappe.

  • Nadelfilz

    Textilbodenbelag aus zu einem Vlies verarbeiteten Kunststoffasern

  • Nagelbinder

    Ein aus miteinander vernagelten Brettern oder Bohlen bestehender Holzträger als Fachwerk- oder Vollwandbinder

  • Nagelfluh

    Gestein aus einem natürlichen Gemisch verschiedener Gerölle.

  • Nassdach

    Flachdach ohne Gefälle und Dacheinlauf in der Abdichtungsebene. Das auf dem Dach stehende Wasser soll die Einwirkung von Temperaturschwankungen auf das Dach und die darunter liegenden Räume verhindern. Als Überlauf dienen erhöht angeordnete Abläufe.

  • Naturstein

    Natürlich entstandenes Gestein. Erstarrungsgesteine wie z. B. Granit, Porphyr, Diorit, Gabbro, Diabas, Trachyt, Basalt besitzen hohe Druckfestigkeiten und sind sehr wetterbeständig. Schichtgesteine (Sediment-, Ablagerungsgestein) wie z. B. kieselige Gesteine (Quarzit, Sandstein), Kalkgestein (Muschelkalk, Kalkschiefer, Travertin, Marmor), Tongestein (Tonschiefer, Dachschiefer) haben im allgemeinen geringere Druckfestigkeiten als die Erstarrungsgesteine, sind deshalb leichter als diese zu bearbeiten. Natursteine finden Verwendung für z. B. Natursteinmauerwerk, Bodenplatten, Verkleidungen, Verblendungen, Treppenstufen, Fensterbänke.

  • Natursteinmauerwerk

    Mauerwerk aus Natur- bzw. Naturwerksteinen.

  • Naturwerkstein

    Steinmetzmäßig bearbeiteter Naturstein. Bei nicht polierfähigen Werksteinen unterscheidet man von der groben bis zur feineren Sichtflächenbearbeitung: geprellt, gekörnelt, gespitzt, geflächt, scharriert, gestockt, gesandelt, geschliffen, bei polierfähigen Werksteinen: gesägt, halb geschliffen, fein geschliffen, poliert.

  • Nennmaß

    Das z. B. in den Ausführungszeichnungen eingetragene &quot.Soll-Maß&quot. von Bauteilen, deren Öffnung und dgl. Bei Bauarten ohne Fugen entspricht das Nennmaß dem Baurichtmaß.

  • Nennweite

    Die im allgemeinen dem lichten Durchmesser entsprechende Kennzeichnung von Rohren, deren Form-, Paßstücken u. dgl.

  • Neopren

    Fabrikatsname eines für z. B. gleitende Auflagerungen verwendeten Kunststoffs.

  • Nest

    siehe Betonnest

  • Nichtdrückendes Wasser

    Im Gegensatz zu drückendem Wasser , das auf ein Bauwerk einwirkende Wasser durch aufsteigende oder seitliche Feuchtigkeit, Sickerwasser oder Oberflächenwasser. Abdichtung, Feuchtigkeit, Sperrschicht.

  • Norm

    siehe DlN-Normen

  • Normalformat (NF)

    Abmessung eines Mauersteins L x B x H = 240 x 115 x 71 mm. 2½ NF = 240 x 175 x 113 mm. Dick-format, Dünnformat.

  • Notbeleuchtung

    siehe Sicherheitsbeleuchtung

  • Nut

    Rechteckige, rillenförmige Vertiefung in Bauteilen oder Werkstücken (z. B. Bretter, Platten) zum fugenlosen Zusammenfügen untereinander. In die Nut wird eine Feder oder das an der Stoßstelle wulstartig ausgebildete Anschlussstück eingeschoben.

  • Nutzlast

    Die außer dem Eigengewicht, Wind- und Schneelast maximal zulässige Belastung (Verkehrslast + Belagslast) eines tragenden Bauteils.

  • Oberboden

    siehe Mutterboden

  • Oberflächenwasser

    Das durch Niederschlag auf eine Fläche einwirkende Wasser.

  • Obergurt

    Oberer Gurt eines Fachwerk-, Vollwandträgers oder Geländers.

  • Oberlicht

    Belichtungseröffnung als feste oder bewegliche Verglasung z. B. hochliegendes Fensterband in einer Wand, Fensterteil über dem Kämpfer, Shed, Lichtkuppel.

  • Objekt

    Bezeichnung für Sanitärgegenstände, z. B. Waschbecken, Badewanne, Klosett, Bidet.

  • Opakglas

    Lichtundurchlassiges, durchgefärbtes Gußglas für Wandverkleidungen, Glasfliesen usw.

  • Opalglas

    Trübglas

  • Ornamentglas

    Ungefärbtes oder gefärbtes Gußglas mit ein- oder beidseitig verzierter Oberfläche zur Verminderung der Durchsicht und gleichzeitig dekorativer Wirkung.

  • Ortbalken

    Streichbalken

  • Ortbeton

    Beton, der am Ort der Errichtung eines Bauteils eingebracht wird und dort erhärtet.

  • Ortblech

    Blechabdeckung am Ortgang.

  • Ortgang

    Giebelseitiger Rand eines geneigten Daches.

  • Ölabscheider

    Abscheider

  • Ölfarbe

    Anstrichstoff mit Öl (Leinöl, Leinölfirnis) als Bindemittel.

  • Packlage

    Unterbau aus z. B. Bruchsteinen, Schotter, Schlacke als Trag- und Frostschutzschicht für befestigte Flächen im Freien (z. B. Straßen, Wege, Höfe, Terrassen).

  • Paneel

    1. Vertieftes Feld (Füllung) einer Holzvertäfelung oder Rahmentür.

    2. Plattenartiges Element aus Holz, Metall, Glas oder Kunststoff für Wand-, Decken- oder Fassadenverkleidungen, gegebenenfalls mit einer Schall- oder Wärmedämmschicht versehen.

  • Panikbeleuchtung

    siehe Sicherheitsbeleuchtung

  • Panikverschluss

    Türverschluss, der bei verschlossener Tür eine Entriegelung von innen ohne Schlüssel zur Fluchtmöglichkeit in Notfällen erlaubt.

  • Panzerglas

    Schusssicheres, in Schichten aus mehreren Glasscheiben hergestelltes Verbund-Sicherheitsglas.

  • Pappdach

    Mit Dachpappe eingedecktes Dach in ein- oder mehrlagiger Ausführung.

  • Parkett

    Aus Stäben, Tafeln, Riemen oder Dielen unterschiedlicher Abmessungen in verschiedenen Mustern verlegter Holzfußboden. Die Verlegung erfolgt auf Blindboden genagelt oder verklebt, auf Estrich geklebt oder in Asphalt verlegt. Die einzelnen Parketthölzer sind auf den Längsseiten (Parkettafeln ringsum) genutet und werden durch Federn miteinander verbunden oder besitzen auf einer Längsseite eine angehobelte Feder oder schwalbenschwanzförmige Fälzung zum Ineinandergreifen. Nach dem Verlegen wird das Parkett abgeschliffen, gewachst und gegebenenfalls versiegelt.

  • Passleiste

    Abdeckleiste, die einer ggf. unterschiedlich breiten Anschlussfuge zwischen zwei Bauteilen oder Einbaumöbeln und Wand angepasst wird.

  • Pendeltür

    Nach beiden Richtungen aufschlagende Tür, die mittels entsprechender Beschläge (z. B. Bodentürschließer, Bommerband) selbsttätig in die Grundstellung zurückgeführt wird.

  • Pergola

    Anordnung von Stützen und Balken mit aufgelegten Kanthölzern, Lamellen oder dgl. als offene, raumbildende Begrenzung von Terrassen, Wegen oder Freiflächen.

  • Perlite

    Fabrikatsbezeichnung für zu perl-artigem Material verarbeitendes Vulkangestein für z. B. Ausgleichsschüttungen, Wärmedämmungen, hitzebeständige Füllungen.

  • Pfahlgründung

    Gründungsart, bei bis zu einer bestimmten Tiefe nicht tragfähigem Baugrund. Die Ableitung der Bauwerkslasten erfolgt über Balken oder einen Trägerrost auf die bis in die tragfähigen Bodenschichten gebohrten oder gerammten Pfähle aus zumeist Stahlbeton.

  • Pfanne

    Dachziegel mit pfannenförmigem Querschnitt. Er vereinigt Rinnen und Deckstein im Gegensatz zu Hohlziegel wie Mönch und Nonne.

  • Pfannenziegel

    siehe Flachdachpfanne

  • Pfeife

    1. Rohrbogen bei Leerrohren für die Elektroinstallation.

    2. Einbauteil für Mauerwerk zur Führung eines Rolladengurtes innerhalb der Wand.

  • Pfeilervorlage

    Pfeilerartiger Vorsprung in einer Wandfläche als Aussteifung der Wand bzw. der Vorsprung eines in die Wand einbezogenen Pfeilers vor die Wand.

  • Pfette

    Der die Sparren eines Pfettendaches tragende Längsbalken als First-, Mittel- u. Fußpfette.

  • Pfettendach

    Dachgerüst bei dem die Sparren auf Pfetten aufliegen, die ihrerseits durch Mauern, Pfosten oder Streben unterstützt werden. Zur Längsaussteifung werden Kopfbänder angeordnet, bei größeren Dächern müssen die Pfosten in Querrichtung des Daches durch Windstreben ausgesteift werden. Das Pfettendach ist im Gegensatz zum Sparrendach für flache Dachneigungen geeignet, auch bei unregelmäßigen Grundrissen verwendbar, sein Dachraum ist jedoch durch das Traggerüst der Pfetten teilweise eingeschränkt.

  • Phenolharz

    Kunstharz aus Phenol und Formaldehyd für wetterfeste Verleimungen, Formteile, als Bindemittel usw.

  • Pigment

    Farbmittel z. B. für Anstrichstoffe.

  • Pilzbefall

    siehe Fäule

  • Pilzdecke

    Deckenkonstruktion aus Stahlbeton, bei der die Köpfe der die Deckenplatte tragenden Stützen unter oder innerhalb der Decke kelch- oder pilzartig erweitert sind oder eine Platte bilden.

  • Plastisch

    Eigenschaft eines Stoffes, sich bei normaler Temperatur unter normalem Druck bleibend zu verformen.

  • Plastmörtel

    siehe Kunstharzmörtel

  • Plattenbalkendecke

    Stahlbetondecke aus Deckenplatte und Unterzügen, die durch kraftschlüssigen Verbund den statischen Querschnitt als T – förmiges Tragwerk bilden.

  • Plattenfundament

    Stahlbetonplatte als Bauteil einer Flächengründung.

  • Plattenwand

    Leichte Trennwand aus z. B. Gips-, Leichtbeton-, Tonhohl-, Holzwolleleichtbauplatten

  • Polyäthylen

    Kurzbezeichnung PE, thermoplastischer Kunststoff, Verwendung als Werkstoff von z. B. Abflussrohren, Kaltwasserrohren, Schutzrohren für die Elektroinstallation, Abdeckfolien.

  • Polyesterharz

    Künstliche Harzverbindung mit hoher Beständigkeit gegen die meisten Chemikalien, als Werkstoff von z. B. glasfaserverstärkten Platten, Grundwasserabdichtungen, Klebmittel für Stahl und Beton

  • Polygonalmauerwerk

    Kyklopenmauerwerk

  • Polystyrol

    Kurzbezeichnung PS, thermoplastischer Kunststoff als weicher oder harter Hartschaum. Verwendung für z. B. Wärmedämmungen, Trittschalldämmungen, Rohrisolierungen.

  • Polyurethan

    Kurzbezeichnung PUR, duroplastischer Kunststoff als weicher oder Hartschaum. Verwendung z. B. für Wärmedämmungen, Trittschalldämmungen, Rohrisolierungen.

  • Polyvinylchlorid

    Kurzbezeichnung PVC, thermoplastischer Kunststoff, Verwendung als Werkstoff von z. B. Dichtungsprofilen, Dichtungsbahnen, Fußbodenbelägen, Wandplatten, Fensterprofilen, Abwasserrohren, Kaltwasserrohren.

  • Porenbeton

    Porenreicher Leichtbeton / Gasbeton.

  • Porphyr

    Erstarrungsgestein. Naturstein.

  • Potentialausgleich

    Das Beseitigen von Potentialunterschieden z. B. zwischen dem Schutzleiter der Starkstromanlage und Gas-, Wasser- und Heizungsrohrleitungen, sowie zwischen diesen Rohrleitungen untereinander.

  • Potentialausgleichsschiene

    An die Anschlussfahne des Banderders angeschlossene Schiene. Erdung.

  • Pressglas

    Durch Pressen geformtes Glas wie z. B. Betongläser, Glasbausteine, Glasdachsteine.

  • Presskork

    Aus Korkmehl gepresster Kork z. B. als Wärmedämmplatten, Unterschicht für Bodenbeläge (z. B. Korklinoleum).

  • Probewürfel

    Aus einer Betonmischung für ein bestimmtes Bauteil hergestellter Betonwürfel (Kantenlänge 20 cm) zur Prüfung der Druckfestigkeit.

  • Proctordichte

    Die durch Verdichtung von Auffüllungen oder dgl. herbeigeführte Dichte des Bodens als Verhältnis einer im Proctor – Versuch als Norm festgelegten und mit dem Prozentwert 100 bewerteten Dichte eines Bodens.

  • Profilblech

    Für bestimmte Verwendungen industriell gefertigtes, gekantetes Blech z. B. für Fenster- oder Mauerabdeckungen, Wand- oder Deckenverkleidungen.

  • Profilglas

    U-förmiges Verglasungselement aus Gussglas in Breiten bis 50 cm (Fabrikatname Profilit).

  • Profilzylinder

    Schließzylinder mit profilförmigem Querschnitt.

  • Pultdach

    Form eines geneigten Daches mit nur einer, sich auf die Gebäudetiefe erstreckenden Dachfläche (Zeichnung Dachform).

  • Pumpbeton

    Beton in bestimmter, geschmeidiger Konsistenz, der mittels einer Pumpe über Schläuche zum Ort des zu betonierenden Bauteils transportiert wird.

  • Putzgrund

    Fläche, auf die geputzt wird und die dem Putz ausreichende Haftung gewährt.

  • Putzstück

    Mit einem Deckel versehenes Formstück in einer Wasserleitung zur Reinigungsmöglichkeit.

  • Putzträger

    Baustoffe, wie z. B. Rohrgewebe, Drahtgeflechte, Streckmetall, Holzwolle-Leichtbauplatten, die auf Flächen zur besseren Putzhaftung angebracht werden oder auf nicht flächigen Bauteilen (z.B. Holzbalkendecken, Rippdecken) den Putzgrund darstellen.

  • Quadermauerwerk

    Natursteinmauerwerk aus steinmetzmäßig bearbeiteten Werksteinen (Zeichnung Natursteinmauerwerk).

  • Rabitzdecke

    siehe Drahtputzdecke

  • Rabitzgewebe

    Verzinktes Drahtgewebe zur Verwendung als Putzträger.

  • Rabitzwand

    siehe Drahtputzwand

  • Radiator

    Heizkörper einer Zentralheizung, zusammengesetzt aus einzelnen Gliedern oder Röhrenelementen, die vom Wärmeträger (z. B. Warmwasser, Dampf) durchströmt werden und die Wärme durch Strahlung und Konvektion abgeben.

  • Rähm

    1. Über den Stützen durchlaufender Tragbalken beim Holzskelettbau.
    2. Längslaufendes Kantholz zur Längsaussteifung eines Sparrendaches, Anordnung an First, Dachfuß und/oder unter den Kehlbalken.

  • Rahmen

    1. Tragkonstruktion aus Holz, Stahl oder Stahlbeton bei der Riegel und Stiele biegesteif miteinander verbunden sind, zumeist für größere Spannweiten.

    2. Traggerüst eines Fensters oder einer Tür, an dem die Flügel befestigt sind. Blendrahmen, Blockrahmen, Türzarge.

  • Rampe

    Geneigte Ebene als Geh- oder Fahrfläche zur Überwindung von Höhenunterschieden.

  • Rapputz

    Wandputz für untergeordnete Räume (z. B. unbewohnte Dach- oder Kellerräume) als einlagiger Putzanwurf mit anschließendem Verstreichen.

  • Rasenstein

    Gitterartiger flacher Betonstein, zur Befestigung befahr- oder begehbarer Flächen innerhalb einer Grünfläche, der in den Gittermaschen von Rasen durchwachsen werden kann.

  • Rauchabzug

    Öffnung für einen Abzug von Rauch im Brandfall in Form von automatisch oder durch Handbedienung sich öffnenden Fenstern, Klappen, Lichtkuppeln usw. Er ist ab einer bestimmten Geschosszahl oder Gebäudenutzung in den Treppenhäusern und in Versammlungsräumen oder dgl. vorgeschrieben.

  • Rauchdichte Tür

    Tür, die keinen Durchgang von Rauch im Brandfall zulässt.

  • Rauchmelder

    Zur Sicherung von Personen und Sachen installiertes elektronisches Gerät, das beim Auftreten von Rauch akustische oder elektrische Signale und gegebenenfalls Schließvorgänge von Türen und Toren auslöst, automatische Löscheinrichtungen in Betrieb setzt usw.

  • Rauchrohr

    Verbindungsrohr zwischen Feuerstätte (Heizkessel) und Schornstein.

  • Raumteiler

    Ein als Trennwand dienender Einbauschrank oder dgl.

  • Raumzelle

    Als vorgefertigter Raum, mit und ohne Innenausbau, industriell hergestelltes Bauwerksteil aus z. B. Kunststoff, Metall, Holz, Beton, das sich in der Vielzahl zu einem Gebäude zusammenfügen lässt.

  • Rautendach

    Aus Rautenflächen zusammengesetztes Zeltdach.

  • Reduktionsstück, Reduzierstück

    Übergangsstück

  • Regelanlage

    Mit elektronischen Fühlern, Messgeräten und Steuerungsorganen versehene Anlage für eine automatische Steuerung z. B. einer Heizungs- oder Lüftungsanlage über z. B. Außen- und/oder Innentemperaturen, Luftfeuchtigkeit oder voraus bestimmbare Betriebsabläufe. Die Regelung ist wesentlicher Bestandteil einer auf Energieeinsparung eingestellten betriebstechnischen Anlage.

  • Regenfallrohr

    Senkrechtes Rohr aus Blech oder Kunststoff zum Ableiten des Niederschlagswassers von Dächern, Balkonen oder dgl.

  • Regenschutzschiene

    Profilschiene zumeist aus Aluminium, die als Teil des unteren Fenster- oder Türanschlages in den Rahmen eingebaut wird und unter der Flügelfälzung eingedrungenes Wasser über in dem Profil angeordnete Schlitze nach außen ableitet.

  • Regulierventil

    Ventil an Heizkörpern zur Regelung der Wärmeabgabe durch Veränderung des Warmwasserdurchlaufs.

  • Revisionsschacht

    Zu Kontroll-, Reinigungs- und/oder Montagezwecken im Erdreich verlegter Leitungen in bestimmten Abständen und bei Richtungsänderungen angeordnete Schächte aus z. B. Betonfertigteilen, Ortbeton oder Mauerwerk mit befahr- oder begehbaren Abdeckungen, zum Einstieg gegebenenfalls mit Steigeisen versehen.

  • Revisionsstück

    siehe Putzstück

  • Rieddach, Reetdach

    Mit Riedgras (Reet) gedecktes Strohdach.

  • Riegel

    1. Waagrechter Querbalken des Holzskelettbaus zwischen den Stützen (Ständer, Pfosten, Stiel).

    2. Horizontales oder schräges Trägerelement eines Rahmens.

    3. Schiebeverschluss für einfache Fenster und Türen.

  • Riemchen

    Schmale, längliche Klinker-, Keramik-, Naturstein- oder Ziegelplatten für Verkleidungen usw.

  • Riemen

    Holzbrett mit Nut und Feder für Fußbodenbelag, Verkleidungen usw.

  • Riffelblech

    Blech mit rautenförmig geriffelter Oberfläche für begeh- oder befahrbare, rutschfeste Abdeckungen von Schächten, Bodenkanälen usw.

  • Ringanker, Ringbalken

    Über äußeren Mauerwerkswänden und deren Öffnungen umlaufend angeordneter Stahlbetonbalken zur Aufnahme von Horizontalkräften (Schub), sofern nicht eine Deckenplatte in dieser Ebene eine Aussteifung übernehmen kann.

  • Ringleitung

    Eine in einem Raum oder einem Geschoss ringförmig von und zum Steigstrang z. B. im Boden verlegte Heizleitung zum Anschluss der einzelnen Heizkörper.

  • Rinnenhalter

    Auf den Sparren oder am Dachrand befestigte, entsprechend dem Rinnenquerschnitt gebogene Halter aus Flacheisen als Träger der Dachrinne.

  • Rinnenheizung

    Heizung einer Dachrinne mittels Einlegen eines elektrischen Heizkabels zur Vermeidung von Eisbildung oder Schneestau.

  • Rinnenkasten

    Kastenförmige Ausbildung des Übergangs von der Dachrinne zum Regenfallrohr.

  • Rippendecke

    Deckenart einer Plattenbalkendecke mit geringem Abstand (max. 70 cm) der einzelnen Balken (Rippen) und geringer Stärke der Deckenplatte. Die Herstellung erfolgt auf einer Schalung aus einzelnen Kassetten aus Holz, Metall oder Kunststoff oder als Füllkörperdecke.

  • Rippenstreckenmetall

    Putzträger

  • Rispe

    siehe Windrispe

  • Rohbauarbeiten

    Zu den Rohbauarbeiten gehören u. a. Erd-, Abwasserkanal, Mauer-, Beton- u. Stahlbeton-, Naturwerkstein-, Zimmer-, Stahlbau-, Dachdeckungs-, Dachdichtungs-, Klempnerarbeiten und Abdichtungen gegen drückendes und nicht drückendes Wasser. Ausbauarbeiten.

  • Rohfilzpappe

    Filzartige Pappbahn für z. B. Fußbodenunterlagen, die Herstellung von Dachpappe.

  • Rohrbegleitheizung

    Beheizung frostgefährdeter Kaltwasserleitungen und dgl. durch Umwickeln mit elektrischen Heizbändern und Umhüllung mit Wärmedämmstoff. Die Heizung wird automatisch über Temperaturfühler gesteuert.

  • Rohrbelüfter, -entlüfter

    Vorgeschriebene Vorrichtung am Ende eines Wasserstranges zur Verhinderung des Entstehens von Unterdruck und damit der Gefahr des Absaugens von Abwasser in die Wasserleitung über z. B. Brauseschläuche in der Badewanne.

  • Rohrdurchführung

    Einbauteil in Betonwände zur wasser- oder gasdichten Durchführung von Rohrleitungen durch die Wand. Der Dichtungsanschluss erfolgt zumeist durch Flanschverbindungen.

  • Röhrensiphon Rohrsiphon

    S-förmiger Geruchverschluss.

  • Röhrenspanplatte

    Spanplatte mit hoher Tragfähigkeit und Steifigkeit bei niedrigem Gewicht durch röhrenförmige Hohlräume.

  • Rohrgewebe, -matte

    Zu Matten verbundenes Schilfrohr, Verwendung z. B. als Putzträger.

  • Rollschicht

    Schicht aus Mauersteinen mit Verlegung der Steine auf der längeren Schmalseite.

  • Rosette

    1. Runde Schlüssellochabdeckung

    2. Ringförmige Abdeckung der Auslässe von Rohrleitungen bzw. des Türgriffs am Türblatt.

  • Rostschutz

    Schutz von Eisen und Stahl durch z. B. Rostschutzanstriche, Verzinkung, Kunststoffbeschichtungen gegen Korrosion.

  • Rückflussverhinderer

    Ventilartige Vorrichtung für den Einbau in Wasserleitungen zur Verhinderung des Rückflusses von Wasser im Falle eines Unterdruckes in der öffentlichen Versorgungsleitung.

  • Rücklauf

    Von den Heizkörpern zu Heizkessel oder Fernwärmeanschluss zurückführende Leitung eines Heizkreises.

  • Rückschlagklappe

    Selbsttätig wirkende Absperrklappe, die nur eine Fließrichtung innerhalb einer Rohrleitung zulässt.

  • Rückstauebene

    Die von der Bauaufsichtsbehörde festgelegte Höhenlage (im ebenen Gelände zumeist die Straßenhöhe) unter der mit Rückstau (z. B. in Folge hoher Niederschläge) aus der Kanalisation gerechnet werden muss.

  • Rückstauverschluss

    Absperrvorrichtung als Kugel- oder Klappenverschluss in Abwasserleitungen bzw. Bodenabläufen die unterhalb der Rückstauebene liegen. Der Rückstauverschluss wird von Hand bedient und besitzt beim Rückstaudoppelverschluss zusätzlich eine selbsttätig wirkende Absperrung.

  • Rundbogen

    Bogen in Form eines Halbkreises (Zeichnung Bogen).

  • Sägedach

    siehe Sheddach

  • Sammler

    Abwasserkanal

  • Sandfang

    Herausnehmbarer Einsatz in einem Hofablauf (zumeist in Form eines im oberen Bereich geschlitzten Eimers), in dem sich mit dem Oberflächenwasser eingespülter Sand absetzt und zurückgehalten wird.

  • Sandstrahlen

    Behandlung von Oberflächen durch Abstrahlen unter hohem Druck mit Sand zur Entrostung von Metallen, Aufrauhen von Holzoberflächen zur Hervorhebung der Holzstruktur, Reinigung von Naturstein- oder Klinkerfassaden usw.

  • Sandwichplatte

    Vorgefertigtes drei- oder mehrschichtiges Wandbauteil oder Fassadenelement aus Beton, Metall, Glas oder Kunststoff mit in der Mitte liegender Wärmedämmschicht.

  • Sanitärinstallation

    Bauleistung bestehend aus Verlegen, Montieren und Anschließen von Gas- und Wasserleitungen, der zugehörigen zentralen Einrichtungen, Geräte und Gegenstände.

  • Sanitärzelle

    Installationszelle

  • Satiniertes Glas

    Glas mit matter Oberfläche

  • Satteldach

    Dachform mit zwei gegeneinander geneigten Dachflächen, die von den Traufseiten ansteigend im First zusammentreffen (Zeichnung Dachform).

  • Sattelholz

    Holz für eine Aufsattelung.

  • Sattelschiene

    Profilschiene aus verzinktem Stahl oder Aluminium als untere Führung einer Schiebetür bzw. zum festen und dichten Aufsitz einer Hebetür.

  • Sauberkeitsschicht

    Auf das Erdreich aufgebrachte ca. 5-10 cm starke Betonschicht unter bewehrten Stahlbetonfundamenten oder -bodenplatten als Aufstandsfläche für die Bewehrung vor dem Betonieren.

  • Säumen

    Verstärken einer Blechkante zur Aussteifung.

  • Schabputz

    Wandputz mit rauher Oberfläche durch Abziehen mit einem Brett oder einer Klinge nach dem Abbinden.

  • Schachtabdeckung

    Begeh- oder befahrbarer Deckel von Revisions-, Brunnenschächten und dgl. aus Gußeisen, Gußeisen mit Betonfüllung oder Aluminium.

  • Schäftung

    Verlängerung eines Holzes durch ein anderes mit gleichem Querschnitt durch Verleimung, Vernagelung oder dgl. an den schräg geschnittenen Stoßflächen.

  • Schalbrett

    EinzeInes Brett als Schalung der Stirnfläche einer Decke oder dgl.

  • Schalholz

    Balken, Bohle, Kantholz oder dgl. für die Unterkonstruktion oder Stützung einer Schalung.

  • Schalldämmstoff

    Offenporige, schallabsorbierende Materialien wie z. B. Mineralwolle, Mineralfaserdämmplatten, weiche Kunststoffschäume, Holzwolle, Filz.

  • Schalldämmung

    Maßnahme zur Herabsetzung des Schalldruckpegels beim Durchgang des Schalls durch Bauteile zwischen dem Ort der Schallerzeugung und anderen Räumen. Man unterscheidet zwischen Luftschalldämmung und Trittschalldämmung.

  • Schalldämpfung

    Verminderung von Schallenergie durch schallabsorbierende Stoffe innerhalb des Schallerzeugers (z. B. Ventilatoren, Maschinen, Motoren) oder auf dem Weg der Fortpflanzung in z. B. Schächten, Kanälen.

  • Schallschluckung

    Verlust an Luftschallenergie innerhalb eines Raumes durch weiche, schallabsorbierende Materialien oder schallschluckende Konstruktionen an den Reflexionsflächen. Bei vollständiger Schallschluckung erfolgt kein Nachhall.

  • Schallschutz

    Maßnahme zur Verminderung der Schallübertragung, z. B. durch Anordnung schwerer Bauteile (Wände und Decken), leichter Bauteile in mehrschaliger Ausführung, gegebenenfalls mit Dämmstoffschichten, schwimmender Estriche (zur Trittschalldämmung), von Schallschutzfenstern, schalltechnischer Dämmungen bei der Verlegung bzw. Befestigung von Rohrleitungen, geräuscharmer Armaturen (Auslaufventile, Batterien usw.). Nach DIN 4109 &quot.Schallschutz im Hochbau&quot. sind in der vorgesehenen Neufassung für die Anforderungen an die Luft- und Trittschalldämmung von Bauteilen 1. zum Schutz gegen Schallübertragung aus einem fremden Wohn- und Arbeitsbereich (z. B. Mehrfamilienhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser) 2. zwischen Räumen haustechnischer Anlagen bzw. gewerblicher Betriebe (&quot.laute Räume&quot.) und baulich mit diesen verbundenen Aufenthaltsräumen 3. zum Schutz gegen Schallübertragung aus dem eigenen Wohn- oder Arbeitsbereich 4. von Außenwandbauteilen Schallschutzmaßnahmen als Mindestanforderung bzw. als Vorschlag für erhöhten Schallschutz und höchstzulässige Schall-pegel für z. B. Armaturen und Geräte der Wasserinstallation, Anlagen zur Heizung, Lüftung, Klimatisierung in Aufenthaltsräumen festgelegt.

  • Schallschutzfenster

    Gegen das Eindringen von Außenlärm mit schalltechnischen Dichtungen und Schallschutzglas versehenes Fenster.

  • Schalung

    1. Flächige oder räumliche Anordnung von z. B. Holztafeln (Schaltafeln) Brettern, Stahl-blech, Kunststoffelementen zur Formgebung und Abstützung von Betonbauteilen bis zur Erhärtung des Betons. Die Schalungsfläche selbst wird durch ein Schalungsgerüst getragen.

    2. Wand- oder Deckenverkleidung aus Brettern.

    3. Unterlage für Dachdeckungen

    (z. B. Schiefer, Blech, Dachpappe) aus Brettern.

  • Schalungsöl, Schalungspaste

    Ölemulsionen oder Pasten zum Aufbringen auf die Schalungsoberflächen zur Erleichterung beim Ausschalen infolge verminderter Haftung zwischen Schalung und Beton. Schalölreste auf Betonflächen sind vor Aufbringen von Anstrichen oder Putz zu entfernen.

  • Schalungsrauh

    Betonoberfläche ohne weitere Bearbeitung nach Entfernen der Schalung.

  • Scharblech

    siehe Einlaufblech

  • Scharnier

    Gelenkiger Bau- oder Möbelbeschlag für Drehflügel oder Klappen.

  • Scharrierung

    Sichtflächenbearbeitung von Naturwerkstein.

  • Schattennut

    Ausbildung einer fugenartigen Vertiefung zwischen zwei Bauteilen zur optischen Trennung oder Unterteilung einer Fläche.

  • Schaumbeton

    siehe Gasbeton

  • Schaumglas

    Geschäumtes Glas zur Verwendung als Wärmedämmstoff (Fabrikatsname Foamglas).

  • Schaumkunststoff

    Künstlich hergestellter leichter Werkstoff mit zelliger (offen oder geschlossen) Struktur. Hartschaum.

  • Scheinfuge

    Zur optischen Gliederung angeordnete fugenartige Vertiefungen in Betonflächen.

  • Scheitel

    Höchster Punkt eines Bogens oder Gewölbes.

  • Scheitrechter Bogen

    Gemauerter, waagrechter Sturz über einer Fenster- oder Türöffnung mit keilförmiger Vermauerung der Steine, ganz oder fast ohne Stich.

  • Schelle

    Ringförmiges Befestigungselement für Rohrleitungen.

  • Scherengitter

    Zusammenschiebbares Gitter aus scherenartig verbundenen Stahl- oder Aluminiumprofilen.

  • Scheuerbeständig

    Beanspruchungsmerkmal eines Anstriches.

  • Schichtenmauerwerk

    Natursteinmauerwerk, bei dem eine Bearbeitung der Steine nur bis zu einer bestimmten Tiefe erfolgt, je nach Art als hammerrechtes-, unregelmäßiges oder regelmäßiges Schichtenmauerwerk (Zeichnung Natursteinmauerwerk).

  • Schichtholz

    Aus mit Kunstharz verleimten kleinen Brettern hergestelltes formbeständiges Bauholz für Tragkonstruktionen großer Spannweiten.

  • Schieber

    In einem Gehäuse geführte Vorrichtung in Rohrleitungen zum Absperren bzw. Regeln des Durchflusses von Flüssigkeiten und Gasen.

  • Schifter, Schiftsparren

    Beim Walm-dach zwischen Traufe und Gratsparren liegende Sparren.

  • Schindel

    siehe Holzschindel

  • Schlackenbeton

    Beton mit Schlacke als Zuschlagstoff, Verwendung für Schlackenbetonsteine.

  • Schlagleiste

    Bei zweiflügligen Fenstern oder Türen an einem Flügel angebrachte senkrechte Leiste als Anschlag für den anderen Flügel.

  • Schlämmen

    Überziehen von Mauerflächen oder dgl. mit einer 2-5 mm starken Schicht aus Anstrichstoffen (z. B. Kalkmilch) mit mineralischem Zuschlagsstoff (z. B. feiner Sand, Gesteinsmehl) durch Auftragen mit der Bürste.

  • Schlammfang

    Einsatz oder vertiefter Teil eines Hofablaufs, Benzin- oder Ölabscheiders zum Absetzen und Zurückhalten von Schmutz- oder Schlammteilen.

  • Schlauder

    Mit einer Bohrung versehenes, ankerförmig aufgeschlitztes Flacheisen als Befestigungsmittel für Fenster und Türen im Mauerwerk.

  • Schleppdach

    Fortsetzung einer geneigten Dachfläche durch Herabziehen in der gleichen Neigung über Anbauten, Terrassen usw.

  • Schleppgaube, -gaupe

    Gaupe in Form eines an drei Seiten aus der Dachfläche herausgehobenen Rechtecks mit dreiecksförmigen Seitenflächen.

  • Schließanlage

    Anlage, bei der die mit Schließzylindern ausgestatteten Türschlösser eines Gebäudes oder Gebäudeteils über die Einzelschlüssel hinaus nach einem festgelegten Schließplan mit Hauptschlüssel oder einem Generalhauptschlüssel geschlossen werden können. Hauptschlüsselanlage, Generalhauptschlüsselanlage.

  • Schließblech

    Im Türrahmen als Gegenstück zum Schlossstulp eingelassenes Blech mit Aussparungen für den Fallenkopf und Riegel des Türschlosses.

  • Schließzylinder

    Schließvorrichtung für eine Sicherungsart höherer Ordnung zum An- oder Einbau in ein Türschloss, bestehend aus Zylindergehäuse, Zylinderkern, Stiftzuhaltungen und Schließbart.

  • Schlitzwand

    Durch Ausbetonieren von Erdschlitzen nach verschiedenen Verfahren hergestellte Baugrubenverkleidung.

  • Schlosskasten

    Das die gesamten Einzelteile eines Türschlosses enthaltende Gehäuse.

  • Schlossstulp

    Stirnblech des Schlosskastens beim Einsteckschloss mit Aussparungen für Fallenkopf und Riegel.

  • Schmutzwasser

    Das anfallende verunreinigte Wasser.

  • Schnurgerüst

    Auf der Baustelle im Bereich der späteren Gebäudeecken aufgestellte Gerüste, über die mittels Schnüren oder Drähten das fluchtgerechte Anlegen von Wänden, Stützen, Achsen und dgl. erfolgt.

  • Schottenbauweise

    Anordnung der tragenden Wände eines Gebäudes in Querrichtung, die es erlaubt, die Außenwandöffnungen der Längsseiten mit nichttragenden Fenster-, Fassaden- oder Wandelementen zu schließen.

  • Schürze

    In eine Öffnung oder einen Raum von der Decke oder der Deckenverkleidung herabhängende Blende.

  • Schutzanstrich

    Anstrich von Bauteilen zum Schutz gegen Korrosion, chemische Einflüsse, Feuer, Fäulnis, lnsekten usw.

  • Schutzerdung

    siehe Erdung

  • Schutzestrich

    Estrich zum Schutz von Abdichtungsschichten vor mechanischer Beschädigung.

  • Schutzleiter

    Leiter, der nicht zum Betriebsstromkreis gehörende leitfähige Anlageteile verbindet, und zum Anschluss von Schutzeinrichtungen. Der Schutzleiter dient zum Ableiten der Fehlerströme. Als Schutzleiter gelten außer dafür vorgesehene separate Leiter auch alle Konstruktionselemente wie Rohre, Stahlarmierungen usw.

  • Schwalbenschwanz

    Holzverbindung, bei der ein schwalbenschwanz-förmiger Zapfen des einen Holzteiles in die gleichgeformte Ausnehmung des anderen eingreift.

  • Schwanenhals

    Leicht konisches, rohrförmiges Verbindungsstück zwischen Dachrinne und Regenfallrohr.

  • Schwarte

    Brett mit einseitiger Waldkante, das beim Einschneiden von Rundholz beidseitig anfällt. Verwendung für z. B. Ein-schubdecken, rustikale Holzverschalungen.

  • Schweißbahn

    Dachabdichtungsstoff als Bitumen-Schweißbahn. Die Verklebung der einzelnen Lagen untereinander erfolgt durch Erhitzen der Bitumenschicht der Schweißbahn und sattes Andrücken.

  • Schwergewichtsmauer

    Stützmauer, die durch Verwendung von schwerem Steinmaterial oder Beton und hoher Wanddicke ohne weitere Maßnahmen zur Aufnahme des Erddrucks in der Lage ist.

  • Schwerkraftheizung

    Zentrale Warmwasserheizung, deren Kreislauf ohne Pumpen durch Aufsteigen des warmen Wassers und Rückfließen des abgekühlten erfolgt.

  • Schwimmender Estrich

    Auf weichen Dämmplatten oder -matten verlegter , durch Dämmstreifen von den Wänden getrennter Estrich zur Verminderung der Übertragung von Luft- und Trittschall in die darunterliegende Decke.

  • Schwinden

    Langenänderung (Verkürzung) von z. B. Beton, Holz oder Gussasphalt beim Austrocknen bzw. Erkalten.

  • Schwindfuge, Schwindgasse

    Streifenförmige Aussparungen in großflächigen bzw. langen Betonbauteilen ohne Unterbrechung der Bewehrung zur Verhinderung von Spannungen beim Schwinden. Die Schwind-fugen werden nach Abschluss des Schwin-dens mit Beton vergossen.

  • Schwindriss

    Rissbildung in Mörtel, Beton oder Holz durch Schwinden.

  • Schwingflügel, – fenster

    Fensterflügel

  • Schwitzwasser

    siehe Kondenswasser

  • Segmentbogen

    Bogen in Form eines Kreissegments (Zeichnung Bogen).

  • Setzholz

    Rahmenpfosten bei zwei- oder mehrflügeligen Fenstern.

  • Setzriss

    Rissbildung in Bauteilen durch unterschiedliche Setzung.

  • Setzstufe

    Senkrechter Teil einer winkelförmigen Stufe.

  • Setzung

    1. Nachgeben eines Baugrundes durch dessen Zusammendrückung infolge Belastung. Das voraussichtliche max. Maß einer Setzung kann nach Kenntnis des Bodengefüges und der Bauwerkslasten berechnet werden. Gleichmäßige Setzungen unter einem Bauwerk bedingen im allgemeinen keine Schäden an diesem.

    2. Absackung von Auf- und Hinterfüllungen durch Eigengewicht bei nicht oder nicht ausreichend vorgenommener Verdichtung.

  • Shed, Sheddach

    Dachform vornehlich im Industriebau als Reihung von einzelnen, im Querschnitt giebel- oder sägezahnförmigen Bauteilen (Sheds). Die Sheds werden zur Belichtung darunterliegender Räume ein- oder zweiseitig verglast (Zeichnung Dachform).

  • Sicherheitsbeleuchtung

    Eine von Einzelbatterien, einer Zentralbatterie oder einem Notstromaggregat gespeiste, vom öffentlichen Stromnetz unabhängige Beleuchtungsinstallation, die nach Vorschrift für Aufenthaltsräume und Rettungswege bestimmter Gebäude bzw. Nutzungen vorgeschrieben ist. Sie brennt ständig oder schaltet sich bei Ausfall der netzabhängigen Beleuchtung selbsttätig ein.

  • Sicherheitsglas

    Beim Bruch splitterfreies Glas zur Vermeidung von Schnittverletzungen. Einscheiben Sicherheitsglas, Verbund-Sicherheitsglas.

  • Sichtbeton

    Beton, der ohne weitere Behandlung (z. B. Verputz, Verkleidung) sichtbar bleibt mit der Forderung nach möglichst porenloser, gleichgetönter, absatzfreier Oberfläche, wobei die Struktur (z. B. glatt, rauh, profiliert) durch die Wahl der Schalung festgelegt ist.

  • Sichtmauerwerk

    Mauerwerk, das unverputzt bleibt und aus maßgenauen, unbeschädigten Mauersteinen in einwandfreiem Verband mit regeImäßigen Fugenbreiten herzustellen und nachträglich auszufugen ist.

  • Sickerbeton

    Einkornbeton

  • Sickerleitung

    Dränage Dränrohr

  • Sickerschacht

    Mit hohlraumreichem Material (z. B. Schotter, Kies, Sand) in Schichten von feiner bis grober Körnung gefüllter Schacht oder Grube zur Aufnahme von versickerndem Tagwasser mit Anschluß an wasserdurchlässige Bodenschichten.

  • Sickerwasser

    Das durch den Boden sickernde Oberflächenwasser.

  • Siederohr

    siehe Flußstahlrohr

  • Silikatfarbe

    Anstrichstoff mit Kaliwasserglas als Bindemittel für z. B. wetterfeste Außenanstriche.

  • Simsbrett

    Abschlußbrett des Dachrandes am Giebel.

  • Sinkkasten

    Gully

  • Siphon

    Geruchverschluss als Flaschen- oder Röhrensiphon.

  • Skelettbauweise

    Bauweise aus Holz, Stahl oder Beton, bei der die Tragkonstruktion aus Stützen, Balken, Trägern und dgl. besteht und die senkrechten Raumabschlüsse durch nichttragende Ausfachungen gebildet werden.

  • Sockel

    1. Unterer Teil einer Wand, bei Außenwänden im allgemeinen der Wandbereich über Gelände bis Oberkante Erdgeschoßfußboden.

    2. Im Sprachgebrauch Bezeichnung für Sockelleiste, Sockelplatte.

  • Sockelbrett, -leiste

    Fußleiste

  • Sockelfliese, Sockelplatte

    Keramik oder Natursteinplatte zur Verlegung als senkrechter Abschluss eines Plattenbelages zur Wand.

  • Sohlbank

    Äußere Abdeckung aus Natur-, Kunststein oder Beton des Brüstungsmauerwerks einer Fensteröffnung.

  • Sohle

    Bodenfläche von Baugruben, Fundament-, Rohrgräben usw.

  • Solaranlage

    Anlage zur Nutzung von Sonnenstrahlungsenergie z. B. für die Erwärmung von Brauch-, Heizungs- oder Schwimmbadwasser. Die Sonnenstrahlung wird über den Sonnenkollektor aufgenommen und im Absorber in Wärme umgewandelt, die über das Wärmeträgermedium und den Wärmetauscher dem Nutzwasser zugeführt und im Solarspeicher bis zum Verbrauch bzw. zur Abdeckung kurzfristiger Schwankungen des Strahlungsangebotes gespeichert wird. Aufgrund der in Mitteleuropa begrenzten Sonneneinstrahlung kann eine Kollektor-Solaranlage nur im Verbund mit einer konventionellen (ölgefeuerten) Heizungs- und Brauchwassererwärmungsanlage betrieben werden. In Erprobung befindliche Weiterentwicklungen von Solaranlagen sehen den Einsatz von sog. Solarabsorbern als Flächenwärmeaustauscher in Verbindung mit einer Wärmepumpe vor. Zu Solarabsorbern ausgebildete Dächer und/oder Fassaden werden durch die Wärmepumpe gegenüber der Umgebungstemperatur abgekühlt und können somit der Luft Wärme entziehen.

  • Solnhofer Platte

    Jurakalkstein, vornehmliche Verwendung als Natursteinplatte für Bodenbeläge.

  • Sonnenkollektor

    Anlagenteil einer Solaranlage, in der Regel als Flachkollektor bestehend aus Gehäuse und Rahmen aus Aluminium, Stahl, Edelstahl, Kunststoff oder Holz, einer sonnenstrahlungsdurchlässigen Abdeckung aus Glas, Kunststoffglas oder glasfaserverstärktem Kunstharz, dem zwischen Abdeckung und unterseitiger Wärmedämmschicht eingebauten Absorber und den Anschlüssen für den Kreislauf des Wärmeträgermediums. Der Kollektor wird im allgemeinen in Dachflächen einzeln oder Gruppen angeordnet, die gebräuchlichen Abmessungen liegen bei 0,70 – 1,40 m Breite und 1,00 bis 5,00 m Länge.

  • Sonnenschutzglas

    Spezialflachglas zur Verhinderung unerwünschter Aufheizung der Raumluft durch Reduzierung des Strahlendurchgangs (Infrarot) als Absorptionsglas, das bei der Glasschmelze Beimengungen von Farbstoffen (z. B. Eisenoxid, Kupferoxid) erhält oder Reflexionsglas, das mit metallischen, dielektrischen, halbleitenden Substanzen als festhaftender Film beschichtet ist.

  • Spachtelisolierung

    Abdichtungsart durch Auftragen bituminöser, kalt oder heiß zu verarbeitenden Spachtelmasse auf die abzudichtende Fläche.

  • Spachtelmasse

    Zieh-, streich- oder spritzbare Masse auf z. B. Öl-, Leim-, Dispersions-, Kunststoffbasis zum Ausgleich von Unebenheiten, Schließen von kleinen Löchern und Poren usw. Verwendung z. B. zur Herstellung ebener Untergründe für Anstriche oder Bodenbeläge.

  • Spaltplatte

    Frostbeständige, glasierte oder unglasierte keramische Platte für Verblendungen, Wand- oder Bodenbeläge.

  • Spaltriemchen

    Spaltplatte in Form eines Riemchens.

  • Spannbeton

    Vorgespannter Stahlbeton, der durch Spannen der Bewehrung vor Einbringen des Betons und Entlastung nach dessen Erhärtung Druckspannungen erhält, die die Zugspannungen aus späteren Belastungen teilweise ausgleichen oder aufheben. Spannbeton ermöglicht gegenüber nicht vorgespanntem Stahlbeton kleinere Querschnitte, damit geringeres Gewicht, größere Spannweiten, Rissefreiheit und eine Stahlersparnis.

  • Spannweite

    Die Stützweite einer Tragkonstruktion.

  • Spanplatte

    Holzspanplatte

  • Sparfutter

    Nicht auf die gesamte Leibungstiefe angeordnetes Türfutter.

  • Sparren

    Die die Dachhaut tragenden, von der Traufe zum First verlaufenden Balken oder Träger eines Dachstuhls.

  • Sparrendach

    Dachgerüst für Dachneigungen über 35°, bei dem zwei sich gegen- überliegende Sparren am Sparrenfuß durch Versatz in den Deckenbalken oder ein Fußrähm eingelassen bzw. befestigt sind und am First sich gegeneinander abstützen. Die Längsaussteifung des Sparrendaches erfolgt durch Anordnung von Windrispen und ggfs. einem Firsträhm.

  • Sparrenlage

    Darstellung der Anordnung aller Sparren eines Dachstuhls in der Grundrissprojektion.

  • Sparschalung

    Schalung mit Zwischenräumen zwischen den einzelnen Brettern.

  • Speicherheizung

    Nachtstromspeicherheizung.

  • Sperrbeton

    Wasserdichter Beton durch bestimmte Zusammensetzung, Verdichtung, Nachbehandlung und ggfs. Zusatz von Sperrmitteln.

  • Sperrfürnier

    siehe Absperrfürnier

  • Sperrholz, Sperrholzplatte

    Holzwerkstoff aus mehreren verleimten Holzschichten mit der Unterteilung in:

    1. Furnierplatten aus mindestens drei kreuzweise aufeinandergeleimten Lagen von Furnieren.

    2. Tischlerplatten aus einer Mittellage plattenförmig nebeneinander angeordneter Holzleisten als Stäbchen-, Stab- oder Streifenplatte mit mind. einer Furnierlage auf jeder Seite.

  • Sperrputz

    Unter Zusatz von Mörteldichtungsmittel (Sperrmittel) hergestellter wasserabstoßender Zementputz.

  • Sperrschicht

    Die zur Abdichtung von Wänden gegen aufsteigende Feuchtigkeit unter oder in der Wand angeordnete Lage aus Dachpappe oder Kunststoffolie.

  • Sperrtür

    Glatte Holztür bestehend aus Rahmen, Einlage und beidseitiger Deckplatte.

  • Sperrung

    Sicherung eines Bauwerks gegen Feuchtigkeit.

  • Spiegelglas

    Auf beiden Seiten planparallel geschliffenes Gußglas als Flachglas.

  • Spindeltreppe

    Wendeltreppe, bei der die einzelnen Stufen an einer in der Mitte stehenden Spindel befestigt sind.

  • Spitzboden

    Raum über dem Kehlgebälk (Kehlbalken).

  • Spitzbogen

    Aus zwei Kreissegmenten zusammengesetzte Bogenform.

  • Sprengwerk

    1. Tragwerk mit waagrechtem Balken oder Träger, der von unten durch geneigte Streben abgestützt wird.

    2. Tragkonstruktion eines Pfettendachstuhls, bei der die Lasten der Pfosten zur Entlastung der Decke über Streben auf die Außenwände abgeleitet werden.

  • Sprinkleranlage

    Selbsttätige Feuerlöscheinrichtung in Form einer unter der Decke angebrachten Wasserrohrinstallation mit regelmäßig verteilten Sprühköpfen, die jeder für sich ein temperaturempfindliches Auslöseteil besitzen.

  • Spritzputz

    Mit Spritzmaschinen oder -Geräten aufgebrachte Putzschicht.

  • Spundung

    Das gleichzeitige Anhobeln einer Feder an der einen und Ausfräßen einer Nut an der anderen Längsseite eines Brettes ( Nut- und Federbretter).

  • Spundwand

    Durch Einrammen von bohlenartigen Stahl- oder Stahlbetonprofilen in das Erdreich hergestellte Baugrubenverkleidung, die gleichzeitig zum Abdichten der Baugrube gegen drückendes Wasser dienen kann

  • Stahlfadenverbundglas

    Gesetzlich geschützter Name für ein Verbund-Sicherheitsglas, das mit Stahlfadeneinlagen versehen ist.

  • Stahlpanzerrohr

    Installationsrohr zum erhöhten Schutz von elektrischen Leitungen (Abkürzung Stapa-Rohr).

  • Stahlzarge

    Als Eck- oder Umfassungszarge in die Wandöffnung eingesetzter Stahlrahmen zum Anschlagen von Holz- oder Stahltürblättern.

  • Stampfbeton

    Erdfeuchter, steifer Beton, der nur durch Stampfen verdichtet wird, für Bankette, Stützungen von Randsteinen und dergleichen.

  • Standbatterie

    Auf einem Waschtisch angeordnete Batterie.

  • Ständerbauweise

    Holzskelettbauweise mit einem Traggerüst aus Pfosten (Ständer) und Balken.

  • Standrohr

    Unterer, ca. 1.00-1.50 m langer Teil eines Regenfallrohres aus Guss- oder Stahlrohr.

  • Stangenverschluss

    Beschlag für Stahlfenster.

  • Steigleitung, Steigstrang

    Senkrechte, vom Hausanschlussraum bzw. Verteiler in die Geschosse führende Versorgungsleitungen der Elektro-, Sanitär- oder Heizungsanlage.

  • Steigungsverhältnis

    Angabe in cm der Steigung einer Treppe als Verhältnis von Stufenhöhe zu Auftrittbreite der einzelnen Treppenstufe (z. B. 17/29).

  • Steinholzestrich

    Estrichart aus einer Mischung von Magnesia mit Füllstoffen wie z. B. Sägemehl, Sägespäne.

  • Steinputz

    Zumeist als Edelputz hergestellter Putz mit gebrochenem Naturstein als Zuschlagstoff.

  • Steinwolle

    siehe Mineralwolle

  • Steinzeugrohr

    Aus Steinzeugton hergestellte glasierte, wasserdichte, säure- und laugenbeständige Rohre für Abwasserleitungen und Kanäle.

  • Stich

    Maß zwischen Kämpferlinie (Kämpfer) und Scheitel eines Bogens.

  • Stiel

    Tragpfosten oder senkrechtes Tragglied eines Rahmens.

  • Stirnfläche

    Schnittfläche eines Holzes senkrecht zur Faser.

  • Stock

    Türrahmen in der Art des Blockrahmens.

  • Stocken

    Steinmetzmäßige Bearbeitung eines Naturwerksteines.

  • Stoßblech

    Als Trittschutz unten auf Holztürblättern angebrachtes Blech.

  • Stoßfuge

    Die senkrechte Fuge beim Mauerwerk.

  • Strangdachziegel

    Auf Stranpressen hergestellter Dachziegel.

  • Strangfalzziegel

    Als Strangdachziegel hergestellter Falzzjegel.

  • Streckmetall

    Maschenartig geschlitztes Blech für die Verwendung als Putzträger.

  • Streichbalken

    Dicht vor einer Wand liegender, parallel zu ihr verlaufender Balken.

  • Streifenfundament

    Fundamentstreifen als Gründungskörper unter Wänden.

  • Stromkreis

    Geschlossene, durch Sicherungselemente gegen Überlastung abgesicherte elektrische Strombahn zwischen Stromquelle oder Verteiler und Stromverbraucher.

  • Stulp

    Schlossstulp

  • Stülpschalung

    Waagrechte Holzverschalung mit schuppenartig übergreifender Anordnung der einzelnen Bretter oder geeigneten Profilbrettern, die ein Eindringen von Regenwasser in die Fugen verhindern.

  • Sturmhaken

    Befestigungsklammer zur Sturmsicherung von Dacheindeckungen mit z. B. Schiefer.

  • Sturz

    Tragende, obere Begrenzung einer Fenster- oder Türöffnung in gerader oder gebogener Form.

  • Stützweite

    Abstand zwischen zwei unterstützungen (Auflagern) eines Bauteils.

  • Tafelbauweise

    Bauweise mit vorgefertigten tafelförmigen Wänden und Decken aus Holz oder Beton als Raumabschluss und Traggerüst.

  • Täfelung

    Vertäfelung

  • test

    test

  • Überblattung

    Durch spiegelbildliche Ausnehmungen an zwei ineinandergreifenden Holzteilen hergestellte Verbindung miteinander, die durch Verleimung, Dollen, Nägel oder Schrauben gesichert wird.

  • Überdeckung

    1. Maß des Übereinandergreifens bzw. Überlappens von z. B. Dachziegeln, Brettern, Folien, Dichtungsbahnen.

    2. Maß zwischen der Außenkante eines Stahlbetonbauteils und der Bewehrung.

  • Überfangglas

    Zweischichtiges Glas aus einer farbigen oder getönten Grundschicht mit einer meist weißen Überzugsschicht aus Glasschmelze. Verwendung z. B. als lichtstreuendes Glas für Leuchten.

  • Übergangsstück

    Formstück einer Rohrleitung für den Übergang von einem größeren in einen kleineren Durchmesser oder umgekehrt.

  • Überhangblech, -streifen

    Blechverwahrung der Anschlüsse von Dachdeckungen oder – abdichtungen im Bereich senkrechter Wandanschlüsse oder dgl.

  • Überlauf

    Abflussöffnung unterhalb des oberen Randes von Waschbecken, Badewannen und dgl. zur Verhinderung des Überlaufens oder höchster Punkt einer Warmwasserheizung (Ausdehnungsgefäß).

  • Überzug

    Über einer Tragebene angeordneter Balken oder Träger, der die Lasten auf die Auflager überträgt.

  • Umbauter Raum

    Der von den Außenwänden, Grund- und Dachflächen umschlossene Rauminhalt eines Baukörpers. Die Berechnung erfolgt nach DIN.

  • Umbauter Raum

    Der von den Außenwänden, Grund- und Dachflächen umschlossene Rauminhalt eines Baukörpers. Die Berechnung erfolgt nach DIN.

  • Umkehrdach

    Flachdachaufbau mit Verlegung der Wärmedämmung über der Abdichtung, die durch die Dämmschicht vor schädlicher Sonneneinstrahlung geschützt wird. Das Dämmmaterial muß gegen Wasser unempfindlich sein und zur Beschwerung und mechanischem Schutz mit einer Kiesschicht oder Platten abgedeckt werden.

  • Umleimer

    Kantenschutz aus einer angeleimten Holzleiste oder dgl. an Sperr-, Spanplatten usw.

  • Ummantelung

    Dichtes und fugenloses Verkleiden von Bauteilen mit entsprechendem Schutzmaterial, gegen z. B. Feuer, chem. Angriffe.

  • Umwehrung

    Sicherung am Rand einer höher gelegenen Fläche gegen Abstürzen durch z. B. Geländer, Brüstungen.

  • Unterbeton

    Unter einer Bodenplatte angeordnete Betonschicht

  • Unterboden

    Bodenschicht unter dem Fußbodenbelag.

  • Unterfangung

    Notwendige Unterstützung von Bauwerken oder Bauteilen unterhalb der vorhandenen Gründungssohle im Zuge der Herstellung tieferliegender benachbarter Baugruben, Gräben, Schächte oder dgl.

  • Untergurt

    Unterer Gurt eines Fachwerk-, Vollwandträgers oder Geländers.

  • Unterlagsbahn

    Trennschicht aus Folie, Pappe, Papier usw. zwischen Tragschicht und Belag, Abdichtung usw.

  • Unterputzinstallation

    Verlegung von Rohren oder Leitungen unterhalb der Wandoberfläche innerhalb des Putzes, im Mauerwerk oder im Beton.

  • Unterspannbahn

    Kunststoffolie mit netzartiger, verstärkender Einlage für die Anordnung unter der Dachdeckung gegen das Eindringen von Flugschnee.

  • Unterzug

    Unter einer Tragebene angeordneter Balken oder Träger, der die Lasten auf die Auflager überträgt.

  • Ventil

    Armatur zum Absperren und Drosseln des Flüssigkeits- oder Gasdurchflusses.

  • Verbau

    siehe Baugrubenverkleidung

  • Verblender, Verblendstein

    Für die Verblendung von Wänden, Stützen oder dgl. hergestellte Mauersteine oder Keramikplatten.

  • Verblendung

    Verkleiden von Bauteilen mit ausgewählten Baustoffen zur Sichtflächengestaltung (z. B. Klinker, Naturstein).

  • Verbundfenster

    Fenster mit doppelter Verglasung durch Anordnung eines an dem tragenden Flügel angeschlagenen zweiten Flügels, der zu Putzzwecken geöffnet werden kann.

  • Verbundglas

    Splitterbindendes Sicherheitsglas bestehend aus zwei oder mehreren Glasscheiben, die mit zähelastischen Zwischenschichten zu einer Einheit verbunden sind.

  • Verbundpflaster

    Flächenbefestigung aus in Sand verlegten Betonsteinen, deren polygonale Form einen guten Verbund gewährleistet.

  • Verbundplatte

    Mehrschichtenplatte

  • Verbundsicherheitsglas

    siehe Verbundglas

  • Verdichten, Verdichtung

    1. Verkleinern des Hohlraumgefüges von geschüttetem Erdmaterial oder dgl. durch manuelles oder maschinelles flächiges Stampfen, Rütteln oder Einschlemmen zur Erzielung der notwendigen Trag- bzw. Standfestigkeit.

    2. Verdrängen der in frisch eingebrachtem Beton enthaltenen Luft durch z. B. Stampfen, Rütteln (Rüttelflasche) des Betons zur Erzielung der erforderlichen Festigkeit und dichten Einbettung der Bewehrung.

  • Verdübelung

    1. Holzverbindung durch Anordnung von Dübeln.

    2. Anordnung von z. B. Stahldollen zwischen zwei durch eine Dehnungsfuge getrennten tragenden Stahlbetonbauteilen zur Kräfteübertragung bzw. Vermeidung unterschiedlicher Durchbiegungen. Die Stahldollen werden in dem einen Bauteil fest einbetoniert und erhalten im anderen zur Wahrung von Bewegungsmöglichkeiten der Bauteile eine Umhüllung.

  • Verfugen

    siehe Ausfugen

  • Verkehrslast

    Die auf ein Bauteil einwirkende bzw. zulässige Belastung (z. B. Personen, Fahrzeuge, Maschinen, Lagerstoffe, Schnee, Wind) außer der Belagslast und dem Eigengewicht des Bauteils.

  • Verkleidung

    Umhüllung, Ab- oder Überdeckung von Bauteilen mit z. B. Holz, Metall, Kunststoff, Kunst- oder Naturstein zur Sichtflächengestaltung oder zum Schutz gegen z. B. Feuer, Chemikalien.

  • Verlorene Schalung

    Die zur Herstellung eines Betonbauteils verwendete und wegen Unzugänglichkeit (z. B. Schacht, Kanal) innerhalb des Bauteils verbleibende Schalung.

  • Vermiculite

    Blähglimmer für die Verwendung von Wärme-, Schalldämmungen oder aIs Zuschlagstoff für Beton.

  • Versatz

    Zimmermannsmäßige Holzverbindung zumeist zwischen schrägen und senkrechten oder waagrechten Holzteilen durch Eingreifen des einen Holzquerschnittes in den anderen.

  • Versickerung

    Eindringen von Oberflächenwasser auf direktem Wege oder über Sickerpackungen in wasserdurchlässige Bodenschichten.

  • Versiegelung

    1. Porenschließende Oberflächenbehandlung von Holz- (z. B. Parkett), Stein- oder Betonflächen als Schutz gegen z. B. mechanische oder chemische Beanspruchungen.

    2. Abdichtung von Fugen, Anschlüssen und dgl. durch elastische Dichtungsstoffe auf Kunststoffbasis.

  • Versorgungsleitung

    Die Gas-, Wasser-, Elektrizitäts-, Fernmelde- oder Fernwärmeleitung des öffentlichen Versorgungsnetzes und die entsprechende Hausanschlussleitung.

  • Versottung

    An Schornsteininnenwänden auftretende Ausscheidungen von Teer, die infolge Kondenswasserbildung bei z.B. ungenügendem Wärmeschutz, zu großen Querschnitten entstehen und sich als braune Flecken an den Außenseiten abzeichnen.

  • Vertäfelung

    Verkleidung von Wänden und/oder Decken mit Holztafeln.

  • Verteiler, Verteilung

    1. Die Einheit der Verdrahtung der elektrischen Hauptleitung, einzelnen Stromkreisleitungen, Sicherungs- und Schaltelemente der Elektroanlage eines Gebäudes in einem schrankförmigen Bauelement aus Kunststoff oder Stahlblech.

    2. Die Zusammenfassung der Abgänge an der Hauptleitung für die einzelnen Verbrauchsleitungen einer Gas-, Wasser- oder Heizungsinstallation einschl. der zugehörigen Absperrorgane, Entleerungsventile und dgl.

  • Verwahrung

    Blechabdeckung oder -anschluss von Dachdeckungen, abdichtungen und dgl. an aufgehenden Bauteilen oder deren Rändern.

  • Verzahnung

    1. Ineinandergreifen des Verbandes von zwei winkelig zueinander angeordneten Teilen einer Mauerwerkswand.

    2. Sägezahnartige Holzverbindung von zwei Holzteilen.

  • Verzinkung

    Überziehen von Stahlteilen mit einer Zinkschicht als Rostschutz. Man unterscheidet nach Art des Aufbringens z. B. Feuerverzinkung (Eintauchen in flüssiges Zink), Spritzverzinkung (Aufspritzen von Zinkstaub).

  • Vierspänner

    Mehrfamilienwohnhaus mit vier Wohnungen je Geschoss an einem Treppenhaus.

  • VOB

    Die für die Vergabe, Ausführung und Abrechnung vorgeschriebene Verdingungsordnung für Bauleistungen, sofern nicht abweichende Regelungen oder Vereinbarungen getroffen werden.

  • Vollholz

    Holzteil mit massivem Querschnitt der natürlichen Struktur.

  • Vollziegel

    Mauerziegel ohne Lochung.

  • Voranstrich

    1. Anstrich mit Bitumen- oder Steinkohlenteerpechlösung auf den Untergrund bei bituminösen Abdichtungen.

    2. Anstrich mit Schellacklösung vor dem Grundanstrich zum Absperren von Ästen in Holzflächen.

  • Vorgespanntes Glas

    siehe Einscheiben-Sicherheitsglas

  • Vorhangfassade

    Nichttragende Außenwand aus z. B. Metall, Glas, Keramik, Kunststoff, Betonfertigteilen, die in den einzelnen Geschossen an die tragende Gebäudekonstruktion gehängt wird.

  • Vorlauf

    Von Heizkessel oder Fernwärmeanschluss zu den Heizkörpern führende Leitung eines Heizkreises.

  • Vormauerziegel

    Frostbeständiger Mauerziegel als Voll- oder Hochlochziegel.

  • Vorreiber

    Kleiner drehbarer Riegel als einfacher, heute kaum noch verwendeter Fensterverschluß.

  • Vorsatzbeton

    Sichtbare, mit ausgewählten Zuschlagstoffen hergestellte z. B. ausgewaschene ( Waschbeton), geschliffene, polierte Betonschicht eines zweischichtigen Betonwerksteins.

  • Voute

    Zunehmende Verstärkung des Querschnittes eines Balkens, Riegels oder einer Decke zum Auflager hin. sie ergibt eine schräge Untersicht.

  • Walmdach

    Dachform eines geneigten Daches mit abgeschrägten, als Dachfläche ausgebildeten Giebelseiten (Zeichnung Dachform).

  • Wandbatterie

    Batterie, die an der Wand montiert wird.

  • Wandvorlage

    Pfeilerartige Vorsprünge einer Wand.

  • Wange

    Seitenfläche einer Treppe, bei Holz- und Montagetreppen zumeist als Tragbalken ausgebildet.

  • Wanne

    1. Grundwasserwanne.
    2. Bezeichnung für die wannenförmige Abdeckung einer Deckenleuchte oder dergleichen.

  • Warmdach

    Einschaliges Dach mit einem Flachdachaufbau ohne Anordnung einer Luftschicht wie z. B. beim Kaltdach.

  • Wärmebedarf

    Durch Berechnung zu ermittelnde Energiemenge pro Stunde, die benötigt wird, um eine gewünschte Raumtemperatur bei bestimmter Außentemperatur unter Berücksichtigung des Wärmedurchgangs durch die Raumabschlüsse aufrechtzuerhalten. Der Wärmebedarf bestimmt Größe und Anzahl des Heizkessels und der Heizkörper.

  • Wärmedämmgebiet

    Einteilung der BRD in 3 Klimazonen als Grundlage für die Ermittlung des Wärmebedarfs.

  • Wärmedämmung

    Die Verminderung des Wärmedurchgangs durch Bauteile durch Anordnung von z. B. Dämmstoffen oder Baustoffen niedriger Wärmeleitfähigkeit.

  • Wärmeleitfähigkeit

    Eigenschaft eines Stoffes, Wärmeenergie bei einer Temperaturdifferenz seiner beiden Oberflächen durch sich hindurchfließen zu lassen.

  • Wärmeleitzahl

    Die Wärmemenge, die in einer Stunde durch 1 m² einer 1 m dicken Schicht eines Stoffes bei einer Temperaturdifferenz der beiden Oberflächen von 1° von der warmen zur kalten Seite abfließt.

  • Wärmepumpe

    Anlage zur Wärmerückgewinnung oder Gewinnung von in der Umgebung (z. B. Grundwasser , Erdreich, Umgebungsluft, Flußwasser) vorhandener Wärme zu Heizzwecken oder zur Erwärmung von Brauch- oder Schwimmbadwasser. Die Wärmepumpe wird mit einer bei niedriger Temperatur siedenden Flüssigkeit (Kältemittel) als Arbeitsmittel betrieben, das durch eine z. B. elektrisch oder mit Gas betriebene Pumpe in ständigem Kreislauf gehalten und nacheinander verdampft, verdichtet, verflüssigt und entspannt wird. Die zur Verdampfung erforderliche Wärme wird der mit höherer Temperatur versehenen Umgebung des Verdampfers entzogen, auf das Arbeitsmittel übertragen, das sich durch Druckerhöhung im Verdichter noch stärker erwärmt und im Verflüssiger die durch Kondensation freiwerdende Wärme an das ihn umgebende Brauch- oder Heizungswasser niedrigerer Temperatur abgibt. Das Arbeitsmittel selbst wird im Druckminderventil entspannt und erneut dem Verdampfer zugeführt.

  • Wärmeschutz

    Maßnahmen zur Verringerung der Wärmeübertragung zwischen Räumen und der Aussenluft oder Räumen mit verschiedenen Temperaturen durch z. B. Verwendung von Baustoffen niedriger Wärmeleitfähigkeit, Anordnung von Dammstoffen usw. Nach Wärmeschutzverordnung ist der erforderliche Wärmeschutz durch Berechnung nachzuweisen

  • Wärmetauscher

    Gerät zur Übertragung von Wärme eines Wärmeträgers auf einen anderen (z. B. Fernheizungswasser / Brauchwasser). Die Übertragung erfolgt im allgemeinen durch Anordnung von Rohrregistern oder Rohrschlangen, die vom Wärme abgebenden Medium durchflossen werden, in dem die Wärme aufnehmenden Medium.

  • Warmluftheizung

    siehe Luftheizung

  • Waschbeständig

    Beanspruchungsmerkmal eines Anstrichstoffes.

  • Waschbeton

    Beton, an dessen Oberfläche vor dem Erhärten Zement und feinere Zuschlagstoffe mittels Bürste und Wasser ausgewaschen werden, wodurch sich eine kieselartige Struktur der Oberfläche einstellt.

  • Waschputz

    Oberputz eines mehrlagigen Putzes, der nach dem Anziehen des Mörtels mit weicher Bürste und Wasser ausgewaschen wird (Waschbeton).

  • Wasserhaltung

    Trockenhaltung einer Baugrube bei anfallendem Schichten- oder geringem Grundwasser durch Anordnung von Pumpensümpfen und Abpumpen des Wassers in die Kanalisation, Vorfluter oder Sickerbrunnen. Bei größeren Mengen von Grundwasser erfolgt eine Grundwasserabsenkung.

  • Wassernase

    Ausbildung einer unterseitigen Rille an den Rändern von Balkonplatten, Wetterschenkeln, Fensterflügeln usw. zum Abtropfen des Regenwassers.

  • Wechsel

    1. Querbalken einer Auswechselung.

    2. Einbauteil eines Wechselschlosses.

  • Wechselschaltung

    Elektroinstallation, die das Ein- bzw. Ausschalten z. B. einer Lampe wahlweise von zwei Schaltstellen aus ermöglicht.

  • Wechselschloss

    Türschloss, dessen Falle auch vom Schlüssel bewegt werden kann.

  • Weichfaserplatte

    siehe Holzfaserplatte

  • Welldrahtglas

    Gewelltes Drahtglas für Glasdächer oder dgl.

  • Wendeflügel

    Fensterflügel

  • Wendeltreppe

    Gewendelte (Wendelung) Treppe mit kreisförmigem Grundriß als Spindeltreppe oder mit Auskragung der keilförmigen Treppenstufen aus der Umfassungswand.

  • Wendelung

    Bogenförmiger Treppenverlauf.

  • Werkstein

    siehe Naturwerkstein

  • Wetterbeständig

    Beanspruchungmerk-mal eines Anstrichstoffes.

  • Wetterschenkel

    Oberseitig abgeschrägtes, unterseitig mit einer Wassernase versehenes Holzprofil, das zum Abtropfen des Regenwassers am unteren Rand eines Fensterflügels oder einer Außentür angeordnet bzw. durch Verbreiterung des Fensterholzes hergestellt wird.

  • Windaussteifung

    Aussteifung. Sie erfolgt bei Dachstühlen z. B. durch Windrispen, Kopfbänder oder Rähme, bei Skelettbauten durch z. B. windaussteifende Wände oder Kerne wie Aufzugsschächte, Treppenhäuser und dgl., bei Fachwerkbauten z. B. durch Diagonalstäbe, bei Holzskelett- oder Stahlbauweisen durch Diagonalkreuze aus Rundstahl oder dgl.

  • Windrispe, -rute

    Beim Sparrendach auf den Sparren angebrachte, schrägverlaufende bohlenartige Bretter zur Windaussteifung.

  • Windverband

    Konstruktion zur Aufnahme und Weiterleitung von Windkräften (Windaussteifung).

  • Winkelstufe

    Treppenstufe mit winkelförmigem Querschnitt, zumeist als Belagstufe z. B. aus Betonwerkstein auf den Rohstufen einer Treppe.

  • Wischbeständig

    Beanspruchungsmerkmal eines Anstrichstoffes.

  • Wrasenabzug

    Abzug von Koch- bzw. Küchendunst durch Auftrieb oder Ventilatoren (Dunstabzugshaube) über einen Entlüftungskamin.

  • Zähler

    Apparat zum Messen und Erfassen von Mengen, z. B. Elektrozähler, Gaszähler, Wasserzähler.

  • Zählertafel

    Grundplatte aus Kunststoff für die Montage des Elektrozählers und der Sicherungselemente der einzelnen Stromkreise. Unterbringung zumeist in Zählerschränken bzw. der Verteilung einer Elektroanlage.

  • Zange

    Zweiteiliges Trägerelement einer Holzkonstruktion (Dachstuhl, Holzskelettbau) in Form eines beidseitig an den Sparren oder Stützen angebrachtes Balken- oder Bohlenpaar. . Kehlbalken.

  • Zapfen

    Teil einer Holzverbindung in Form einer zapfenförmigen Ausbildung am Ende des einen Holzteils zum Eingreifen in ein Schlitz- oder Stemmloch des anderen Holzteils. Die Verbindung wird durch Dollen oder dgl. unverschieblich gesichert.

  • Zarge

    Tür- oder Fensterrahmen aus Holz, Metall oder Kunststoff.

  • Zeltdach

    siehe Dachform

  • Zementdachstein

    Estrich mit hoher Druckfestigkeit.

  • Zementschlämme

    1. Das beim Betonieren u. U. durch die Schalung auf darunterliegende Flächen tropfende Zementwasser.
    2. Gegebenenfalls mit feinem Zuschlagstoff versehene Mischung von Wasser und Zement zur Dichtung von Rissen, als Haftgrund auf glatten Betonflächen oder dgl.

  • Zentralschließanlage

    Zylinderschließanlage, bei der verschiedene Einzelschlüssel verschiedener Personenkreise Zylinder gemeinsamer Schlüssel schließen. Einsatz z. B. in Mehrfamilienhäusem, Wohnanlagen.

  • Ziegel

    siehe Dachziegel, Mauerziegel

  • Ziegelrabitz

    siehe Drahtziegelgewebe

  • Ziegelsplitt

    Brechgut aus Ziegeln

  • Ziegelsplittbeton

    Beton mit Ziegelsplitt als Zuschlagstoff, Verwendung vornehmlich für feuerfeste Betonbauteile.

  • Zuhaltung

    Das einzelne Sperrelement eines Schlosses bzw. eines Schließzylinders.

  • Zuluft

    Die einem Raum zugeführte frische Luft.

  • Zusatzmittel

    Chemische Zusätze für Beton z. B. zur besseren Verarbeitbarkeit (Verzögerer), schnelleren Erhärtung (Beschleuniger), Erzielung von Wasserundurchlässigkeit (Dichtungsmittel) und Frostbeständigkeit (Luftporenbildner).

  • Zusatzstoff

    Hydrauliche Zusätze für Beton, wie z. B. Traß, Betonit, Farben zur Veränderung von Eigenschaften, Aussehen oder Verhalten.

  • Zuschlagstoff

    Natürliche oder künstliche Gesteinskörnungen für Mischungen mit Wasser und Bindemittel für z. B. Beton, Estrich, Mörtel.

  • Zweikammerstein

    Hohlblockstein mit jeweils zwei Hohlräumen (Kammern) parallel zur Längsseite.

  • Zweilagig

    Anordnung von zwei Schichten einer Abdichtung, eines Putzes usw.

  • Zweiläufig

    Anordnung von zwei in entgegengesetzter Richtung verlaufenden Treppenläufen mit Anordnung eines Zwischenpodestes zur Überwindung z. B. einer Geschosshöhe.

  • Zweischalig

    Ausbildung eines Bauteils z. B. Wand, Dach in zwei Schichten.

  • Zweispänner

    Mehrfamilienwohnhaus mit zwei Wohnungen je Geschoss an einem Treppenhaus.

  • Zweitourig

    Schließart eines Schlosses, bei dem durch doppelte Schließbewegung des Schlüssels zusätzliche Sicherung erzielt wird.

  • Zwischenanstrich

    siehe Anstrich

  • Zwischenpodest

    Innerhalb der Überwindung einer Geschoßhöhe oder dgl. zwischen Treppenläufen angeordnetes Podest.

  • Zyklopenmauerwerk

    siehe Kyklopenmauerwerk

  • Zylinder

    siehe Schließzylinder

© Mobauplus Schäfer (Heinz Schäfer GmbH) – Impressum & DatenschutzAGB – Konzept & Realisierung: benic|solutions, Köln